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Freno d'Emergenza, am 21.4. 2014 um 20:24:09 Uhr
nsu

Der NSU - »Nationalsozialistischer Untergrund« - weist auf eine neuartige, progressive Strategie des Terrorismus hin: Richtete der konventionelle Terrorismus seine Anschläge vornehmlich gegen »Protagonisten« des von ihm angefeindeten »Systems«, so richtete sich der Terror der NSU gegen willkürliche, nach reiner Opportunität, wohl häufig sogar zufällig ausgewählte Angehörige aus der Gruppe seiner Gegner, die »ganz unten« in deren Hierarchie standen: nicht etwa die in Medien und - offizieller - Politik präsenten Anführer, Vertreter und Repräsentanten von Migranten wurden angegriffen - sondern der sprichwörtlich gewordene Döner-Mann von nebenan. Das ist einer der Gründe, warum diese relativ kleine Gruppierung von relativ unorganisierten und schlecht ausgebildeten jungen Leuten so lange und erfolgreich agieren konnte. Man kann zwar neben jeden Minister oder Parteivorsitzenden einen Leibwächter stellen - aber nicht neben jeden »Döner-Mann«. Das Konzept könnte auch für Terroristen anderer politischer Richtungen zukunftsweisend sein: Beamte aus der unteren Schublade der Bürgermeistereien und Landratsämter, Mitarbeiter von angefeindeten Unternehmen, einfache Parteimitglieder der Gegner usw. Ein interessantes Denkmodell !


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