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Die Leiche schrieb am 10.2. 2012 um 14:45:40 Uhr über

Macht

Macht ist nur antagonistisch denkbar zusammen mit Ohn-Macht, wird essentiell bestimmt durch das Verhältnis zwischen Mächtigem und Ohn-Mächtigen. Alle anderen Eigenschaften von Macht sind akzidentiell - meiner Meinung nach. Es kommt in keinster Weise darauf an, worauf Macht beruht, und zu welchem Zwecke sie gebraucht wird - wenn überhaupt. Denn Macht braucht in »gebraucht« oder gar mißbraucht zu werden, um dem Mächtigen den höchsten sozialen Genuß zu gewähren, den man sich vorstellen kann: die absolute Devotion, die höchste Servilität der Ohn-Mächtigen, die sich vor dem Mächtigen beugen, liebedienern, katzbuckeln, schleimen, arschkriechen - und untereinander zum Vergnügen des Mächtigen darum rangeln, fingerhakeln und sich ans Schienbein treten im Kampfe darum, wer dem Mächtigen am nächsten kommen, vor seine Augen treten und sich im Glanze seiner Sonne gewärmt und geborgen fühlen kann.


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