Ende 2001 hat die amerikanische Firma Advanced Cell Technology (ATC) die Öffentlichkeit mit der Nachricht verstört, ihnen sei es erstmals gelungen, menschliche Embryonen zu klonen. Allerdings gelten die so medienwirksam publizierten Ergebnisse inzwischen als wissenschaftlich wenig überzeugend, weil die meisten Eizellen entweder direkt abgestorben waren bzw. höchstens das Sechs-Zell-Stadium erreichten. Dennoch hat die Nachricht die Debatte über den Sinn des therapeutischen Klonens neu entfacht. Klonbaby: Zukunftsmusik? Seitdem Wissenschaftler weltweit in den Forschungs-Wettkampf um das therapeutische Klonen eingetreten sind, ist ein heftiger Ethikstreit um die neue Medizintechnik entbrannt. Schon der Begriff »therapeutisches Klonen« ist nach Ansicht vieler Kritiker irreführend. Schließlich gehe es nicht um Therapie, sondern um Forschung, die noch dazu das Töten von Embryonen in Kauf nehme. Aber es gibt noch andere gewichtige Argumente: Gegner der Technik bezeichnen das Herstellen der identischen Zelllinien schon lange als ersten Schritt zum Klonbaby. Denn auch wenn die technischen Schwierigkeiten noch enorm groß sind - theoretisch kann aus dem Klonprodukt ein ganzer Mensch entstehen. Im Tierversuch ist dies – wenn auch nur bei einem von 200 Embryonen – bereits gelungen.