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Ihre Verhältnisse und ihr Geschmack sind sich einander nicht gleich. Der Herr, der dem Bedienten mit dem wonnevollen Bestreben, ihn zu erfreuen, ein Trinkgelag nach dessen Geschmack bereitet, für sein Auskommen durch eine einträgliche Bedienung sorgt, u. s. w. versetzt sich gewiß nicht dergestalt an dessen Stelle, daß er den Zustand seines Bedienten zu dem seinigen machen, folglich sich so beglückt sehen möchte, wie sein Bedienter beglückt ist. Umgekehrt, wird der Bediente, der mit dem wonnevollen Bestreben, den Herrn zu erfreuen, dessen Vermögen, dessen Ansehn, dessen Bequemlichkeit durch treue Aufwartung vermehrt, nicht daran denken, daß er die Folgen seiner Wohlthätigkeit mit ihm theilen möchte, daß der Herr gerade so glücklich seyn solle, als er für seine Person es zu seyn wünscht.
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