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Karl Marx schrieb am 19.1. 2006 um 04:02:55 Uhr über

wahrheit

Seit der Antike ist das Paradoxon des Epimenides bekannt. Der Kreter Epimenides sagt: „Alle Kreter sind Lügner.“

Wenn der Kreter behauptet, alle Kreter seien Lügner, so muss man annehmen, dass er selbst ebenfalls lügt. Damit jedoch wäre seine Aussage über sich und die Kreter unwahr. Die Wahrheit aber kann er nicht sagen, denn da er Kreter ist, sagt er nicht die Wahrheit über die Kreter. Es entsteht ein unlösbarer Widerspruch.

Allerdings ist dieses Paradoxon nur dann paradox, wenn man annimmt, dass ein Lügner immer lügt, dass also jede Aussage eines Lügners unwahr sei. Und das könnte auch ein noch so versierter Lügner im alltäglichen Leben kaum durchhalten.

Das Paradoxon lässt sich auch in einer Form darstellen, die das umgeht (siehe Lügner-Paradox):

Die Aussage, die hier steht, ist falsch.
Alles was ich sage, ist gelogen.



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