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Er legte Wert auf körperliche Distanz. Seine Mitarbeiterinnen berührte er genau 2x im Jahr, nämlich an den jeweiligen Geburtstagen, mit demonstrativ weit ausgestrecktem Arm. Sie dankten es ihm durch unbefangene Nähe, wenn er ihnen einen Text in den Computer zu diktieren hatte, oder sie mit der Postmappe neben ihm an seinem Schreibtisch standen, nur eine Handbreit weg von ihm. Sein Büro sollte eine asexuelle Sphäre sein.
Die neue Mitarbeiterin - gleichwohl sie auf Empfehlung seiner Büroleiterin eingestellt worden war - verstieß alsbald gegen diese Regeln. Ihre Röcke wurden immer kürzer, ihre Blusen immer luftiger, ihre Bewegungen immer aufreizender, präsentierte ihre durch zwei Geburten nur verhältnismässig wenig in Mitleidenschaft gezogene Körperlichkeit immer ungenierter, leistete sich sogar zotige Witze ihm gegenüber. Ehe er es sich versah, hatte er sich darauf eingelassen, gelegentlich mit ihr zu flirten.
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