Maschinen, Bediener und ihre Beobachter bilden eine Erfahrungs- und Produktionseinheit, die Bereiche öffnet, zu deren Beschreibung die Theorie der Wunschmaschinen fruchtbar ist: »Die technischen Maschinen funktionieren offensichtlich nur unter der Bedingung ihres störungsfreien Verlaufs. Die Wunschmaschinen demgegenüber stören fortwährend ihren Funktionsablauf und laufen nur als gestörte: stets pfropft sich das Produkt dem Produzieren auf, bilden die Maschinenteile auch den Treibstoff. In der Kunst kommt diese Eigentümlichkeit oft darin zur Anwendung, daß wirkliche Gruppenphantasien geschaffen werden, die die gesellschaftliche Produktion mit der Wunschmaschine gewissermaßen kurzschließen und damit in die Reproduktion der technischen Maschinen eine Störfunktion einführen.« Alle Künstlermaschinen folgen in irgendeiner Weise dieser Beschreibung, ob es sich um Duchamps Junggesellenmaschine, den Schreibautomaten aus Kafkas Strafkolonie oder die großen Selbstzerstörungsautomaten von Tingeley handelt. Auch die Maschinen von BBM gehören dazu, nur daß der Begriff der Maschine auf die Performances selbst ausgedehnt werden muß. Bei BBM werden Maschinen nicht nur betrachtet, sondern man tritt mit ihnen in Interaktion und wird — nach der Theorie der Wunschmaschinen - gleichsam angeschlossen. http://www.bbm.de/about/nichts2.html