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Der Bezirk ist im Ganzen genommen nicht wasserarm; dagegen sind die lebendigen Quellen und beständig fließenden Bäche ungleich über denselben vertheilt und treten in dem östlichen Theil weit häufiger auf, als in dem westlichen und nördlichen, wo mehr periodisch fließende und in trockenen Jahrgängen nachlassende Quellen vorkommen. Mehrere Orte, wie Affstätt, Altingen, Haslach, Kayh, Nebringen, Ober-Jesingen, Ober-Jettingen, Öschelbronn und Unter-Jettingen beziehen ihr Wasser aus Pump- und Ziehbrunnen, während die übrigen neben solchen auch noch laufende Brunnen besitzen. In heißen, trockenen Sommern und sehr kalten Wintern lassen in einzelnen Orten, wie in Breitenholz, Gärtringen, Haslach, Kuppingen, Nebringen, Ober-Jesingen und Ober-Jettingen die Brunnen so sehr nach, daß die Einwohner ihr nöthiges Trinkwasser auswärts, zuweilen in namhafter Entfernung von den Wohnorten, holen müssen. Die am Fuß der Keuperterrasse gelegenen Orte sind zwar alle reichlich mit Quellwasser versehen, indessen führt das Wasser der laufenden Brunnen, beinahe regelmäßig Gypstheile, so daß dasselbe zum Kochen untauglich und zum Trinken mehr oder weniger ungesund ist, wie denn auch in den betreffenden Orten das Vorkommen des Kretinismus und des Kropfes eine Folge des Wassers zu sein scheint.
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