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Ratze, am 10.7. 2003 um 16:22:41 Uhr
Klonbaby

Ende 2001 hat die amerikanische Firma Advanced Cell Technology (ATC) die
Öffentlichkeit mit der Nachricht verstört, ihnen sei es erstmals gelungen,
menschliche Embryonen zu klonen. Allerdings gelten die so medienwirksam
publizierten Ergebnisse inzwischen als wissenschaftlich wenig überzeugend, weil
die meisten Eizellen entweder direkt abgestorben waren bzw. höchstens das
Sechs-Zell-Stadium erreichten. Dennoch hat die Nachricht die Debatte über den
Sinn des therapeutischen Klonens neu entfacht.



Klonbaby:
Zukunftsmusik?
Seitdem Wissenschaftler weltweit in den
Forschungs-Wettkampf um das therapeutische Klonen
eingetreten sind, ist ein heftiger Ethikstreit um die neue
Medizintechnik entbrannt. Schon der Begriff
»therapeutisches Klonen« ist nach Ansicht vieler
Kritiker irreführend. Schließlich gehe es nicht um
Therapie, sondern um Forschung, die noch dazu das
Töten von Embryonen in Kauf nehme. Aber es gibt
noch andere gewichtige Argumente: Gegner der
Technik bezeichnen das Herstellen der identischen
Zelllinien schon lange als ersten Schritt zum Klonbaby.
Denn auch wenn die technischen Schwierigkeiten noch
enorm groß sind - theoretisch kann aus dem
Klonprodukt ein ganzer Mensch entstehen. Im
Tierversuch ist dieswenn auch nur bei einem von
200 Embryonen – bereits gelungen.


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