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Zamagna, Bernardo (gelehrter Jesuit, geb. in Ragusa am 9. November 1735, gest. daselbst 20. April 1820). Er trat 1753 im Alter von 18 Jahren in den Orden der Gesellschaft Jesu und beendete die theologischen Studien im römischen Collegium, in welchem er später den Vorsitz bei den Uebungen in der Controverse führte. Dann erhielt er das Lehramt der Redekunst in Siena und wurde nach Aufhebung seines Ordens 1773 Professor der griechischen Sprache und Literatur am Collegium in Mailand. Als aber die Franzosen Italien in Besitz nahmen, zog er sich in sein Vaterland Dalmatien zurück und blieb daselbst bis zu seinem Tode. Er schrieb mehrere Dichtungswerke, unter denen die didaktischen „Das Echo“ und „Die Luftschiffahrt“ vor allen genannt zu werden verdienen, dann zahlreiche Festgedichte und Gelegenheitsschriften. Doch weniger die genannten und andere Dichtungen Zamagna’s begründen seinen Ruhm, als vielmehr seine Meisterschaft in Uebertragung einiger griechischer Klassiker ins Lateinische. Ihre Titel sind: „Homeri Odyssea“ (Venezia et Siena 1777, Fol.); die Iliade hat sein Landsmann R. Cunich übersetzt; – „Hesiodi opera omnia cum adnotationibus ec. ec.“ (Parma 1786, Bodoni, 4°.); – „Theocriti, Moschi et Bionis Idyllia omnia“ (Parma 1784, Bodoni, 8°. und Siena 1788, 8°.) 1788, 8°.), dabei befinden sich auch sieben von R. Cunich übersetzte Idyllen: – „Echo, libri duo“ (Romae 1764, 4°.); – „Navis aera libri duo et elegiarum monobiblos“ (Roma 1768); –„Epistolae scriptae an: 1795 et 1796 ad amicos“ (Venezia [o. D.] Curti, 4°.). Zamagna zählt zu den Koryphäen der berühmten Schule lateinischer Poeten, welche zu Ragusa im 18. Jahrhunderte blühte und durch die Namen Boscovich, Cunich, Ferrich, dei Resti und Stay so glänzend vertreten ist.
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