|
Was mir zum Thema Apfel einfällt ist, dass ein von mir sehr geschätzter weil hyperalternativer Schweizer Musiker,namens GUZ, den ich in meiner Naivität der Einfachheit halber als Vertreter der »free music« bezeichnen möchte, einmal ein Lied namens »In Australien« oder so ähnlich konstruiert hat, dessen, soweit ich mich richtig erinnern kann einzige, Textzeile folgendermassen lautete:
»In Australien, in Australien, fallen die Äpfel vom Stamm...in die Erdumlaufbahn, in die Erdumlaufba-a-ahn.«
Faszinierend findet man doch da den geradezu naiven Touch, den ein solche Aussage hat, wodurch eine Diskrepanz in unserem heutigen Weltbild wohl mehr als deutlich gezeigt wird: Im Alltag hat der strenge rationale Erkenntnisgewinn zwar Einzug gehalten ( Dieser wird in dem Lied durch Australien verkörpert, das in seiner Eigenschaft als ein Eldorado des 19.Jahrhundert,als nach Goldfunden eine regelrechte Einwanderungsflut einsetzte und in dem als Epoche der Indudtriellen Revolution, der Grundstein für unser heutiges post-industrielles Zeitalter gelegt wurde, stark von unserer rationellen Weltsicht geprägt wird.), wird aber immer noch von einer fast kindlichen die Fakten umgebenden fast vorwissenschaftlichen Grundstimmung dominiert, die den Weg für eine gesteigerte nüchternen, wissenschaftlichen Distanz zu täglicher Mühe und Plage im Interesse des Allgemeinwohls, welche für viele Menschen Basis eines glücklichen Lebens werden könnte, verbaut.
Somit überraschen uns auch die angesichts unserer bornierten Aufgeklärtheit oft so barbarisch erscheinenden Verhältnisse in unserer Welt wie zum Beispiel Krieg, Bürgerkrieg und Aufstände in Afrika, Hunger, Leid, Katholizismus und Religiosität in Südamerika, Drogenhandel, Kriminalität und Mord in Russland sowie Umweltkatastrophen nicht mehr, sondern werden geradezu zu einer direkten und logischen Konsequenz auch unseres eigenen Unvermögens, und somit als immanente Bedrohung für die ganze Weltbevölkerung und nicht nur die der betroffenen Regionen, Länder und Landstriche begreifbar.
So.
Und nicht anders.
|