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Heine schrieb am 27.2. 2011 um 18:08:46 Uhr über

traum

Im nächt’gen Traum habich mich selbst geschaut,
Im schwarzen Galafrack und seidner Weste,
Manschetten an der Hand, als gings zum Feste,
Und vor mir stand mein Liebchen, süß und traut.
Ich beugte mich und fragte: „Sind Sie Braut?
Ei! Ei! so gratulier’ ich, meine Beste!“
Doch fast die Kehle mir zusammenpreste
Der langgezog’ne, vornehm kalte Laut.
Und bitt’re Tränen plötzlich sich ergossen
Aus Liebchens Augen, und in Thränenwogen
Ist mir das holde Bildniß fast zerflossen.
O süße Augen, fromme Liebessterne,
Obschon ihr mir im Wachen oft gelogen,
Und auch im Traum, glaubich euch dennoch gerne!



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