Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 355, davon 228 (64,23%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 122 positiv bewertete (34,37%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 13.7. 2017 um 12:24:07 Uhr schrieb
ich sagte voilà! und über Donnerstagsbeichte
Der neuste Text am 15.8. 2019 um 11:11:57 Uhr schrieb
Bettina Beispiel über Donnerstagsbeichte
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Donnerstagsbeichte«

masXin schrieb am 30.8. 2018 um 17:09:56 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 13 Punkt(e)

Noch immer ist ein Pallawatsch in unserer Wohnung infolge des gestrigen Mittwochsalons (Thema »Rebellion«), indem alles anders sich entwickelt hat als ursprünglich geplant. Es begann für mich mit der Abholung der Susanne Chelmsford oder Susu, wie sie auch genannt wird. Diese Susu wollte ewig nicht fertig werden, hat mich auf aufreizende Art auch um allerlei Handreichungen gebeten. Aufreizend, indem sie mich, meine Vorlieben bespöttelnd, immer wieder gefragt hat, ob sie nun knabenhaft genug wirke, indem sie etwa die ohnehin kurzen und gescheitelten Haare noch mit einem Gel befestigte, auch weit geschnittene Herrenhemden anprobierte, welche den Busen verbergen sollten.
Jedenfalls, als wir reichlich verspätet im Rennweg ankamen, fiel uns sofort ein in zweiter Reihe vor der Haustür parkenden Catering-Lieferwagen der Firma Al Zaytouna auf, aus welchem Servierplatten mit orientalischem Süßzeug ins Haus getragen wurden.
Wer sonst als Ilyas war der Besteller, der eigentlich nur als Servierhilfe für den ausgefallenen Adrian eingesprungen ist. Von einem akademischen Vortrag wusste er nichts, ein Bankett hatte er vermutet, und war vor der Dürftigkeit unseres kalten Bufetts bitter enttäuscht, wie wir es für den Salon anzurichten gewohnt sind.
Auf das gänzliche Versagen unseres Redners Ambros Purpur, auch auf die von vielen, nicht von allen, sehr bewunderte Bauchtanzkunst des Ilyas will ich ein anderes Mal eingehen.

masXin schrieb am 4.5. 2018 um 19:47:32 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 10 Punkt(e)

Der Verkauf meiner Bücher ist also zurückgegangen, seit Mitte April schon, hat mein Buchhändler in der Garbergasse gesagt heute, erkläre ich Adrian, obwohl wir uns gute Nacht schon gewünscht haben, weil wir oft noch dies und jenes zur Sprache bringen, was uns eben so noch durch den Kopf geht vor dem Einschlafen.
Fatalsagt Adrian, indem er dieses Wort heute zum ersten Mal gehört hat und es sich angeeignet umgehend.
Dabei habe ich doch dieLetzte Stundeneulich erst nachdrucken lassen und den Kasten nachgefüllt.
Meine Werke kommen nicht in den gewöhnlichen Verkauf, indes, sie werden als gebrauchte Ware geduldet. Der Kasten steht in der Garbergasse vor der Eingangstür.
Und jetzt: zum wiederholten Mal erlauben es sich Passanten (oder ist es immer derselbe?), ein Buch zu entwenden, schlimmer noch, das Buch wird später wieder zurückgesteckt, angeschmutzt!
Adrian: „der Kasten ist ja auch für gebrauchte Bücher. Gebrauchte! Second Hand!“
Patienten von den Barmherzigen Schwestern womöglich, was ja nicht unweit ist.
Es kommt noch schlimmer, hab ich erfahren müssen, mit dummen Anmerkungen versehen! Filzstift. Fragezeichen, welche über die ganze Seite gehen. Ist das nicht unerhört.
Mein Donnerstagsbub, ist er noch wach überhaupt?
Ich höre einen Seufzer, ich höre leise, immer leiser: „fatal - fatal - fatal“.

masXin schrieb am 1.7. 2018 um 08:52:51 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 10 Punkt(e)

Indem neuerdings Adrians Kameraden vom FC Torpedo Frühsport betreiben wollen sonntags immer, haben wir heute ein sehr frühes Frühstück eingenommen.
Nach Adrians Verabschiedung kam Gerda nochmals auf den Ballettabend vom Freitag zurück. Wie sie in der Pause den Gesprächen der Freunde von John zugehört hat, John zuliebe, dem sie doch die Freikarte verdankt. Seine Freunde sind wohl alle auch vom Ballett, und ehrlich, in ihrer eigenen Welt leben die ja, und selten hat sie ganz begriffen, worum es ging. Eifersüchteleien wohl meistens, indem der eine in seiner Karriere sich behindert glaubt, während ein anderer einer ganz unverdienten Beförderung verdächtigt wird. Oder geht es da um Liebschaften? Ist da überhaupt ein Unterschied? Auch die Affäre John - Alexander wurde beleuchtet. Und ein gewisser Adrian wurde einmal erwähnt - ob mit diesem mein Donnerstagsbub gemeint gewesen sein könnte? oder irgend ein anderer Adrian?
Nein danke, liebe Gerda, sagte ich, keinen Kaffee mehr. Vielleicht muss ich noch ein Stündchen ausschlafen.
Gerda: irgendwie hast du ja den Adrian richtig verliebt in dich gemacht. Das ist mir neuerdings aufgefallen. Wenn er sich von dir verabschiedet - Schule vorgestern, heute Sport - als ob es für immer wäre!

masXin schrieb am 25.2. 2018 um 10:31:28 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 11 Punkt(e)

Wir inspizierten den größten Raum in Gerdas Wohnung, den Salon nämlich, auch stellte sich Adrian, mein Donnerstagsbub, bald an das Rednerpult und begann laut vorzutragen, was man eigentlich nur leise und nicht öffentlich bereden sollte. In diesem Sinn rief ich ihm zu. Adrian begriff sogleich und sprach unhörbar leise weiter und behalf sich mit pantomimischer Verdeutlichung. Unterdessen entdeckte ich im rückwärtigen Bereich ein Regal mit Schallplatten, sowie auf dem Regal, unter einem Tuch verborgen, einen Plattenspieler. Indem für ihn Technisches doch das Allerinteressanteste ist, war Adrian sofort zur Stelle, und es gelang uns in kürzester Zeit, Verstärker und Lautsprecher aufzufinden und mit dem Plattenspieler zu verkabeln, auch griff sich Adrian irgendeine Schallplatte heraus, es war Smetanas Moldau und andere populäre Stücke. Da aber übernahm ich ganz das Kommando, indem Adrian Schallplatten ganz unbekannt sind, und legte in übertriebener Vorsicht die Platte auf, auch musste die Nadel von Hand aufgesetzt werden.
Wie Gerda hereinkam bald darauf und ganz hingerissen war, sogar sprachlos gegen die Wand sich lehnen musste, indem schallend laut die Moldau erklang und Adrian und ich tanzten und umschlungen im Kreis uns drehten. Und wie Adrian formvollendet (nie hatte er Tanzstunde und dergleichen notwendig gehabt) die Gerda zum Tanz aufforderte dann.


masXin schrieb am 7.2. 2018 um 10:07:10 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 10 Punkt(e)

Mit freundlicher Erlaubnis meines Donnerstagsbuben Adrian lese ich Gerda am Frühstückstisch einige seiner Aufsätze vor, indem das Aufsatzheft in der Schule nicht benötigt wird heute. Auch Gerda ist mit manchen Benotungen nicht einverstanden, indem gerade die schönsten Aufsätze, mögen sie ein auch wenig am Thema vorbei zielen, die schlechtesten Noten einbrachten. Interessiert hat uns natürlich der Bericht über den Skiurlaub, wo »Mitteilungen über Hervorragendes und Eindrückliches« verlangt waren. So ein Thema zeigt an, dass der Deutschlehrer kein ganz biederer Kopf sein kann eigentlich, und vielleicht ist einmal Gelegenheit, ihn kennenzulernen. Mit einem »bravohat er diesen Satz von Adrian kommentiert:
»Ich stand sofort wieder auf meinen Skis und hatte schon darauf vergessen, dass ich hingefallen war und wieder aufgestanden bin sogleich
(Hat »Skis« zu »Skiern« verbessert, ohne dies durch ein rotes "F als Fehler anzurechnen).
Gleich nach dem Frühstück beginnt Gerda mit dem Vorbereiten des Mittagsmahls. Was machen wir mit den Rest vom Zweigelt? fragt sie mich soeben. Es ist ein kostbarer Zweigelt gewesen, indem wir mit diesem nicht nur die gesunde Rückkehr von Adrian feierten, sondern auch, und dies vor allem, den günstigen Befund, der am selben Tag per Post vom Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern an Gerda gegangen war.




masXin schrieb am 9.1. 2018 um 15:26:37 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 10 Punkt(e)

Absichtlich und unabsichtlich, oder soll ich sagen bewusst und unbewusst? es ist nicht immer unterscheidbar, indem mein Donnerstagsbub, wir waren schon zu Bett, ich glaubte ihn bereits eingeschlafen, auf einmal gestand, dass er mit einem Älteren schon einmal geschlafen habe. Ein einziges Mal, schon lange her. Dieser sei 17 bereits gewesen. Der John. Der habe dann aber eine gleichaltrigen Freund gefunden, den Alexander. Ja, in seiner Schule werde über solche Dinge ganz offen geredet. Nichts besonderes sei das.

Dann war lange Zeit Ruhe, wir mussten beide eingeschlafen sein.

Dann ein Krachen und lautes Gelächter.
Sogleich war auch Gerda, die Zimmerwirtin an der Tür, indem sie ein Unglück und Wehgeschrei vermutete.

Indes hatte sich nur Adrians Notlagerstatt zerlegt, welche aus 6 Stühlen zusammengefügt gewesen war. Das war für die Gerda ein unmöglicher Umstand. Warum denn der arme Adrian nicht in meinem Bett schlafe! Das sei doch wahrlich breit genug!

masXin schrieb am 11.7. 2018 um 15:54:06 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 11 Punkt(e)

Da versteckt Gerda also Briefe von Adrians Vater und reicht sie ihm heimlich weiter. Und viel später erst fasst sich mein Donnerstagsbub ein Herz und berichtet mir davon. Du willst es mir ja schonend beibringen, sage ich ihm, aber ich will nicht geschont werden!

Indem ich den Verdacht habe hegen müssen, er wolle zu seinem alten Freund John ziehen, ist es ja fast beruhigend für mich, dass er lieber zu seinem Vater ziehen will, als zu John.
Es ist ja der John viel jünger als ich und nur wenig älter als er. Das Getue von dem John aber gefällt ihm nicht. Oder, wie Gerda sagt: der John ist so nett im Grunde und ganz normal schwul. Aber mit denen Personen vom Ballett, mit diesen seinen Freunden, da ist dann gleich dieses Getue. Sie hat es ja erlebt neulich, in der Oper, während der Pause.

Und was ist mit dem Vater. Dem hat erstens die Generali das Gehalt aufgebessert, und zweitens hat er sich von seiner Gefährtin getrennt. Wir haben die ja einmal erleben dürfen, hier im Rennweg. Und er ist dabei, drittens, sich eine andere Wohnung zu suchen. Jedenfalls, die Welt dreht sich weiter. Ich aber will, dass für alle Zeit alles so bleibt, wie es ist.

masXin schrieb am 8.8. 2018 um 12:20:42 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 10 Punkt(e)

Im Aufwachen erkannte ich neben mir den Adrian und hatte einen Zorn auf ihn! Indem ich geträumt hatte, ja noch weiterträumte; es war eine Begebenheit auf meinem Traumschiff. Die »Innsbruck« wieder einmal, mein Hausboot, das ein für allemal am Donaukanalufer festgemacht hat.
Ungebetene Gäste haben sich dort breitgemacht und laden mich sogar auf eine hämische Weise zum Mitfeiern ein.

Mit an Bord kommen soll er! Rückt zur Seite, macht Platz für den Kapitän! Nichts da, herumfahren soll er uns! Eine schöne Rundfahrt wollen wir haben!

Obwohl ich weiß, da ist kein Motor, dachte ich, vielleicht ist doch einer irgendwo, außenbords vielleicht, die haben es nämlich herausgefunden, nur ich, der Eigentümer, weiß es nicht.
Alles redete durcheinander in einer unguten Fröhlichkeit, nur einer von den Gästen blieb stumm, Adrian nämlich, der verlegen war und sich vor mir verstecken wollte.
Im Aufwachen wollte ich auf jeden Fall noch die Leinen lösen; soll das Schiff doch davontreiben! Die werden sich noch wundern!

masXin schrieb am 5.3. 2018 um 11:16:50 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 10 Punkt(e)

Vor dem sonntäglichen Fußball-Match bereits hatte mein Donnerstagsbub Adrian mit Ilyas vereinbart, dass er hinterher mit uns kommen werde. Ilyas ist der Name, nicht Elyas. Während Ilyas sich unerschütterlich als Tormann bewährte, hatte Adrian noch nie so schlecht gespielt, indem sicherlich in ihm, ebenso wie in mir, eine Vorfreude und Erregung immer mächtiger anstieg. Bereits auf dem Weg zu uns in den Rennweg bekam uns die Lust, mit Ilyas in irgend einen Hauseingang zu verschwinden, dieser aber wehrte alle voreiligen Zugriffe entschieden ab. Weigerte sich auch, sich mit uns in den Aufzug zu zwängen. Allerdings, bis wir oben angekommen waren, war es auch um Ilyas geschehen, und ich weiß nicht, was Gerda sich hat denken müssen, als sie zwei heftig atmende Buben, auch ich war wohl sichtlich außer mir, zu der Jause an den Küchentisch bat, die sie vorbereitet hatte.
Sie hat einen heftigen Streit vermutet eventuell, den die Buben nun, der Höflicheit wegen, auf Eis gelegt hatten vorübergehend. Ilyas saß neben mir auf der Küchenbank, und als dieser sich tief atmend, mit geschlossenen Augen, und nach hinten sinkendem Kopf, gegen mich sich lehnte, da sagte Adrian mit heiserer Stimme: nun wird es mir zu viel, und verschwand in unserem Zimmer. Die genaue Reihenfolge der nun folgenden Ereignisse weiß ich nicht mehr, jedenfalls, als wir wieder klar denken konnten, befanden wir uns alle drei ineinander verschlungen teils auf, teils neben dem Bett, eigentlich angezogen noch bzw. kaum mehr als notwendig ausgezogen. Wir brachten uns und überhaupt alles wieder in eine Ordnung, und saßen schließlich alle vereint wieder am Küchentisch, den Gerda in der Zwischenzeit aufs schönste angereichert hatte und neu gedeckt. Wie sehr wünsche ich mir eine Wiederholung von alldem, indes, ohne jegliche Überstürzung.

masXin schrieb am 25.7. 2018 um 18:27:03 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 10 Punkt(e)

Über Mike Singer will ich mich zurückhaltend nur äußern, eigentlich gar nicht, indem zur Zeit Adrian sich dessen Songs vollkommen hingibt.
Stillschweigend will ich dies als vorübergehende Infektion begreifen. Eine Immunisierung sogar könnte folgen möglicherweise.
Nun schreibt er selbst Songs im ähnlichen Stil. Trifft sich mit Kameraden aus der Schule, sie fabrizieren gemeinsam eine passende Musik, und Adrian singt dann den Song mit seiner übrigens noch immer hellen Stimme.
Da sitzen wir also nebeneinander an unserem Schreibtisch, ein Blatt Papier hat mein Donnerstagsbub vor sich liegen. Der Blick ist in die Ferne gerichtet, den Stift balanciert er zwischen den Fingern.
Ich nehme am heiligen Akt der Inspiration teil. Unsichtbar steht die Muse hinter Adrian und beugt sich zu ihm herab. Das Material, egal, es ist das Komponieren!

Er zieht auf dem Bildschirm den Zeiger und Mike Singer ertönt. Es genügen wenige Sekunden.
Dann singt er oder summt, wiegt sich hin und her, schreibt ein paar Worte auf.
Von der Muse ahnt er nichts, indes, er meinte: du kannst mir den Rücken kraulen. Ich begreife, es entspricht in etwa dem Kuss der Muse.

...
Ein weißes Papier -
ich schreibe ein bisschen herum -
die Kraft bleibt nicht lange stumm!
Diese Kraft hält mich wach!
Diese Kraft ist galaktisch!
...

Der Song hat den Titel »KRAFT«.

masXin schrieb am 12.2. 2018 um 23:42:25 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 9 Punkt(e)

Das Abendmahl wollte heute kein Ende nehmen, indem Gerdas anderer Mieter, Herr Purpur, wieder anwesend ist. Dieser Herr, Gerda nennt ihn bei seinem Vornamen, Ambros, pflegt leider ohne Ende zu monologisieren, beachtete auch nicht meines armen Donnerstagsbuben Adrian vor Müdigkeit zufallende Augen. Es gelang mir zwar endlich, mit einem »der Bub muss morgen sehr früh aufstehen« Herrn Purpurs Redefluss zu unterbrechen, und erhob mich auch selbst, damit Adrian hinter dem Küchentisch hervor sich winden konnte. »Und du willst wohl auch schon gehentönte Herr Purpur. Das hatte ich nicht im Sinn gehabt, nun ging ich aber doch auch und wünschte gute Nacht und folgte Adrian. »Man ist wohl zu oft hier und langweilt«, so Purpur, »aber keineswegs, keineswegs!« beteuert Gerda.
In unserem Zimmer umarmten wir uns und atmeten auf und seufzten. Dann musste ich doch ein Wort für Purpur einlegen, indem dieser niemals leichtfertig daherredet und jedes Wort von ihm Gewicht hat. Und hatte er nicht auch jedes Wort von ihm, Adrian, der doch mit Lust sogar an am Gespräch sich beteiligt hatte anfangs, unbedingt ernstgenommen, war es nun gut überlegt oder nicht.

masXin schrieb am 15.9. 2018 um 12:28:19 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 9 Punkt(e)

Donnerstagsbub Adrian berichtet ganz beiläufig - und das am Mittagstisch, und unsere Obfrau und exzellente Köchin Gerda hört sich alles ganz gleichmütig an! - (Backhenderln übrigens; wie lange hat Adrian auf diese verzichten müssen, indem er bei seinem Vater hat wohnen wollen eine gewisse Zeit) - Adrian berichtet also, dass ein Training beim F.C. Torpedo oft ein Nachspiel hat; genau genommen finden zwei Nachspiele statt. Beim ersten Nachspiel führt Torwart Ilyas seinen Bauchtanz vor, in einem separaten und abschließbaren Abstellraum.
Ein auserwählter und verschworener Kreis von Fußballern ist es, und man legt dabei Hand an sich, indes, Ilyas berühren ist Tabu. Am Ende ist Ilyas ein Unberührter, ein noch Unbefriedigter und ganz schön Erregter also - - Adrian ebenso!
Mitleid nicht, es ist eine einvernehmliche, eine pure Freundschaft, wenn anschließend - das ist das zweite Nachspiel - indem also Ilyas und Adrian in Ruhe und stiller Abgeschiedenheit alles nachholen; ist es doch so nicht viel schöner; ich werfe ein und ergänze: intimer? und Gerda nickt beifällig.
Fast gleichzeitig greifen wir jetzt nach unseren Servietten, danach gönnt Adrian sich einen tiefen Schluck Cola light, Gerda und ich stoßen an: wir trinken den Hauswein, einen sauberen Zweigelt.

masXin schrieb am 15.7. 2018 um 12:10:18 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 11 Punkt(e)

Herr Purpur, unser kaum je anwesender Mitmieter, ist gestern Abend eingetroffen, und wieder hat Gerda ihm vorgehalten, dass er nicht Bescheid gegeben hat. Das Zimmer hätte sie gelüftet, auch mehr Essen eingekauft für den zusätzlichen Gast.

Ich zahle Miete, ob ich da bin oder nicht, verehrte Frau Gerda. Sie dürfen gern jeden Tag mein Zimmer lüften! So Purpur. Und: Was das Speisen angeht, so bin und bleibe ich der Allerbescheidenste, wie Sie sehr wohl wissen!

Erstaunlich war, dass er meinen Donnerstagsbuben nicht wiedererkannt hat. Dann aber, zögernd, zweifelnd, lang hat er müssen nachdenken jedenfalls: Ah! Adrian! Bist du nicht der Adrian?

Kommenden Mittwoch also ist wieder Salon. Gerda würde ja gern Einladungen noch verschicken, handschriftliche, dafür ist es natürlich wieder einmal zu spät. Herumtelefonieren also muss sie, das hat doch keinen Stil. Manche haben ja nicht einmal Telefon! Viele nehmen gar nicht ab erst! Was denn jetzt das Thema ist überhaupt.
Purpur: Dynamik. Sagen Sie einfach: mein Vortrag wird sein über Dynamik. Mehr wüssten Sie auch nicht.

Adrian, später: wie merkwürdig! Damals hat er den Namen vergessen gehabt und sagt zu mir Andreas. Jetzt weiß er den Namen, mich aber erkennt er nicht wieder!

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