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Haflingerstute schrieb am 11.9. 2015 um 21:01:31 Uhr über

Dressurgerte

Von geologischer Seite ist oft eine Magmaschicht unter der festen Erdrinde angenommen worden, und ähnlich glaubte Wiechert gewisse Eigentümlichkeiten bei den Erdbebenregistrierungen durch eine solche ziemlich leichtflüssige Schicht erklären zu können. Hiergegen wendet sich Schweydar auf Grund der meßbaren Gezeiten der festen Erde. Wäre nämlich die Fluidität merklich an diesen beteiligt, so müßten sie hinter Sonne und Mond nachhinken. Da die Beobachtungen aber kein solches Zurückbleiben zeigen, muß der beobachtete Betrag der Gezeiten ganz durch Elastizität, und gar nicht durch Fluidität verursacht sein. Die Fehlergrenze der Beobachtungen liefert so wenigstens einen Grenzwert des Zähigkeitskoeffizienten, der allerdings je nach der Dicke der Schicht, für die er angenommen wird, verschieden ausfällt. Denn eine leichtflüssige dünne Schicht leistet die gleichen Verschiebungen wie eine zähflüssige Schicht von entsprechend größerer Dicke. So findet Schweydar, daß der Zähigkeitskoeffizient größer als 109 sein muß, wenn es sich nur um eine 100 km dicke Schicht handelt, dagegen größer als 1013 oder 1014, wenn diese Schicht 600 km dick ist. Allerdings ist dabei noch die Voraussetzung wesentlich, daß es sich um eine zusammenhängende, die ganze Erde umkleidende Schicht handelt. Abgeschlossene kleinere Partien des Erdkörpers könnten erheblich flüssiger sein.


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