Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 655, davon 316 (48,24%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 74 positiv bewertete (11,30%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 13.7. 2017 um 12:24:07 Uhr schrieb
ich sagte voilà! und über Donnerstagsbeichte
Der neuste Text am 7.1. 2026 um 12:55:55 Uhr schrieb
Schmidt über Donnerstagsbeichte
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 1)

am 29.11. 2025 um 15:10:45 Uhr schrieb
Arbeitskreis Tortur über Donnerstagsbeichte

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Donnerstagsbeichte«

masXin schrieb am 18.6. 2018 um 09:22:18 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 24 Punkt(e)

Es geht gar nicht darum, meine Erinnerungen zu verklären, besonders diese zweite Nacht in der Pension Silvia, Zimmer4. Wäre doch ein von argwöhnischem Personal beauftragter Hausdetektiv ins Zimmer geschlichen, oder hätte ein verstecktes Videoauge alle Geschehnisse protokolliert, ich wünschte mir nur ein Bild: meinen Donnerstagbuben, schlafend, im Bett daneben mich, schlafend.
Nicht verklären will ich, sondern vergegenwärtigen. Hätte ich doch gern die ganze, nicht nur einen Teil der Nacht den schlafenden Adrian neben mir betrachtet, mal auf dem Rücken und mit offenem Mund atmend, mal seitlich liegend. Dann mir abgewandt. Dann wieder mir zugewandt; und wie doch die unschuldigste Zu- und Abwendung eine veränderte Ausschüttung von Hormonen auslöst sogleich.
Indem ich also mir alles vergegenwärtigen will, muss ich auch vervollständigen, das wäre: erkunden, was hat er, er denn gefühlt und gedacht in dieser Nacht? Indem ein Bub in seinem Alter nicht alles zur Sprache bringt, gar reflektiert, es sei denn etwas dem spontanen Fauchen oder Schnurren eines Katers vergleichbares, so will ich doch manches im Nachhinein noch ergründen; es will aber der Adrian viel lieber in Gegenwärtiges sich vertiefen als in Vergangenes.

masXin schrieb am 12.2. 2018 um 11:46:44 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 16 Punkt(e)

Indem Sonntag kein Fußball-Match stattfand, besuchten wir das Brigittenauer Bad, und mit einer großen Begeisterung, aber einer für mich am Ende unerträglichen Beharrlichkeit, spielte mein Donnerstagsbub Adrian mit mir das Spiel: ich kenne Sie nicht! Aufs genaueste hat er erfasst, wie er mich anschauen muss, um selbst aus der Ferne einen Schauer von Begehren in mir auszulösen. Aber eben Erinnerungen auch, Angst vor Erpressern, Angst vor Denunzianten, Angst vor diesen im Grunde Spießgesellen, welche als Beschützer sich organisiert haben und somit sich immer wieder durch Anzeigen glaubhaft machen müssen. Fast auch Angst, mein lebenslang durch solche Eskapaden ohnehin angegriffenes Herz könnte aussetzen. Das Spiel also abbrechen wollte ich, aber Adrian hatte die Lust am Springen, Tauchen, Schwimmen so erfasst, dass er meinte, ich wolle den Schwimmgenuss überhaupt abbrechen und entzog sich mir immer wieder. Dann, endlich, nach über 2 Stunden, schlenderte er zu den Kabinen, da endlich flüsterte er mir zu: wenn Sie mich zu McDonald einladen, dann bin ich zu allem bereit.

masXin schrieb am 7.9. 2018 um 12:13:51 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 24 Punkt(e)

Gerda hat in ihrem Schlafzimmer in einer Nische - früher stand dort ein Kachelofen - hinter einem Vorhang verborgen so etwas wie ein Boudoir sich eingerichtet, und warum führt sie mich dorthin? Weil gestern abend der Ilyas vorbeigekommen ist, und was hat er ihr gebracht? Ein Geschenk! Ein Flascherl Boucheron Place Vendôme!
Er hat sich nämlich Mittwoch letzter Woche in Gerdas Schlafzimmer umziehen dürfen, indem ein Salon angesagt war, da hat Ilyas das Buffet anrichten und servieren helfen. Umziehen hat er sich müssen, indem nach dem Vortrag er einen Bauchtanz hat vorführen wollen, im passenden Gewand natürlich. Da muss er entdeckt haben, dass Gerdas Boucheron Place Vendôme aufgebraucht war bis auf einen winzigen Rest.
»Ist er nicht ein ganz reizender Bubsagt Gerda immer wieder, und jetzt zeigt sie mir noch einen niedrigen Kasten mit zwei Flügeltüren. Darinnen war noch alte Männer-Leibwäsche, erfahre ich, jetzt ist diese heraußen und Ilyas darf dort die goldenen Sandalen und alles, was für einen stilechten Bauchtanz notwendig ist, aufbewahren. Auch eine ganz schlichte Pappschachtel kriege ich gezeigt, darin allerlei goldene Kettchen, Ringe mit Halbedelsteinen, Ohrringe sogar, die hat doch Ilyas gar nicht getragen damals.
Ja ist denn jetzt an jedem Mittwochssalon Bauchtanz? frage ich erstaunt.
»Wir werden unseren Salon umgestalten müssen etwas«, sagt Gerda, »ich weiß noch nicht so recht, wie. Jedenfalls wird Ilyas vorbeischauen einfach so von Zeit zu Zeit, ich habe das angeregt nämlich, und bauchtanzen will er nur für uns beide und deinen Donnerstagsbuben.«


masXin schrieb am 18.1. 2018 um 10:58:17 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 13 Punkt(e)

Eigentlich habe ich jetzt immer einen doppelten Frühstücksgenuss, zuerst, indem ich erlebe, wie mein anfangs morgenmuffeliger und schweigsamer Donnerstagsbub mit einem Mal sich in meine Unterredung mit Gerda einmischt mit einer oft gar nicht unklugen Bemerkung. Sodann, ohne, dass er ermahnt werden muss (es ist da eine laut tickende Küchenuhr), steht er auf, verabschiedet sich, ich begleite ihn zur Wohnungtür, wo noch eine stumme zweite Verabschiedung stattfindet.
Zurück am Küchentisch, beim zweiten Häferlkaffee, höre ich gern, was für ein netter Bub der Adrian doch sei. Auch will die Gerda wieder einmal wissen, was ich denn da immer schreibe. Ich besitze nämlich, einmal muss das gesagt sein, ein altes Samsung-Laptop, mit einer noch funktionierenden Tastatur, mit einem oft sogar minutenlang nicht flackernden Bildschirm, einem ausreichend großen Speicher, dazu der USB-Anschluss für meinen Datenstick. Allerdings, kein Internet, womit ich im Grunde ganz einverstanden bin.
Eigentlich ist nichts von alledem, was ich selbstverlegerisch publiziert habe, für Gerda geeignet. »Frei- und Hallenbad, eine Abwägung«, dieser Titel klingt harmlos, ist es aber nicht. Indes, ich erwäge eine Sache, die auf Gerda und ähnliche Personen zugeschnitten sein könnte.

masXin schrieb am 7.2. 2018 um 10:07:10 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 11 Punkt(e)

Mit freundlicher Erlaubnis meines Donnerstagsbuben Adrian lese ich Gerda am Frühstückstisch einige seiner Aufsätze vor, indem das Aufsatzheft in der Schule nicht benötigt wird heute. Auch Gerda ist mit manchen Benotungen nicht einverstanden, indem gerade die schönsten Aufsätze, mögen sie ein auch wenig am Thema vorbei zielen, die schlechtesten Noten einbrachten. Interessiert hat uns natürlich der Bericht über den Skiurlaub, wo »Mitteilungen über Hervorragendes und Eindrückliches« verlangt waren. So ein Thema zeigt an, dass der Deutschlehrer kein ganz biederer Kopf sein kann eigentlich, und vielleicht ist einmal Gelegenheit, ihn kennenzulernen. Mit einem »bravohat er diesen Satz von Adrian kommentiert:
»Ich stand sofort wieder auf meinen Skis und hatte schon darauf vergessen, dass ich hingefallen war und wieder aufgestanden bin sogleich
(Hat »Skis« zu »Skiern« verbessert, ohne dies durch ein rotes "F als Fehler anzurechnen).
Gleich nach dem Frühstück beginnt Gerda mit dem Vorbereiten des Mittagsmahls. Was machen wir mit den Rest vom Zweigelt? fragt sie mich soeben. Es ist ein kostbarer Zweigelt gewesen, indem wir mit diesem nicht nur die gesunde Rückkehr von Adrian feierten, sondern auch, und dies vor allem, den günstigen Befund, der am selben Tag per Post vom Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern an Gerda gegangen war.




masXin schrieb am 29.8. 2018 um 12:44:38 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 16 Punkt(e)

Überraschenderweise hat sich Herr Purpur am Montag die langen Haare abschneiden lassen, sogar den wilden Bart ganz abrasieren. Nun sieht er erheblich jünger aus, wie Anfang sechzig etwa.
Und hat jetzt einen Zweireiher aus dem Nachlass eines der Ehegatten unserer Obfrau Gerda anprobiert. Indem er heute abend beim Mittwochssalon das Thema »Rebellion« angehen wird, findet er es unpassend, ja lächerlich, in dieser dem Publikum ohnehin schon viel zu lange vorgeführten Gestalt eines Rebellen aufzutreten. Den Schlips allerdings, den Gerda ihm aufzwingen will, verweigert er, auch hat er sich seit Montag nicht wieder rasiert. Erklärung: es gibt das Phänomen der Rebellion gegen die Rebellion, was er heute Abend noch näher erläutern will.
Mir hat Purpur aufgetragen, rechtzeitig, das heißt 17 Uhr, eine gewisse Susanne »Susu« Chelmsford persönlich abzuholen und zu unserem Salon zu begleiten. Habe ich sie nicht einst einen »Knaben mit Busen« genannt. Daran hätte mich Purpur gar nicht erinnern müssen. Es ist lange her, inzwischen muss Susu schon dreißig sein mindestens. Gerne werde ich sie abholen und um sie herumscharwenzeln, wenn es auch gegen meine innerste Natur ist.
Indes, ich weiß von Gerda, dass Ilyas, welcher beim Anrichten und Servieren unseres Buffets aushelfen wird (indem unser Donnerstagsbub bei seinem Vater wohnt momentan) hier bei uns im Rennweg übernachten und bei mir schlafen will. Darum gebeten hat er, und Gerda hat es ihm gestattet.

masXin schrieb am 3.10. 2018 um 10:09:28 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 19 Punkt(e)

Indem es momentan in im Physikunterricht um Licht geht und um das Spektrum, versuche ich Adrian einleuchtend zu machen, wie es zwar um Wellenlängen nur geht im so kleinen Bereich zwischen 0,4 und 0,7 μm - dass diese uns aber das weite, schöne Spektrum der Farben eröffnen. Farben gibt es nicht eigentlich, sage ich ihm, sie sind eine Zutat unserer Augen, ein Geschenk!
Wie sind doch die Zahlen 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16 unbedeutend für die meisten Menschen, selbst wenn sie, wie im vorliegenden Fall, ein menschliches Lebensalter bedeuten. Aber wie bedeutsam sind sie mir!

Ich sehe meinen Donnerstagsbuben das Ende dieses Spektrums durchwandern und wundere mich immer wieder aufs neue, wie er sich verwandelt.

masXin schrieb am 6.8. 2018 um 14:03:28 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 20 Punkt(e)

Doch nicht Großmutter!“ so Ilyas über diese alte Dame nämlich, die ihn gesalbt und eingekleidet hatte neulich, und die meiner Meinung nach hätte seine Großmutter sein können. Nach allem, was ich erfuhr, ist sie eine Haussklavin eigentlich, indem sie vermutlich illegal in Wien lebt und ganz von des Ilyas Verwandtschaft abhängig ist. Nada heißt sie, und es ist wohl einzig Ilyas, von dem sie etwas Zuneigung erfährt, indem sie all seine Launen erträgt. Dieser hat, ganz unzusammenhängend übrigens, dies und jenes über sie und den Haushalt überhaupt mitgeteilt, wovon mir manches sehr komisch erschien, umso mehr, als er alles ganz ernst vorträgt. So ist die Nada für ganze Batterien von Tages- und Nachtcremes zuständig, derer des Ilyas empfindliche Haut bedarf, und die sachgemäß aufzutragen sie in all den Jahren immer noch nicht gelernt hat. Aber er ist nun einmal auf die Nada angewiesen, und für ihn ist sie gut genug, sagen alle immer. Ja, man hat schon gedroht, die nichtsnutzige Nada aus dem Haushalt zu entfernen und sie dorthin zurückzuschicken, wo sie herkommt, was ein ganz unbedeutendes Kaff in Ägypten sein muss, und er ist doch gelenkig genug, sich selbst überall einzucremen, womit auf eine Dienstleistung der Nada angespielt wird (das einzige, was sie wirklich gut kann, gab Ilyas zu), nämlich den Ort zu pflegen, dessen Eingang und Tiefe einem selbst nur mit Mühe und Überwindung zugänglich ist. Indem ich nicht alles sofort begriffen habe, glaubte Ilyas, ich hätte Zweifel, und sagte, was er schon ein paar Mal meinte bekräftigend sagen zu müssen: „so wahr ich meiner Mutter Sohn bin!“

masXin schrieb am 19.3. 2018 um 10:11:22 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 13 Punkt(e)

Am gestrigen Sonntag fand das Fußball-Match im Sportzentrum Donaucity statt wieder einmal. Denk bitte nicht die ganze Zeit an hinterher, habe ich meinen Donnerstagsbuben Adrian ermahnt, indem zum einen Sportskamerad Ilyas mit uns in den Rennweg kommt nach dem Match, und zum andern Gerda nicht anwesend sein wird, wir somit die ganze Wohnung für uns haben. Er soll sich auf das Spiel konzentrieren und an nichts anderes denken.
Für die Jause zwischendurch habe ich eine Überraschung vorbereitet, indem ich einer Empfehlung von Ilyas gefolgt bin und in einem gewissen Laden eine seiner Leibspeisen, Köfte nämlich, besorgt habe.
Tatsächlich hat sich Adrian als Mittelfeld-Stürmer wacker gehalten, bis zur ersten größeren Spielpause jedenfalls. Ilyas schien sehr gerührt und nahm sich bescheiden und gesittet zwei Köfte nur, Adrian indes griff gierig zu. Zum Glück hatte ich den größeren Köftevorrat den beiden noch verschwiegen.
Dann aber, als Adrian zur Toilette verschwunden war für einen Moment, gab mir Ilyas einen Autoschlüssel, den zum Werkstattwagen in der Tiefgarage nämlich. Dort ist ein Kasten mit Schubfächern, und im untersten werde ich einige Wäschestücke finden, die soll ich holen, denn er will diese anziehen später. Und bitte den Wagen abschließen wieder.
Im besagten Schubfach fand ich einen Vorrat an Kondomen, einen Kremtopf auch, welchen ich öffnete und sogleich am Geruch den speziellen Krem aus der Carolus-Apotheke wiedererkannte. Auch ein Packerl Babylove Feuchttücher war vorrätig. Als die erbetenen Wäschestücke stellten sich heraus: ein feiner schwarzer Slip, sowie dazu passende Strümpfe und ein Hüftgürtel samt anhängenden Strumpfhaltern; es schien ein Sonntag voller Überraschungen zu werden.



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