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Ab und zu trifft mau an Straßenecken, da, wo das Wagenchaos minder gefahrdrohend ist, einen echten oder falschen Krüppel (ohne alle Füße, mit nur einem Arme oder mit einem Stelzbeine) auf dem Trottoir knieen oder kauern, welcher mit verschiedenen bunten Stiften allerhand sehr drastische Figuren und Gruppen auf die Wegplatten malt. Natürlich zieht das ein gewisses Publicum bescheidnerer Art, Ladendiener und Köchinnen, Domestiken und Arbeiter, herbei, und der zufällig vorübergehende Fremde bleibt wohl auch eine Minute stehen, um zu sehen, was die Scene zu bedeuten hat, und einen Blick auf die oft mit entschiedenem Geschicke gemachten unzweideutigen Schildereien zu werfen. Der verstümmelte Künstler ist aber wieder nur ein Diebeshelfer, der Spießgeselle von Beutelschneidern einer untergeordneten Kategorie, die, während sich die farbigen Linien auf dem Asphalte zum pikanten Bilde zusammensetzen, sich die wenigen Schillinge oder Pence zu Gemüthe führen, welche die arglosen Gaffer bei sich tragen.
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