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Es ist heutzutage schon sovieles und so Mickriges cool, daß es ja beinahe schon wieder cool sein müßte, nicht cool zu sein.
Vor allem das Abdreschen von Wörtern und Superlativen scheint als ausgesprochen cool zu gelten, denn die die Megas und Kults zählen schon Legion, sodaß man schon wieder Steigerungen wie hypermega finden muß, um unter den Superlativen aufzufallen.
Vielleicht bringt die nächste Rechtschreibereform, falls überhaupt eine komt, was wir eigentlich nicht hoffen wollen, ein vierte Steigerungsstufe mit sich, den Megativ.
Dann könnte man ein Wort vielleicht so steigern: schön schöner am schönsten megaschönst.
Oder: Gut besser am besten ultrabest, um mit ultra einen Unterschied zwischen regelmäßig und unregelmäßig gesteigerten Eingeschaftswörtern zu schaffen.
Die allerhöchste Auszeichnung wäre dann wohl megacoolst.
Es wäre auch ein leichtes, aus megacools ein Verb zu machen. Dann könnte man sagen: »Heute habe ich aber wieder ultrabest megacoolt!«
Wie es scheint, war Orson Welles mit 1984 und seinem Neudeutsch wirklich etwas altvaterisch und nicht besonders phantasiereich.
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