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Stöbers Greif, am 9.4. 2000 um 22:04:13 Uhr
Deggendorf

Georg K. aus Deggendorf (42) hängte an seinen Betriebsausflug noch einen Barbesuch an und verursachte auf dem Heimweg einen Unfall mit Blechschaden. Die Polizei nahm ihn zur Blutprobe mit auf das Revier. Hier gelang es dem Computerhändler in einem unbeobachteten Augenblick, die beiden Röhrchen mit dem Blut in seiner Sakkotasche verschwinden zu lassen. Freundlich verabschiedete er sich von den Polizisten. Vor der Wache zertrampelte er die Röhrchen auf dem Pflaster.
Als die Beamten kurz darauf das Verschwinden der Röhrchen bemerkten, war es schon zu spät: Auf der Straße vor dem Revier fanden sie nur noch die Scherben. Obwohl sie noch auf dem Pflaster herumkrochen, um Blutreste sicherzustellen, war die Mühe vergebens.
Nach acht Stunden gelang es ihnen, Georg K. wieder zu schnappen - mit immer noch 1,06 Promille. Man ermittelte gegen ihn u.a. wegen »Verstrickungs- und Verwahrungsbruch«; sein Anwalt stufte die Mitnahme der Blutproben hingegen als straflose Selbstbegünstigung ein.


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