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mcnep, am 25.5. 2006 um 14:38:23 Uhr
Gehirnzermalmung

Fall 5: Bombenleiche 63, R. A., männlich, 21 Jahre alt
(Obduzent: Prof. Gräff / Ass.–Arzt Poelmann)

BL 63: Der Kopf vollkommen zertrümmert und zerrissen. Gehirn fehlt. Zwerchfellstand rechts oberer Rand der 4., links oberer Rand der 5. Rippe.

Herz: groß, etwas schlaff, links nur mäßig kontrahiert. Im re. Herzen mäßig reichlich gerinnendes Blut, auch im li. Vorhof.

Lungen: zurückgesunken, blaß, luftkissenartig. Alveolarbläschen nicht zu erkennen. Kleinste Blutungen auf der Pleura beider Lungen. Die parietale Pleura zeigt nichts von Blutungen, insbesondere auch die paravertebrale Pleura vollkommen frei. In den Brusthöhlen kein Inhalt, Magen sehr weit. Dünndarmschlingen gebläht. Keine Blutungen auf dem Peritoneum.

Milz: Entsprechend groß, weich.

Hauptleiden: Trauma bei Minenbombe.

Todesursache: Gehirnzermalmung.

Diagnose: Vollkommene Zerfetzung des Schädels mit Fehlen des Gehirns. Blähung der Lungen. Geringe petechiale Blutungen der Lungenpleuren beiderseits. Großes kräftiges Herz mit schlaffer re. Kammer. Starke Erweiterung und Blähung des Magens.

Epikrise: Der Tod ist einwandfrei die Folge der Gehirnzermalmung durch Steinverletzung im Luftstoß. Sonstige Veränderungen in der Leiche im Sinne des Luftstoßes nicht zu erkennen.


Gräff, S. 165 (Hamburg 1948)


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