|
Arbeiten nicht am Platze : der bisweilen leere Stuhl ...
wieso »meine« Autorenschaft verleugnen & mich stattdessen flüchten in diese ganzen
kollaborativen Projekte?
klassischerweise würde man denken, das hätte etwas mit verdrängung zu tun, mit verleugnung vielleicht sogar - mit verblendung, blendung, schillernden nasen, blinkenden stiletten, schreibgeräten, aufschreibesystemen, spiegeln, narzißstischen kränkungen, verlassenheits-ängsten, angst vor dem tod vielleicht.
da beschäftigen sie sich lieber mal mit der systemtheorie, junger mann, höre ich einen (anderen) »Doktorvater« sagen.
diese verleugnung ist wirklich alles andere als »bescheiden« - sie zeugt von unermeßlichem größenwahn.
ich bin einer unter vielen. erkannt werden heißt sich verlieben:
man könnte das alles sicherlich auch ökonomisch deuten - oder diskursökonomisch. amen. jawohl.
...
das fahle licht auf dem arbeitsplatz. kein flutlich. eher die totale dunkelheit, erhellt nur vom fahlen wiederspiegeln des screens (bild-schirm-denken?)
in den häufungen der bücher schon allein statistisch keinen »gewinn« machen können.
alles nur wahnsinnige verlust - nicht in der diskursökonomie - sondern in der triebökonomie.
|