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mcnep, am 29.8. 2007 um 04:47:24 Uhr
aufgeblasen

In dem elegant konstruierten (und in Einzelszenen doch oft wie improvisiert wirkenden) Film 'Blow Up' von Michelangelo Antonioni steht David Hemmings als der Fotograf dauernd im Brennpunkt unverstandener Ereignisse, die ihn so gar nicht richtig zu berühren oder zu interessieren scheinen, ein sonderliches Verständnis erwächst ihm auch bis zum Schluss nicht. Nur dieses eine Foto, dass er immer mehr und mehr vergrößert, bis die Fläche 'aufreißt' in undeutbare hell/dunkel-Anteile, scheint ihm kurzzeitig wichtig zu sein. Blow up erzählt sehr modern von einem seither verschärften Phänomen, dem Mediendetektiv. Inzwischen ist es doch so, wenn irgendein Messias in der Fußgängerzone niederginge, manche täten ihm allenfalls fünf Minuten zuhören, um dann nach Hause zu rennen und die Bilder bei Youtube reinzustellen.


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