|
Als Hermann's heiße, überwachte Angen den nächsten Morgen aufdämmern sahen, fühlte er sich nicht weuiger betäubt als iu der Stunde, wo er sich auf sein Lager geworfen Eiu Granen vor dem Dafein, vor der Meuschheit lag über ihm wie ein Alpdruck, u^d dazwischeu lachte es^ bitter in ihm auf. Diefer Mann , für acke Welt das Ideal von Nitterlichkeit und Nechtlichkeit, feiuem eigeneu Geifte ein Vorbild, dieser Mann , dem die erste Ingeud
- er zählte eiuuudfünfzig Jahre - längft Valet gefagt
- er war der Verführer eines jungen, dem Schntze feiner Familie anvertranten Mädchens. Und dieses Mädchen felbft - Panla felbft! Wäre ein Engel vom Himmel herniedergeftiegen, sie der Sünde zu zeihen, Hermann hätte der Anklage keinen Glanben geschenkt. Mit dem letzten Vlntstropsen hätte er Panla's Neinheit vertheidigt jeder noch so leifen Berechtigung gegenüber. Womit foute er sie jetzt verteidigen gegen das nnfelige Zengniß feiner eigenen Sinne?
|