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Wer von den monströsen Zeichnungen der Indianer und von den Hieroglyphen, die sich zuweilen an ihren Denksteinen befinden, auf das von Gueß erfundene Alphabet schließen wollte, würde sich sehr täuschen. Ich war wirklich erstaunt, als ich nach langem Nachforschen das erste in der Cherokesensprache gedruckte Buch sah. Die Charaktere sind so einfach, so symmetrisch abgerundet, daß ich wirklich zweifelte, ob dieses die Erfindung eines Indianers sei. In dem Alphabet sind sechszehn englische große Buchstaben, und Gueß mag dieselben jenem „sprechenden Blatt“ entnommen haben; aber woher bekam er das große und kleine Lambda, das Rho, das kleine Beta, letzteres sogar in der doppelten Schreibweise, und das große Gamma, die wir alle in der vollendetsten Weise hier wiederfinden? Selbst das Zend und Sanskrit ist in diesem Alphabet vertreten. Ein Silbenzeichen hat große Aehnlichkeit mit einer Maultrommel, deren Zunge ausgebrochen ist, ein anderes sieht einem Korkzieher nicht unähnlich.
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