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wuming schrieb am 15.3. 2003 um 02:05:45 Uhr über

antikriegsgedichte

Karl-Alfred Wolken (geb. 1929) Blas de Otero (geh. 1930)

CHORAL VON LEIDEN ICH BITTE UM FRIEDEN UND UMS WORT

Mit dem zersplitterten Spaten, Man sagt, daß wir am Vortag stehen,
mit dem verwundeten Bein - ich sage: ich weiß nicht wo wir stehn.
man duldet's, in Blut zu waten Schattenzweige zu den Füßen, Zweige
wie Bottichen Wein. von Schatten auf des Todkampfs Balustrade.
Bei den Verstorbenen liegen
umsummt wir von Fliegen Süßes Holz des Lichts: Trauerstreifen
gestumm und getreu, des schwindenden Tags. Wir gehen.
zusammengewürfelt: Gebeine Statt die Dämmerung zu waschen, werfen
bar aller Macht, Schatten wir auf den Fächer kalter Nacht.
verstrickt ins Gemeine -
wer dort [acht, der lacht Lieber möchte ich ein schönes Dämmern
umschritten von Hunden ganz für mich alleine schaffen. Für dich:
mit gräßlichen Wunden Auf alle Fälle aber rechnet nicht damit.
und fährt aus der Schlacht. Andere kommen. Und werden sehn, was wir nicht sehn.

ich weiß nicht einmal, mit Schatten bis zum Ellenbogen,
warum wir geboren wurden, wozu wir leben.








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