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das Kindlein liegt in einem Sarg, im himmelblauen Totengewand, bedeckt mit Stofftieren, Blumen und Familienfotos.
Es fand die neue Babysitterin langweilig, die nur in der Stube saß, stundenlang auf Ihrem Handy telefonierte oder SMS verschickte und nebenbei auf dem mitgebrachten Laptop im Internet surfte.
Also ging es vor die Tür und an die Straße, draussen war es sicher spannender, als mit dieser doofen Kuh in der Stube, die nur Geld fürs Nichtstun abgreifen wollte.
Bremsen quietschen, eine dumpfer Schlag ein letztes gequältes Kinderröcheln.
Unaufmerksamkeit und Verantwortungslosigkeit zerstörten zwei Leben. Das eines Kindes und eines Autofahrers, den, obwohl schuldlos, das Bild entsetzt aufgerissener Kinderaugen und ein flummiartig vom Kühlergrill abprallender und zerschmettert auf dem schmutzigen Asphalt liegenbleibender Kinderkörper auf ewig verfolgen würde.
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