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Peter K., am 25.7. 2007 um 10:10:46 Uhr
Wettbewerb

»Wettbewerb« ist ein Fetisch der Wirtschafts- und Sozialordnung seit der Moderne. Es begeistert die Idee, daß in einer Art sportlichem Turnier die Siegespalme demjenigen zufalle, der sich unter transparenten Bedingungen als der objektiv Beste erwiesen haben soll. Sein Preis besteht neben der Chance zur Kapitalakkumulation in sozialem Prestige und Teilhabe an Herrschaftsstrukturen. Durch die prinzipielle Offenheit der Wettbewerbe für jederman wird schließlich eine Legitimation von Kapitalakkumulation und Herrschaft erzeugt.
Soweit also die Idee.

Das Groteske besteht jedoch darin, daß in der Realität der Sieg unter hunderten, tausenden oder gar zehntausenden von »Bewerbern« nur noch anhand von Unterschieden festzustellen ist, deren Ursache nicht mehr in objektivem Besser oder Schlechter zu erkennen ist, sondern in hohem bis ausschließlichen Maße zufallsbestimmt ist.


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