Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 226, davon 225 (99,56%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 58 positiv bewertete (25,66%)
Durchschnittliche Textlänge 1618 Zeichen
Durchschnittliche Bewertung 0,327 Punkte, 157 Texte unbewertet.
Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 23.12. 2002 um 01:10:09 Uhr schrieb
sans papiers über antikriegsgedichte
Der neuste Text am 11.11. 2024 um 07:06:59 Uhr schrieb
Gerhard über antikriegsgedichte
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 157)

am 27.6. 2003 um 22:56:51 Uhr schrieb
Strassburger, Joakim über antikriegsgedichte

am 27.2. 2003 um 23:43:19 Uhr schrieb
solarschule über antikriegsgedichte

am 13.2. 2003 um 03:07:14 Uhr schrieb
solarschule über antikriegsgedichte

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Antikriegsgedichte«

voice recorder schrieb am 24.1. 2003 um 17:10:54 Uhr zu

antikriegsgedichte

Bewertung: 5 Punkt(e)

Georg Trakl (1887-1914)

ABENDLAND

1914-1945
Else Lasker-Schüler in Verehrung

Ihr großen Städte
Steinern aufgebaut
In der Ebene!
So sprachlos folgt
Der Heimatlose
Mit dunkler Stirne dem Wind,
Kahlen Bäumen am Hügel.

Ihr weithin dämmernden Ströme!

Gewaltig ängstet

Schaurige Abendröte

Im Sturmgewölk,

Ihr sterbenden Völker!

Bleiche Woge

Zerschellend am Strande der Nacht, Wallace Stevens Anna Achmatowa lean Marc Bernard
Fallende Sterne. Pavlo Tycyna
Charles Hamilton Sorley Lion Feuchtwanger Gottfried Benn

G@zaGy6ni WilfredOwen StefanZweig CarlSandburg KarIKraus

ErichMühsam ErnstToller BertoltBrecht SiegfriedSassoon
RicardaHuch KurtTucholsk@/ OskarLoerke ElseLasker-Schüler
Klabund Majkjohansen johannesR.Becher WalterMehring

PaulEluard ErichKästner HermannBroch Andr(eBreton
jaro51avSeifert RafaeiAlberti Pab]oNeruda WystanHughAuden

PaulCelan MiguelHernandez KuanChao
UnbekannterjapanischerSoldat MarnixVanGavere jeancocteau
FraozWerfel HenriMichaux StephenSpender YvanGoll
LouisAragon jeanfollain MaxHerrmann-Neisse WalterMeckaueT

GabrielaMistral AlbrechtGoes Franti@ekHalas DämasoAlonso

CecilDayLewis DionisioRidruejo PierreEmmanuel
RoyMcFadden FriedrichHagen JacquesPr@vert WilhelmLehmann
SinaidaRosen AlbrechtHaushofer AlfonsoGat"o RudolfHagelstange

MenelaosLudeniis HermannAdier JosefK.Mrosik
SiegfriedEinstein BernhardSeeger KarIKrolow
Hermann Hesse Werner Ber@engrL;en

90

voice recorder schrieb am 4.2. 2003 um 03:15:06 Uhr zu

antikriegsgedichte

Bewertung: 2 Punkt(e)

Und die Krüppel gruben ihre Kameraden ein.
So zogen wir herrlichen Zeiten entgegen,
Um drei Millionen Tote in das Massengrab zu legen,
in der schönen, in der neuen, in der schönen, in der neuen, In der schönen, neuen, grauen Felduniform.

Rezitativ:
Aber im Jahre des Heils 1918 geschah es, daß die Generale sprachen: Die Partie ist verloren. Da liefen die Bürger zum Feinde und bettelten: Frieden! Da revoltierte das Volk und die Matrosen und das ganze Heer: Her mit den Schuldigen! Aber die Herren sprachen und antworteten nicht mehr.

Chor:
Die roten Fahnen in Prothesen,
So zogen wir zum Schlosse ein.
Die Lungen, kaum von Gas genesen,
Die konnten nicht mehr Freiheit schrein -
So kamen sie, den Weg zu sperren,
So hat die Heimat uns bekriegt,
Der Krieg besiegte unsere Herren, Das Vaterland hat uns besiegt!

Rezitativ:
Da erschien der Feind und sprach: Ihr müßt zahlen! Aber da war alles Gold gewandelt zu Papier. Da besetzte der Feind das Land und sprach zum zweiten Male:

ihr müßt zahlen! und da waren alle Nahrung, alle Kleidung gewandelt u Papier. Und alles Volk litt Hunge,qualen. Da erschienz@n die Herren der Feinde und die Herren der Heimat Hand in Hand und sprachen zum Volke,: ihr rnüßt

zahlen. Zahlen müßt Ihr!

Chor:
Da fuhren die fremden Valuten,
Die toten Stationen durchbrausend,
Von Schiebern geschoben, geplündert,
Und wuchsen papieren die Fluten,
Und der Dollar sprang hundert und tausend Millionen, Milliarden,
Sprang zur Billion.

Rezitativ:

Und soweit der Hunger reichte und so hoch der Dollar stand, Bedeckte öde und Inflation das Land.

Chor:
Da fuhren mit Notenmaschinen
Die Völker der Erde auf Reisen,
Da fuhren auf toten Geleisen
Waggons voll verschobener schienen,

Rezitativ:
Da hielt der Zug, wo hoch der Dollar schien, Da stieg der Mann aus, denn da lag Berlin.







143
142

voice recorder schrieb am 31.1. 2003 um 14:16:42 Uhr zu

antikriegsgedichte

Bewertung: 2 Punkt(e)

15

Und wenn sie durch die Dörfer ziehn Waren alle Weiber da

Die Bäume verneigten sich, Vollmond schien Und alles schrie hurra.
16
Mit Tschindrara und Wiedersehn!
Und Weib und Hund und Pfaff! Und mitten drin der tote Soldat Wie ein besoffner Aff. 17

Und wenn sie durch die Dörfer ziehn
Kommt's, daß ihn keiner sah
So viele waren herum um ihn
Mit Tschindra und Hurra.
18

So viele tanzten und johlten um ihn Daß ihn keiner sah.

Man konnte ihn einzig von oben noch sehn Und da sind nur Sterne da.
19

Die Sterne sind nicht immer da Es kommt ein Morgenrot.
Doch der Soldat, so wie er's gelernt Zieht in den Heldentod.

Wilfred Owen (1893-1918)
ROTE LIPPEN
Rote Lippen sind nicht so rot
Wie diese Stellen an Steinen, die die Englände
Der Liebenden zartes Beisammensein
Scheint Schande neben dieser Liebe rein.
Liebste, dein Auge ladet nicht mehr ein
Wenn ich die Augen seii, an meiner Statt ve

Dein Körper, der zart sprießt,
Bebt nicht so zart, wie Glieder dolchgespießt
Die rollen, rollen außer Rand und Band
Von Gott nicht mehr erkannt,
Bis ihrer Liebe Brand
in letzter Brüchigkeit des Todes schließt.

Dein Mund singt nicht so schön,
Ob er auch raunt wie Wind in Giebelhöhn.

Er ist n icht wunderbar
Nicht zart und abendklar

n unhörbar)

Wie ihre Lippen (uns nu
Seit Erde stopft der Munde Notgestöhn-

Herz, du warst niemals heiß:
Nicht groß, voll, wie ein Herz voll heißen Bleis.
ist blaß auch deine Hand
Blasser ich fand
Sie, die dein Kreuz durch Hagel tragen und Brand.
Wein, du darfst -einen, denn du rührst nicht ihren Kreis.
r küßten im Tod.



riobt.








114 115

voice recorder schrieb am 19.1. 2003 um 03:47:45 Uhr zu

antikriegsgedichte

Bewertung: 3 Punkt(e)

Lodernd fiel um ihn das Dorf zusammen: Aber ruhig wie der große Sinn
Seiner Stiftung sah er auf die Flammen
Der umringenden Verwüstung hin.
Finster blickt er, von der Nacht umgrauet
Und von Mondesanblick halb erliellt,
Ober diesen Hügel und beschauet
Wie ein dunkler Geist das Leichenfeld.

Hier der See und dort des Stromes Fluten
Spiegelten zurück das Todesschwert,
Dieser Himmel sah das Opfer bluten,
Dieser Hügel war ein Opferherd;
Hier im Bach hat Menschenblut geflossen,
Wo der Halm im tvionde zuckend nickt,
Hat vielleicht ein Auge, halb geschlossen,
Nach der Heimatgegend hingeblickt.

War es Klang von einer fernen Quelle, Was so dumpf zu meinem Herzen sprach? oder schwebt Geseufz um jede Stelle, Wo ein Herz, ein Herz voll Liebe brach? ist es Wandeln einer düstern Trauer, Was am Sumpf dem Hagebusch entrauscht, Und nun schweigt und wie ein dunkelgrauer Nebelstreif im Nachtgeflüster lauscht?

Dieser Staub am Wege hing um Seelen.
Wo ich trete, stäubt vielleicht ein Herz.
Gott! und hier aus diesen Augenhöhlen
Starrete zu dir hinauf der Schmerz.
Welch ein Anblick! Hieher, Volksregierer,
Hier, bei dem verwitterten Gebein,
Schwöre, deinem Volk ein sanfter Führer,
Deiner Welt ein Friedensgott zu sein.


64

dich nach Ruhme dürstet!
Hier schau her, wenn
Zähle diese Schädel, völkerhirt, vor dem Ernste, der dein Haupt entfürstet in die Stiile niederlegen wird.
Laß im Traum das Leben dich umwimmern, Das hier unterging in starres Graun! Ist es denn so herrlich, sich mit Trümmern in die Weitgeschichte einzubaun?

Einen Lorbeerkranz verschmähn, ist edel! Mehr als Heidenruhm ist menschenglück! Ein bekränztes Haupt wird auch zum Schädel Und der Lorbeerkranz zum Rasenstück. Cäsar fiel an einem dunklen Tage Ab vom Leben wie entstürmtes Laub, Friedrich liegt im engen Sarkophage, Alexander ist ein wenig Staub.

Fließt das Leben auch aus einer Quelle, Die durch hochbekränzte Tage rinnt: irgendwo erscheint die dunkle Stelle, Wo das Leben stillesteht und sinnt. Katharinens Lorbeertaten zögen Gern verhüllt den Lethestrom hinab; Bessre retten ihre Gruft und legen Sanftre Kronen nieder auf ihr Grab.

Dort, dort unten, wo zur letzten Krümrne
Wie ein Strahl der Lebensweg sich bricht,
Tönet eine feierliche Stimme,
Die dem Wandrer dumpf entgegenspricht:
Was nicht rein ist, wird in Nacht verschwinden, Des Verwüsters Hand ist ausgestreckt, und die Wahrheit wird den Menschen finden, Ob ihn Dunkel oder Glanz verstecktl


65

toschibar schrieb am 30.12. 2002 um 23:51:24 Uhr zu

antikriegsgedichte

Bewertung: 2 Punkt(e)

Der unmenschliche Feind rollt tosend
ein in unser schönes Land.
Ich, ein kleines Reh liebkosend,
mit der Waffe in der Hand.

Der Feind rückt näher, bis zur Furt,
ich muss flüchten, weiß nicht wie.
Das Reh ist gehbehindert von Geburt.
Kanns nicht tragen, habs im Knie.

Steh´ dem Feind fast Aug´ in Auge,
Das Reh, das Reh, es fürchtet sich.
Von der Stirn rinnt mir die Lauge,
und ich weine bitterlich.

Das Reh dem Feinde überlassen? Nein!
Es zerbräche mir das Herz.
Das Reh: »Gemeinsam Warten auf Freund Hein?«
Ich: »Das war hoffentlich ein Scherz.«

Und so kams wie´s kommen sollte:
als der Panzer lauter grollte.
hab ich mich voll Angst verpisst,
und das Reh gilt als vermisst.

voice recorder schrieb am 26.1. 2003 um 17:49:25 Uhr zu

antikriegsgedichte

Bewertung: 2 Punkt(e)

prioritätsprichtununterbrochenmitkriegsgegnern

kriegsgegenerbesetzensämtlichestudios

Wallace Stevens (1879-1955) GEGENSÄTZLICHE THESEN (1)
Der Weinstock trägt der Trauben Schmelz. Vor meiner Tür geht ein Soldat.

Der Bienenstock ist wabenschwer. Vor meiner Tür, vor meiner Tür.

An Domen schwärmen Seraphim Und Heil'ge, strahlend im Ornat.

Vor meiner Tür, vor meiner Tür.
Die Schatten schwinden rings am Haus.

Und wieder wird das Haus so öd. Schweflichte Sonne füllt es aus.

Vor meiner ... Blut versehrt die Saat. Vor meiner Tür stelzt ein Soldat.





Anna A. Achmatowa (geh. 1888)

2. AUGUST 1914

Des Wacholderdufts süße Herbe
Steigt aus brennender Wälder Schoß.
Witwenjammer im Dorf will nicht sterben.
Die Soldatenfraun klagen ihr Los.

Daß der Himmel uns Regen schenkte, Schrie manch Bittgottesdienst ins Blau: Aber rote Feuchtigkeit tränkte jetzt warm die zertretene Au.

Leere, niedrige Himmel weilen,
Doch des Betenden Stimme schwand .
Deinen heiligen Leib sie zerteilen
Und sie w(irfeln um Dein Gewand.

03

voice recorder schrieb am 4.2. 2003 um 03:24:42 Uhr zu

antikriegsgedichte

Bewertung: 1 Punkt(e)

Johannes R. Becher (1891-1958) Walter Mehring (geh. 1896)

Aus dem GROSSEN SONETT', 11 und 111 0gA TORILIM VON KRI,-G, FRIED,-N LJND INFLA TION

Rezitativ:
Es fragt am Chemin des Dames und fragt in den Masuren,
Die Welle fragt, es fragt am tiefen Meeresgrund, So begann es: im Jahre des Herrn 1914 schien des
Das Dickicht fragt, wo längst verloren sind die Spuren, Wohlstands kein Ende und Mehrwert lohnte die
Voll schwarzer Erde fragt darunter Mund an Mund. Herren in solchem Überfluß, daß sie sprachen:
Unsere Kräfte erlahmen, und es sprach das Militär:
In den Ardennen fragt's, es fragen die Karpathen,
\Ion Alpenwiesen her, blau blüht dort Enzian, Man achtet unsrer nicht mehr.
Es fragen die Armeen gefallener Soldaten, Amenl
Sie schaun in jedes Haus und schaun dich fragend an. Chor:

Es ist der Tag, da hörst du nur die eine Frag" So zogen wir mit der eisernen Ration,
um im Stahlbad vom Wohlstand zu gesunden -
Es fragt, es fragt herauf durch die vergangnen Tage, So zogen wir, von der Mordkommission
Es fragt, und fragend geht es Stadt und Dorf entlang. Zum Erschießen tauglich befunden -
Sie rufen einzeln jetzt und rufen laut in Chören: So zogen wir durch das Brandenburger Tor
"Wir hören, Brüder, euchl Laßt eure Antwort hörenl' Mit Haubitzen, mit Tanks und Granaten -
Es fragt, begleitet wie von hellem Hörnerklang. So zogen aus allen Winkeln von Europa hervor
Soldaten - Soldaten - Soldaten.
So stampfte ein Erdteil in gleichem Schritt und Tritt
Die Toten fragen nicht nach Messen und Paraden. Und es zogen Seuchen, Mord und Hunger mit uns mit -
Denn dafür fielen sie ja auf dem Schlachtfeld nicht. in der schönen, in der neuen, in der schönen, in der neuen
Es ist, als wären wir von ihnen vorgeladen, In der schönen, neuen, grauen Felduniform.
Die Toten standen auf und halten heut Gericht. Rezitativ:
Da jammerten die 13ürger, wir gaben Gold für
Ein General tritt vor und spricht von "Heldenehren', Eisen, aber die Herren antworteten: Gott wird es Euch
Ein Dichter will, umsonst, die Frage nicht verstehn, tausendfach vergelten und die Feinde es heimzahlen
Ein Denker will sogar die Toten noch belehren, milliardenfach. Da weinten alle Mütter: Unsere
Ein Richter will, umsonst, die Toten hintergehn. Männer sind erschossen, unsere Kinder sterben unterernährt!
Ein Spekulant erklärt: ihr habt noch nachzuzahlen Aber die Herren antworten: wir liefernl Da begehrte
Für jeden Namen, der auf unsern Ehrenmalen das Volk auf: Wie lange noch? Aber der Kaiser antwortete:
Verzeichnet ist und dort, dort ewig weiterlebtf' Bis mir Gott den Endsieg beschert.

Da ruft es allerorts: Wieviel habt, ungelogen, Chor:
Ihr Herren schon bisher aus uns Gewinn gezogen?! So zogen wir Helden, auch das Frontschwein genannt,
Die Rechnung her, damit ihr Rechenschaft uns gebt!- in die Siegfriedstellung ein.
Des Kaisers Rock verwanzt und die Lungen gasverbrarint,
140

141

Einige zufällige Stichwörter

Pimmelschwätzer
Erstellt am 29.12. 2003 um 08:02:38 Uhr von ., enthält 14 Texte

Ungeheuer
Erstellt am 19.2. 2000 um 22:31:38 Uhr von StonedFlor, enthält 27 Texte

Fleischbeschau
Erstellt am 11.8. 2005 um 13:58:37 Uhr von mcnep, enthält 25 Texte

Katja
Erstellt am 27.5. 2001 um 15:40:13 Uhr von Daniel Reuland, enthält 68 Texte

Blasterbekanntschaft
Erstellt am 17.2. 2003 um 09:05:30 Uhr von mod, enthält 10 Texte


Der Assoziations-Blaster ist ein Projekt vom Assoziations-Blaster-Team (Alvar C.H. Freude und Dragan Espenschied) | 0,0762 Sek.