Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 226, davon 225 (99,56%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 58 positiv bewertete (25,66%)
Durchschnittliche Textlänge 1618 Zeichen
Durchschnittliche Bewertung 0,327 Punkte, 157 Texte unbewertet.
Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 23.12. 2002 um 01:10:09 Uhr schrieb
sans papiers über antikriegsgedichte
Der neuste Text am 11.11. 2024 um 07:06:59 Uhr schrieb
Gerhard über antikriegsgedichte
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 157)

am 12.1. 2003 um 04:20:27 Uhr schrieb
voice recorder über antikriegsgedichte

am 2.1. 2003 um 06:58:24 Uhr schrieb
vocie rec über antikriegsgedichte

am 6.3. 2003 um 03:56:26 Uhr schrieb
solarschule über antikriegsgedichte

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Antikriegsgedichte«

voice recorder schrieb am 31.12. 2002 um 02:12:07 Uhr zu

antikriegsgedichte

Bewertung: 3 Punkt(e)

Sagt NEIN! Mütter, sagt NEIN!
Denn, wenn ihr nicht NEIN sagt, wenn IHR nicht nein sagt, Mütter, dann:
dann:

In den lärmenden dampfdunstigen Hafenstädten werden die großen Schiffe stöhnend verstummen und wie titanische mammutskadaver wasserleichig träge gegen die toten vereinsamten Kaimauern schwanken, algen-, tang- und muschelüberwest den früher so schimmernden dröhnenden Leib, friedhöflich fischfaulig duftend, mürbe, siech, gestorben die Straßenbahnen werden wie sinnlose glanzlose glasäugige Käfige blöde verbeult und abgeblättert neben den verwirrten Stahlskeletten der Drähte und Gleise liegen, hinter morschen dachdurchlöcherten Schuppen, in verlorenen kraterzerrissenen Straßen -
eine schlammgraue dickbreiige bleierne Stille wird sich heranwälzen, gefräßig, wachsend, wird anwachsen in den Schulen und Universitäten und Schauspielhäusern, auf Sport- und Kinderspielplätzen, grausig und gierig, unaufhaltsam -

der sonnige saftige Wein wird an den verfallenen Hängen
verfaulen, der Reis wird in der verdorrten Erde vertrocknen,
die Kartoffel wird auf den brachliegenden Äckern erfrieren
und die Kühe werden ihre totsteifen Beine wie umgekippte
Melkschemel in den Himmel strecken -

neben verrosteten Pflügen hingesunken sein wie ein erschlagenes Heer, und die qualmenden Ziegeischornsteine, die Essen und die Schlote der stampfenden Fabriken werden, vom ewigen Gras zugedeckt, zerbröckeln - zerbröckeln - zer-

bröckeln -

dann wird der letzte Mensch, mit zerfetzten Gedärmen und verpesteter Lunge, antwortlos und einsam unter der giftig glühenden Sonne und unter wankenden Gestirnen umherirren, einsam zwischen den unübersehbaren Massengräbern und den kalten Götzen der gigantischen betonklotzigen verödeten Städte, der letzte Mensch, dürr, wahnsinnig, lästernd, klagend - und seine furchtbare Klage: WARUM? wird ungehört in der Steppe verrinnen, durch die geborstenen Ruinen wehen, versickern im Schutt der Kirchen, gegen Hochbunker klatschen, in Blutlachen fallen, ungehört, antwortlos, letzter

Tierschrei des letzten Tieres Mensch -
all dieses wird eintreffen, morgen, morgen vielleicht, viel-

leicht heute nacht schon, vielleicht heute nacht, wenn - wenn - - wenn ihr nicht NEIN sagt.








in den Instituten werden die genialen Erfindungen der großen
Ärzte sauer werden, verrotten, pilzig verschimmeln -
in den Köchen, Kammern und Kellern, in den Kühlhäusern
und Speichern werden die letzten Säcke Mehl, die letzten
Gläser Erdbeeren, Kürbis und Kirschsaft verkommen - das
Brot unter den umgestürzten Tischen und auf zersplitterten
Tellern grün werden und die ausgelaufene Butter wird
stinken wie Schmierseife, das Korn auf den Feldern wird

325
324

voice recorder schrieb am 24.1. 2003 um 17:10:54 Uhr zu

antikriegsgedichte

Bewertung: 5 Punkt(e)

Georg Trakl (1887-1914)

ABENDLAND

1914-1945
Else Lasker-Schüler in Verehrung

Ihr großen Städte
Steinern aufgebaut
In der Ebene!
So sprachlos folgt
Der Heimatlose
Mit dunkler Stirne dem Wind,
Kahlen Bäumen am Hügel.

Ihr weithin dämmernden Ströme!

Gewaltig ängstet

Schaurige Abendröte

Im Sturmgewölk,

Ihr sterbenden Völker!

Bleiche Woge

Zerschellend am Strande der Nacht, Wallace Stevens Anna Achmatowa lean Marc Bernard
Fallende Sterne. Pavlo Tycyna
Charles Hamilton Sorley Lion Feuchtwanger Gottfried Benn

G@zaGy6ni WilfredOwen StefanZweig CarlSandburg KarIKraus

ErichMühsam ErnstToller BertoltBrecht SiegfriedSassoon
RicardaHuch KurtTucholsk@/ OskarLoerke ElseLasker-Schüler
Klabund Majkjohansen johannesR.Becher WalterMehring

PaulEluard ErichKästner HermannBroch Andr(eBreton
jaro51avSeifert RafaeiAlberti Pab]oNeruda WystanHughAuden

PaulCelan MiguelHernandez KuanChao
UnbekannterjapanischerSoldat MarnixVanGavere jeancocteau
FraozWerfel HenriMichaux StephenSpender YvanGoll
LouisAragon jeanfollain MaxHerrmann-Neisse WalterMeckaueT

GabrielaMistral AlbrechtGoes Franti@ekHalas DämasoAlonso

CecilDayLewis DionisioRidruejo PierreEmmanuel
RoyMcFadden FriedrichHagen JacquesPr@vert WilhelmLehmann
SinaidaRosen AlbrechtHaushofer AlfonsoGat"o RudolfHagelstange

MenelaosLudeniis HermannAdier JosefK.Mrosik
SiegfriedEinstein BernhardSeeger KarIKrolow
Hermann Hesse Werner Ber@engrL;en

90

voice recorder schrieb am 31.1. 2003 um 14:16:42 Uhr zu

antikriegsgedichte

Bewertung: 2 Punkt(e)

15

Und wenn sie durch die Dörfer ziehn Waren alle Weiber da

Die Bäume verneigten sich, Vollmond schien Und alles schrie hurra.
16
Mit Tschindrara und Wiedersehn!
Und Weib und Hund und Pfaff! Und mitten drin der tote Soldat Wie ein besoffner Aff. 17

Und wenn sie durch die Dörfer ziehn
Kommt's, daß ihn keiner sah
So viele waren herum um ihn
Mit Tschindra und Hurra.
18

So viele tanzten und johlten um ihn Daß ihn keiner sah.

Man konnte ihn einzig von oben noch sehn Und da sind nur Sterne da.
19

Die Sterne sind nicht immer da Es kommt ein Morgenrot.
Doch der Soldat, so wie er's gelernt Zieht in den Heldentod.

Wilfred Owen (1893-1918)
ROTE LIPPEN
Rote Lippen sind nicht so rot
Wie diese Stellen an Steinen, die die Englände
Der Liebenden zartes Beisammensein
Scheint Schande neben dieser Liebe rein.
Liebste, dein Auge ladet nicht mehr ein
Wenn ich die Augen seii, an meiner Statt ve

Dein Körper, der zart sprießt,
Bebt nicht so zart, wie Glieder dolchgespießt
Die rollen, rollen außer Rand und Band
Von Gott nicht mehr erkannt,
Bis ihrer Liebe Brand
in letzter Brüchigkeit des Todes schließt.

Dein Mund singt nicht so schön,
Ob er auch raunt wie Wind in Giebelhöhn.

Er ist n icht wunderbar
Nicht zart und abendklar

n unhörbar)

Wie ihre Lippen (uns nu
Seit Erde stopft der Munde Notgestöhn-

Herz, du warst niemals heiß:
Nicht groß, voll, wie ein Herz voll heißen Bleis.
ist blaß auch deine Hand
Blasser ich fand
Sie, die dein Kreuz durch Hagel tragen und Brand.
Wein, du darfst -einen, denn du rührst nicht ihren Kreis.
r küßten im Tod.



riobt.








114 115

voice recorder schrieb am 26.1. 2003 um 17:53:22 Uhr zu

antikriegsgedichte

Bewertung: 2 Punkt(e)

prioritätsprichtununterbrochenmitkriegsgegnern

kriegsgegenerbesetzensämtlichestudios

Von vergessenen Tränen,
Unsere Augen

Verdunkelt vom täglichen Anblick der Schmach,
Ein eiserner Ring

Erdrückt unsere Kehle,

Die einstens lobsang die Schönheit der Weit.
Wir können nicht reden,
Wir können nur stöhnen.
Wie die Vögel im Sturm
Gesträubten Gefieders
Niedergeduckt
Wärmen wir uns
Einer am andern,

Aber wir ballen die Fäuste,
Daß das Blut uns rot aus den Nägeln springt.

Er aber,

Trunken von Blut,
Frech von der Mast
Heiliger Menschen,
Räkelt sich breit

Auf der ewigen Erde,

Vom Morgen bis Mittag
Liegt er hingestreckt,
Zermalmend die Äcker,
Zerberstend die Wälder,
Zerdrückend die Städte,
Der Menschenschlinger
Und lacht

Mit dem kalten Auge, dem tränenlosen
In die Himmel,

Wo die Götter, die schläfrigen, schlafen und schlafen.

Aber hüte dich, Polyphem!
Es brennen heimlich
Die Feuer der Rache

104

in unseren Seelen.
Der Atem der -rote" @a@t sie zur Glut.

Schon schmieden
Wir nächtl@ den Pfahl,
Den Pfahl für dein Auge,
Das harte, das kalte, das tränenlose!
Hüte dich, hüte dich, polypheni,
Schon schärfen wir

Die Spitze im Feuerl

Friss nur, saufe, niäste dich an,
polyphern,
Doch wenn du dann träumst VOM ewigen Fraße,

Stoßen wir dir die Nacht in die Stirn,

nd des Grauens
Und aus der Höhle des Bluts u

Schreiten
Wir, Brüder der Völker, Brüder der Zeiten, Ober deine stinkende Leiche in die ewigen Himmel der Weit.




Carl Sandburg (geh. 1878)

GRAS

HÄUFT Berge von Leibern bei Austerlitz und Waterloo,
Grabt sie ein und laßt mich arbeiten - ich bin das Gras. ich decke zu.

Häuft Berge bei Gettysburg,
Häuft Berge bei Ypern und Verdun. Grabt sie ein und laßt mich arbeiten.
Zwei Jahre, zehn Jahre, und Reisende fragen den Kundigen:

Was war hier los? Wo sind wir hier? ich bin das GrasLaßt mich arbeiten.

105

toschibar schrieb am 30.12. 2002 um 23:51:24 Uhr zu

antikriegsgedichte

Bewertung: 2 Punkt(e)

Der unmenschliche Feind rollt tosend
ein in unser schönes Land.
Ich, ein kleines Reh liebkosend,
mit der Waffe in der Hand.

Der Feind rückt näher, bis zur Furt,
ich muss flüchten, weiß nicht wie.
Das Reh ist gehbehindert von Geburt.
Kanns nicht tragen, habs im Knie.

Steh´ dem Feind fast Aug´ in Auge,
Das Reh, das Reh, es fürchtet sich.
Von der Stirn rinnt mir die Lauge,
und ich weine bitterlich.

Das Reh dem Feinde überlassen? Nein!
Es zerbräche mir das Herz.
Das Reh: »Gemeinsam Warten auf Freund Hein
Ich: »Das war hoffentlich ein Scherz

Und so kams wie´s kommen sollte:
als der Panzer lauter grollte.
hab ich mich voll Angst verpisst,
und das Reh gilt als vermisst.

voice recorder schrieb am 7.2. 2003 um 02:18:55 Uhr zu

antikriegsgedichte

Bewertung: 1 Punkt(e)

Paul Celan (geb. 1920)
SCHIBBOLETH
Mitsamt meinen Steinen,
den großgeweinten
hinter den Gittern,

schleiften sie mich in die Mitte des Marktes, dorthin,

wo die Fahne sich aufrollt, der ich keinerlei Eid schwor.
Flöte,

Doppelflöte der Nacht:

denke der dunklen
Zwillingsröte
in Wien und Madrid.

Setz deine Fahne auf Halbmast, Erinnrung.

Auf Halbmast

für heute und immer.

Herz:

gib dich auch hier zu erkennen,
hier, in der Mitte des Marktes.
Ruf's, das Schibboleth, hinaus
in die Fremde der Heimat:
Februar. No pasaran.

Einhorn:

du weißt um die Steine,
du weißt um die Wasser,
komm,

ich führ dich hinweg
zu den Stimmen
von Estremadura.

Miguel Hernandez (1910-1942)

DAS LETZTE LIED (Kriegsende 1939)

Bemalt, nicht leer,
bemalt ist mein Haus mit der Farbe der großen Leidenschaften und Verhängnisse.

Zurückkehren wird es aus dem Jammertal, wohin es geschleppt ward mit seinem verwaisten Tisch, mit seinem zerborstenen Bett.

Über den Polstern

werden wieder Küsse blühen. Und einhüllen wird das 1,aken die Leiber mit duftendem Gewächs der Nacht.

Jenseits des Fensters
erstirbt der Haß.
Sanft wird die Klaue sein. Laßt mir die Hoffnung.








160

161

voice recorder schrieb am 31.1. 2003 um 15:17:09 Uhr zu

antikriegsgedichte

Bewertung: 1 Punkt(e)

würde brecht in davos
die gute polizeilyrik

kurze unterbrechung
wir bitten um etwas geduld

schluß mit dem v-effekt

zzarb!ng eine umfassende Reform der Streitkräfte angekündigt der Umbau dulde keinen Hut in Irak auch. Wird ursächlich im lächelnden und die beiden nehmen Aufschub und müsse
Hut in Irak auch. Wird ursächlich im lächelnden und die beiden nehmen diesen Schwung in Verbindung gebracht, die ihr Auto in die Akten lerne Schulen jagten, der Boden, auf denen Lien Fortuna Uschi Seifert zeugten und sinnlosen Gesellen, Fortuna
alle in ihren Giften die Nachrichten Bundeskanzler Schulze 541151151511 Haupt erhebt gehört verhält Freiherr her hätte er habe einer höflichen mehrere erhöhe Helfer ihre alte Herr Hill hat Ebene weiter für eine einheitliche Kapitale Ertrag Steuer eintreten angesichts neuer Herausforderungen hat Bundesverteidigungsminister zzarb!ng eine umfassende Reform der Streitkräfte angekündigt der Umbau dulde keinen Aufschub und müsse
Uschi von solchen Mann floh Summen: Rindfleisch Pult Amerika-Agenten vor zwölf Führungen, Kirschen der Burg, scheint ursächlich mit gültigem Gesetz können; macht Verhältnissen zu Sommern-Stuben, ich weiß, das wußten nicht tummeln liest: auch in
geben dabei will die EU auch die Themen Umweltschutz und soziale östliche
Rügen West acht Bühnen und Deutschlandfunk nach Radio konnte er sorgt seit angeschlossenem Radio Bremen
Völklingen kann kombinieren, kann ich doch fürwahr Turn in Lyon war, gewiß muß er rasch auf uns zurück wäre ja Lacher auf, aber <schnell> liegt stelle und sie, oder, wo ich vor, es klingeln Rückhalt bloß über ihre Erfahrungen mal nach zu-König kann ihre
Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und mehreren 1000 WTO Gegnern gekommen wären Kritik richtet sich gegen die Folgen der zunehmenden Globalisierung

Einige zufällige Stichwörter

ManStecktNichtDrin
Erstellt am 2.12. 2003 um 09:06:44 Uhr von toschibar, enthält 24 Texte

geheimdienstleistungsgesellschaf
Erstellt am 17.12. 2002 um 04:09:55 Uhr von gated society, enthält 17 Texte

Quuu
Erstellt am 7.5. 2001 um 00:03:03 Uhr von Hubert K., enthält 10 Texte

Problemlösungsverfahren
Erstellt am 5.7. 2005 um 21:31:46 Uhr von Henry Helm, enthält 11 Texte

scorpiOrisinG
Erstellt am 10.5. 2005 um 21:15:35 Uhr von mcnep, enthält 6 Texte


Der Assoziations-Blaster ist ein Projekt vom Assoziations-Blaster-Team (Alvar C.H. Freude und Dragan Espenschied) | 0,0654 Sek.