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was mich an »1984« von orwell so fasziniert (abgesehen von der zukunftsvision) ist die manipulation der woerter. »newspeak« wird von den machthabern erfunden um die urspruengliche sprache zu ersetzen, um die gedanken des volkes zu beherrschen. sobald die »perfekte« sprache erst einmal die einzige ist, ist sie der rahmen fuer gedanken. dafuer ist »newspeak« die gezielte ausloeschung von woertern. die menschen werden sich nicht mehr nicht nur nicht auflehnen koennen, sondern sie werden gar nicht mal daran denken koennen weil es keine gedanken, die ja worte sind, dafuer gibt die man denken koennte.
freunde von mir sagen, dass ist nicht moeglich, weil man immer noch unzufriedenheit in sich fuehlen koennte, und wuerde, und so auch irgendwann ausbrechen wuerde. aber ich glaube, dass es funktioniert. wenn man unzufriedenheit fuehlt, aber nicht weiss was unzufriedenheit ist, wird man sich ein bisschen wundern und dann das gefuehl verlieren. ohne das wort hat das gefuehl keine bedeutung und somit keinen bestand.
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