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flüsterer, am 10.12. 2002 um 17:22:06 Uhr
Thema

" es liegt in der artifiziellen struktur, dass die wirklichkeit des themas gefangen wird, und die falle schnappt über dem thema zu und läßt nur die wirklichkeit übrig. man beginnt die arbeit immer mit einem thema, egal wie dünn es ist, und man konstruiert eine artifizielle stuktur, mit der man die wirklichkeit des themas einfangen kann, mit dem man zunächst begonnen hat.
(....)
das thema ist ein köder.
(...)
man hat einen realismus geschaffen, der äquivalent ist zu dem thema, welcher dann das ist, das an seiner stelle zurückbleibt. man muss irgendwo anfangen, und man fängt mit einem thema an das schrittweise - wenn die sache übehaupt funktioniert - zurücktritt und diesen rest zurückläßt, den wir wirklichkeit nennen und der vielleicht im entferntesten mit der sache zu tun hat, mit der wir angefangen haben, der aber sehr häufig sehr wenig damit zu tun hat."

(francis bacon im gespräch mit david sylvester)



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