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wauz, am 24.7. 2001 um 23:47:26 Uhr
Mittelalter

Gar zu gerne wird im Zusammenhang mit Mittelalter das Adjektiv »finster« gebraucht. War das wirklich so? Mir scheint, hier hat sich eine falsche Vorstellung festgesetzt. Klar, der Zusammenbruch des Weströmischen Reiches mag den Bewohnern Italiens als Katastrophe erschienen sein. Weiter nördlich aber ist die Perspektive anders. Die Begründung des Karolingerreiches hat zwar soziale Veränderungen nach sich gezogen, die für viele erst mal nachteilig waren, zB die zunehmende Leibeigenschaft. Andererseits stieg nördlich der Alpen die Produktion, Produktivität und Bevölkerungszahl ständig an. Die Pestkatastrophen waren ja erst bei einer relativ hohen Bevölkerungsdichte möglich. Zum Ende des Mittelalters war nur noch die Landwirtschaft feudal organisiert. Die technische Produktion lag fest in den Händen freier Stadtbürger. Die gotische Kathedrale ist ein deutlicher Beweis der technischen Überlegenheit des Mittelalters über der Antike, die alten Römer konnten sowas einfach nicht.


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