Stiller Schrei Der Tag ist noch jung Die ersten Strahlen Schimmern in den Wipfeln Vernebelt ist mein Sinn Des Morgens kühler Tau Umspinnt mein Herz mit Qualen Der Elfen grüne Zipfeln Gewebt aus feinstem Linn Taumeln mir die Seele flau Selbst die Lichtung Gibt die Sicht ins Tal Kaum frei Gott allein weiß was ich suche Mein Atem geht schwer Und ich ruhe auf Moos. Mein Blick ist fahl Und das Licht der Drei Hinter schattiger Buche. Ich brauche Dich so sehr Und zog der schlimmsten Lüge Los Mein Leib erhebt sich Und schreit durch Tränen So laut-es packt und schüttelt mich- Doch könnt man wähnen Nur ein Vöglein hätt geweint Denn meine Stimm ist leer Die Sehnsucht, wie es scheint, verlässt mich nimmer mehr. Tag aus Tag ein wirst Du mein Schicksal sein. Lisa Klein