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Zeit läßt sich überdauern durch Zeitlosigkeit.
Stell dich nur gegen einen Strom:
du wirst doch eines Tages mitgerissen.
Oder schwimm mit ihm, irgendwann
ist dir das altvertraute Ufer aus der Sicht verschwunden.
Und auf dem Weg wirst du dazu von Fischen angenagt.
Besser, du stellst dich überm Fluß auf eine Brücke,
die du oder ein andrer lange vor dir schon gebaut
und schaust dem Strom in Ruhe zu, wie er so fließt.
Wirfst mal die Angel rein, mal eine Flaschenpost
oder ein paar polierte Münzen, Fisch und Kindern
und künft'gen Archäologen zur Erbauung.
Spuck ruhig auch hinein, ein Fluß, der ist geduldig.
Vergiß auf deiner sicheren Warte aber nie:
die beste Brücke, sie hält nicht auf ewig.
Einst stürzt sie ein, und dann, gemeinsam mit den Trümmern
wirst du so doch ins große Meer hinausgetrieben.
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