Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Antikriegsgedichte«
voice recorder schrieb am 8.1. 2003 um 04:48:40 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Unbekannter mozarabischer Dichter (6.-8. jh.)
KIRCHENHYMNUS ZUR KRIEGSZEIT
Grause kriege erregt wilder barbare,
Knirschend häuft seine wut kriege auf kriege, jauchzend spritzt er umher blutige morde, Nach verwüstungen lechzt froh seine gierde.
Unaufhörlichen krieg schleudert sein tolles Zügelloses Geschlecht, spaltet die wogen Mit unzähliger @ar weiter gewässer,
Schreckt mit hartem geschoß friedliche fluren.
Ihrem schrecklichen feind wendet den rücken
Die kohorte sogar christlicher kämpfer,
Zitternd durch das gestrüpp, niedergeschlagen
Durch die schmähliche furcht flieht sie ermattet.
Ungestraft jene schar tausende quälend,
Schlachtet tausende hin grausam sie metzeind:
Die das heilige bad reinigte, dienen
Nackt am wege zum fraß scheußlichen raben.
Heilige bauten sodann, tempel des friedens
Und altäre, die Gott einzig geweiht sind,
Bricht mit jubelnder lust alle der stolze,
Plündert voller triumph alle der räuber.
Mit gefräßiger gier zehrt des barbaren
Feuer städte und dorf, freundliche häuser,
Und gefesselt entführt greise und knaben,
Witwen, gattinnen er, liebliche mädchen.
Die nur Gott sich geweiht, grausames schicksal,
13ittres schicksal beklagt weinend die jungfrau,
Die verletzung der scham schmerzet die jungfrau,
Lieber qualvollen tod wünschte die jungfrau.
Unsre sündige lust hat das gewaltige obei wahrlich verdient, heiliger schöpfer, Doch wir flehen dich an alle in demut, Deinem traurigen volk zeige die milde.
lesus, göttlicher sohn, sohn des allmächtigen, Wahre tugend, du heil, herrlich durch leiden, Friede, sichere ruh, höchste der zierden,
Sei ein gnädiger herr deinen bekennern.
Deine diener verschon um deine leiden, Dem erneuerten mut scheuche die ängste, unsern flüchtigen feind mindre und rnalme, Uns verleihe die gunst ewigen friedens.
Stete ehre und lob, ruhm sei dem Vater,
Lob in ewigkeit dir, ehre dem Sohne,
Einige ehre mit dir Heiligem Geiste,
So wie immer es war, jetzt und in ewen.
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voice recorder schrieb am 31.12. 2002 um 02:12:07 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Sagt NEIN! Mütter, sagt NEIN!
Denn, wenn ihr nicht NEIN sagt, wenn IHR nicht nein sagt, Mütter, dann:
dann:
In den lärmenden dampfdunstigen Hafenstädten werden die großen Schiffe stöhnend verstummen und wie titanische mammutskadaver wasserleichig träge gegen die toten vereinsamten Kaimauern schwanken, algen-, tang- und muschelüberwest den früher so schimmernden dröhnenden Leib, friedhöflich fischfaulig duftend, mürbe, siech, gestorben die Straßenbahnen werden wie sinnlose glanzlose glasäugige Käfige blöde verbeult und abgeblättert neben den verwirrten Stahlskeletten der Drähte und Gleise liegen, hinter morschen dachdurchlöcherten Schuppen, in verlorenen kraterzerrissenen Straßen -
eine schlammgraue dickbreiige bleierne Stille wird sich heranwälzen, gefräßig, wachsend, wird anwachsen in den Schulen und Universitäten und Schauspielhäusern, auf Sport- und Kinderspielplätzen, grausig und gierig, unaufhaltsam -
der sonnige saftige Wein wird an den verfallenen Hängen
verfaulen, der Reis wird in der verdorrten Erde vertrocknen,
die Kartoffel wird auf den brachliegenden Äckern erfrieren
und die Kühe werden ihre totsteifen Beine wie umgekippte
Melkschemel in den Himmel strecken -
neben verrosteten Pflügen hingesunken sein wie ein erschlagenes Heer, und die qualmenden Ziegeischornsteine, die Essen und die Schlote der stampfenden Fabriken werden, vom ewigen Gras zugedeckt, zerbröckeln - zerbröckeln - zer-
bröckeln -
dann wird der letzte Mensch, mit zerfetzten Gedärmen und verpesteter Lunge, antwortlos und einsam unter der giftig glühenden Sonne und unter wankenden Gestirnen umherirren, einsam zwischen den unübersehbaren Massengräbern und den kalten Götzen der gigantischen betonklotzigen verödeten Städte, der letzte Mensch, dürr, wahnsinnig, lästernd, klagend - und seine furchtbare Klage: WARUM? wird ungehört in der Steppe verrinnen, durch die geborstenen Ruinen wehen, versickern im Schutt der Kirchen, gegen Hochbunker klatschen, in Blutlachen fallen, ungehört, antwortlos, letzter
Tierschrei des letzten Tieres Mensch -
all dieses wird eintreffen, morgen, morgen vielleicht, viel-
leicht heute nacht schon, vielleicht heute nacht, wenn - wenn - - wenn ihr nicht NEIN sagt.
in den Instituten werden die genialen Erfindungen der großen
Ärzte sauer werden, verrotten, pilzig verschimmeln -
in den Köchen, Kammern und Kellern, in den Kühlhäusern
und Speichern werden die letzten Säcke Mehl, die letzten
Gläser Erdbeeren, Kürbis und Kirschsaft verkommen - das
Brot unter den umgestürzten Tischen und auf zersplitterten
Tellern grün werden und die ausgelaufene Butter wird
stinken wie Schmierseife, das Korn auf den Feldern wird
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voice recorder schrieb am 24.1. 2003 um 17:10:54 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Georg Trakl (1887-1914)
ABENDLAND
1914-1945
Else Lasker-Schüler in Verehrung
Ihr großen Städte
Steinern aufgebaut
In der Ebene!
So sprachlos folgt
Der Heimatlose
Mit dunkler Stirne dem Wind,
Kahlen Bäumen am Hügel.
Ihr weithin dämmernden Ströme!
Gewaltig ängstet
Schaurige Abendröte
Im Sturmgewölk,
Ihr sterbenden Völker!
Bleiche Woge
Zerschellend am Strande der Nacht, Wallace Stevens Anna Achmatowa lean Marc Bernard
Fallende Sterne. Pavlo Tycyna
Charles Hamilton Sorley Lion Feuchtwanger Gottfried Benn
G@zaGy6ni WilfredOwen StefanZweig CarlSandburg KarIKraus
ErichMühsam ErnstToller BertoltBrecht SiegfriedSassoon
RicardaHuch KurtTucholsk@/ OskarLoerke ElseLasker-Schüler
Klabund Majkjohansen johannesR.Becher WalterMehring
PaulEluard ErichKästner HermannBroch Andr(eBreton
jaro51avSeifert RafaeiAlberti Pab]oNeruda WystanHughAuden
PaulCelan MiguelHernandez KuanChao
UnbekannterjapanischerSoldat MarnixVanGavere jeancocteau
FraozWerfel HenriMichaux StephenSpender YvanGoll
LouisAragon jeanfollain MaxHerrmann-Neisse WalterMeckaueT
GabrielaMistral AlbrechtGoes Franti@ekHalas DämasoAlonso
CecilDayLewis DionisioRidruejo PierreEmmanuel
RoyMcFadden FriedrichHagen JacquesPr@vert WilhelmLehmann
SinaidaRosen AlbrechtHaushofer AlfonsoGat"o RudolfHagelstange
MenelaosLudeniis HermannAdier JosefK.Mrosik
SiegfriedEinstein BernhardSeeger KarIKrolow
Hermann Hesse Werner Ber@engrL;en
90
voice recorder schrieb am 26.1. 2003 um 17:53:22 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
prioritätsprichtununterbrochenmitkriegsgegnern
kriegsgegenerbesetzensämtlichestudios
Von vergessenen Tränen,
Unsere Augen
Verdunkelt vom täglichen Anblick der Schmach,
Ein eiserner Ring
Erdrückt unsere Kehle,
Die einstens lobsang die Schönheit der Weit.
Wir können nicht reden,
Wir können nur stöhnen.
Wie die Vögel im Sturm
Gesträubten Gefieders
Niedergeduckt
Wärmen wir uns
Einer am andern,
Aber wir ballen die Fäuste,
Daß das Blut uns rot aus den Nägeln springt.
Er aber,
Trunken von Blut,
Frech von der Mast
Heiliger Menschen,
Räkelt sich breit
Auf der ewigen Erde,
Vom Morgen bis Mittag
Liegt er hingestreckt,
Zermalmend die Äcker,
Zerberstend die Wälder,
Zerdrückend die Städte,
Der Menschenschlinger
Und lacht
Mit dem kalten Auge, dem tränenlosen
In die Himmel,
Wo die Götter, die schläfrigen, schlafen und schlafen.
Aber hüte dich, Polyphem!
Es brennen heimlich
Die Feuer der Rache
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in unseren Seelen.
Der Atem der -rote" @a@t sie zur Glut.
Schon schmieden
Wir nächtl@ den Pfahl,
Den Pfahl für dein Auge,
Das harte, das kalte, das tränenlose!
Hüte dich, hüte dich, polypheni,
Schon schärfen wir
Die Spitze im Feuerl
Friss nur, saufe, niäste dich an,
polyphern,
Doch wenn du dann träumst VOM ewigen Fraße,
Stoßen wir dir die Nacht in die Stirn,
nd des Grauens
Und aus der Höhle des Bluts u
Schreiten
Wir, Brüder der Völker, Brüder der Zeiten, Ober deine stinkende Leiche in die ewigen Himmel der Weit.
Carl Sandburg (geh. 1878)
GRAS
HÄUFT Berge von Leibern bei Austerlitz und Waterloo,
Grabt sie ein und laßt mich arbeiten - ich bin das Gras. ich decke zu.
Häuft Berge bei Gettysburg,
Häuft Berge bei Ypern und Verdun. Grabt sie ein und laßt mich arbeiten.
Zwei Jahre, zehn Jahre, und Reisende fragen den Kundigen:
Was war hier los? Wo sind wir hier? ich bin das GrasLaßt mich arbeiten.
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voice recorder schrieb am 7.2. 2003 um 02:24:27 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Und der Forscher durch seine Instrumente die unmenschlichen Provinzen betrachtet, die Virusbazillen oder
Jupiter, gewaltig vollendet:
,Aber das Leben meiner Freunde. Ich frage, ich frage.'
Und die Armen in ihren kalten Wohnungen lassen die Zeitung Fallen: "Unsere Tage sind verloren. 0 zeigt uns
Geschichte, die handelnde Kraft,
Die Ordnerin, Zeit, den erfrischenden Fluß.-
Und die Nationen tun alle Schreie zusammen, rufen das Leben,
Das den Leibern der Einzelnen Gestalt gibt und die privaten
Nächtlichen Schrecken beordert:
,schufest du nicht die Städte ähnlich wie Schwämme
"Und die weiten kriegerischen Räume des Hais
Und des Tigers, und nicht die muntere Sphäre der Vögel?
Intervenierei 0 komme herab als Taube,
Als zorniger Vater oder freundlicher Techniker: Doch kommell
Und das Leben, wenn Oberhaupt es erwidert, spricht aus Den Augen und Lungen, den Läden und Plätzen der Stadt:
"0 nein, ich bin nicht der Beweger,
Nicht heute, nicht für euch, Für euch bin ich
,Der Ja-Sager, der Bar-Freund, der leicht zu Betrügende: Ich bin was immer ihr tut; ich bin euer Vorsatz Zum Gutsein, euer lustiges Buch;
Ich bin eure Stimme im Amt. Ich bin eure Ehe.
,Was schlagt ihr vor? Die Gerechte Stadt zu erbauen? Ich will es. Ich stimme zu. Selbstmord-Entschluß? Den Romantischen Tod? Ich Stimme zu, denn
Ich bin eure Wahl, eure Entscheidung: ja, ich bin Spanien.-
Viele haben es auf entfernten Halbinseln gehört, Auf schläfrigen Ebenen, in den entlegenen Nestern,
In dem korrupten Herzen der Stadt,
Und wanderten hin wie Möwen oder wie BlÜtenstaub,
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Wie Zapfen hafteten sie an dem langen Expreß,
Der die unrechten Länder durchfuhr, die Nacht und die Tunnel;
Sie strömten über das Wasser;
Durchquerten die Pässe: sie kamen und boten ihr Leben.
Auf jener dürren Ebene, jenem Afrika abgetrennten,
So grob ans erfinderische Europa geflickten Gebiet,
jener flußdurchschnittenen Tafel
Sind unsre Fiebergespenster genau und lebendig.
Morgen, vielleicht, die Zukunft: die Untersuchung der Müdigkeit
Und die Bewegungen der Packer, die allmähliche Erforschung
Aller Nuancen der Strahlung;
Morgen die Erweiterung des Bewußtseins durch Diät und Atmung.
Morgen die Wiederentdeckung der romantischen Liebe;
Das Photographieren von Verbrechen; all jener Spaß
Unter dem mächtigen Schatten der Freiheit;
Morgen die Stunde des Zeremonienmeisters und der Konzerte.
Morgen: die Jugend, die Dichter berstend wie Bomben,
Die Wege am See, die Winter vollkommener Freundschaft;
Morgen: am Sommerabend
Die Radrennen in der Vorstadt; doch heute: der Kampf.
Heute das unvermeidliche Wachsen der Todes-
Chance; die bewußte Hinnahme der Schuld als Mörder;
Heute die Verschwendung von Kräften
In Aufsätzen für den Tag, die öde Versammlung.
Heute der Trostersatz; die geteilte Zigarette;
Die Karten im kerzenerleuchteten Schuppen, der heisere
Sänger, die männlichen Witze; der Abschied,
Linkisch und nicht erfreulich, vor der Verwundung.
Die Sterne sind tot; die Tiere schauen nicht her:
Wir sind allein mit dem Tag und die Zeit ist kurz,
Und die Geschichte sagt vielleicht Ach
Zu den Besiegten, doch kann nicht verzeihn oder helfen.
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voice recorder schrieb am 19.1. 2003 um 03:52:06 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Matthias Claudius (1740-1815)
KRIEGSLIED
s ist Krieg! 's ist Krieg! 0 Gottes Engel wehre
Und rede du darein!
's ist leider Krieg - und ich begehre
Nicht schuld daran zu sein!
Was sollt ich machen, wenn im Schlaf mit Grämen
Und blutig, bleich und blaß
Die Geister der Erschlagenen zu mir kämen
Und vor mir weinten, was?
Wenn wackre Männer, die sich Ehre suchten,
Verstümmelt und halbtot
Im Statib sich vor mir wälzten und mir flucliten
In ihrer Todesnot?
Wenn tausend, tausend Väter, Mütter, Bräute,
So glücklicti vor dem Krieg,
Nun alle elend, alle arme Leute,
Wehklagen über mich?
Wenn Hunger, böse Seuch und ihre Nöten
Freund, Freund und Feind ins Grab
Versammelten, und mir zu Ihren kräliten
Von einer Leich herab!
Was hülf mir Kron und Land und Gold und Ehre?
Die könnten mich nicht freun!
Is ist leider Krieg - Lind ich begehre
Nicht schuld daran zu sein!
Christoph August Tiedge (1752-1841)
ELEGIE AUF DEM SCHLACHTFELD BEI KUNERSDORF
Nacht umfängt den Wald. Von jenen Hügeln
Stieg der Tag ins Abendland hinab;
Blumen schlafen, und die Sterne spiegeln
In den Seen ihren Frieden ab.
Mich laßt hier in dieses Waldes Schauern,
Wo der Fichtenschatten mich verbirgt;
Hier soll einsam meine Seele trauern
Um die Menschheit, die der Wahn erwürgt.
Drängt euch um mich her, ihr Fichtenbäurne! Hüllt mich ein wie eine tiefe Gruft!
Seufzend, wie das Atmen schwerer YTä'ümla, Weh' um mich die Stimme dieser Luft. Hier an dieses Hügels dunkler Spitze Schwebt, wie Geisterwandeln, banges Grauen, Hier, hier will ich vom bemoosten Sitze jene Schädetstätten überschauen.
0 sie können sich nicht mehr verdammen,
Die hier ruhn; sie ruhen Hand in Hand.
Ihre Seelen gingen ja zusammen,
Gingen über in ein Friedensiand.
Haben gern einander dort erwidert,
Was die Liebe gibt und Lieb' erhält;
Nur der Sinn der Menschen, noch entbrüdert, Weist den Himmel weg aus dieser Weit.
Dort das Dörfchen unter Weidenbäumen.
Seine Väter sahn die grause Schlacht:
0 sie schlafen ruhig und verträumen
In den Gräbern jene Flammennacht!
Vor den Hütten, die der Asch' entstiegen,
Ragt der alte Kirchenturm empor,
Hält in seinen narbenvollen Zögen
Seine Weit noch unsern Tagen vor.
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solarschule schrieb am 11.2. 2003 um 03:35:22 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Kuan Chao
ANSPRACHE AN EINEN TOTEN SOLDATEN
DES MARSCHALLS TSCHIANG KAI-SCHEK
Der Marsch in die vier Windrichtungen
Ist für dich zu Ende. Jetzt liegst du
Zwischen vier Fichtenbrettern.
Durch die sehr große Großmut deines Korporals
Trägst du noch immer
Deine sehr dünne Uniform.
Der Korporal nahm einen langen Spaten.
Der Feldwebel griff nach einer Waffe.
Vier Kameraden hoben dich auf.
Ihre Gesichter sind mürrisch
Obwohl du doch leicht bist:
Haut und Knochen.
Wenn der Zug vor der Stadt ist
Ladet der Feldwebel sein Gewehr
Und der Korporal reicht den Trägern den Spaten.
Und der Korporal, er setzt sich an den Abhang.
Ans Verhökern ihrer Reisrationen denkt er.
Das wird Fleisch und Branntwein für ihn geben.
Und der Feldwebel, überm Abiiang
Sein Gewehr hält er im Anschlag.
Doch die Viere graben schwitzend
Ein Erdloch so lang wie du groß bist.
Und sie loben sich den vom siebten Zug
Den man kurzerhand in den Fluß warf
Daß er von alleine wegtrieb, ohne Hilfe.
Und so liegst du, rechts und links die Kameraden
Kameraden unter dir und Kameraden
Bald auch über dir. Und in paar Wochen
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Graben Wind und Regen eure Knochen aus, und die ihr
Auf die Freiheit wartetet ein kurzes Leben
Die ihr hier nicht liegen wolltet, liebe Freunde
Kommen werden dann die wilden Hunde, welche
Weg von hier euch tragen werden.
Von einem japanischen Soldaten
AUF DEM SCHLACHTFELD
Wenn ich denke:
Blutentstellte Tote,
Die ihr meine Feinde war't,
Auch in eurer Heimat
Weinen Eltern,
Blutentstellte Tote,
Die ihr meine Feinde war'tl
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