| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
719, davon 696 (96,80%)
mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 225 positiv bewertete (31,29%) |
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396 Zeichen |
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Siehe auch: positiv bewertete Texte
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| Der erste Text |
am 13.4. 1999 um 17:20:07 Uhr schrieb Tanna
über Wort |
| Der neuste Text |
am 9.2. 2025 um 12:38:48 Uhr schrieb joo
über Wort |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 247) |
am 27.7. 2009 um 23:32:37 Uhr schrieb Pferdschaf über Wort
am 5.3. 2010 um 12:34:41 Uhr schrieb lol über Wort
am 13.2. 2010 um 17:23:28 Uhr schrieb Laura Schmutzler über Wort
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Wort«
Liamara schrieb am 15.5. 1999 um 22:22:03 Uhr zu
Bewertung: 6 Punkt(e)
Der Alchimist wankte zu der kleinen Menge, die sich eingefunden hatte, um das Chaos zu bewundern. Rein zufällig legte er seine rußige Hand auf die Schulter eines Mannes, der Treibe-mich-selbst-in-den-Ruin Schnapper hieß. Er verkaufte Fleischpasteten und heiße Würstchen in Brötchen und zeichnete sich durch die nahezu magische Fähigkeit aus, überall dort zu erscheinen, wo er Geld verdienen konnte.
»Suche nach einem Wort...« sagte der Alchemist verträumt. »Liegt mir auf der Zunge.«
»Brandblase?« vermutete Schnapper.
(...)
»Neinneinnein«, erwiderte die qualmende Gestalt. »Nicht >Brandblase<, nein. Man sagt so etwas nach einer wichtigen Entdeckung. Man läuft auf die Straße und ruft... ein spezielles Wort.«
Unter dem Ruß bildeten sich Falten auf der Stirn. Die Zuschauer fanden sich enttäuscht damit ab, daß es bei der einen Explosion bleiben würde. Sie näherten sich dem Alchemisten; diese Sache versprach, ebenso interessant zu werden.
»Ja, das stimmt«, meinte ein älterer Mann und stopfte seine Pfeife. »Man läuft auf die Straße und ruft: >Feuer! Feuer!<«. Er sah sich triumphierend um.
»Es heißt anders...« ächzte die Gestalt.
»Oder >Hilfe!< oder...«
»Nein, er hat recht«, sagte eine Frau. Sie trug einen Korb mit Fischen auf dem Kopf. »Ein spezielles Wort. Ausländisch.«
»Ja, genau«, bestätigte der Mann neben ihr. »Ein spezielles ausländisches Wort für Leute, die etwas entdeckt haben. Es wurde von einem Ausländer erfunden, während er in der Badewanne lag...«
(...)
»Heureka«, sagte der rußbedeckte Alchemist. Er schwankte vor und zurück.
»Was ist damit?« fragte Schnapper.
»So heißt das Wort - heureka.« Das schwarze Gesicht zeigte ein besorgtes Grinsen. »Es bedeutet: Ich hab's gefunden.«
(Pratchett: Voll im Bilde)
Liamara schrieb am 15.5. 1999 um 22:21:48 Uhr zu
Bewertung: 9 Punkt(e)
Der Alchimist wankte zu der kleinen Menge, die sich eingefunden hatte, um das Chaos zu bewundern. Rein zufällig legte er seine rußige Hand auf die Schulter eines Mannes, der Treibe-mich-selbst-in-den-Ruin Schnapper hieß. Er verkaufte Fleischpasteten und heiße Würstchen in Brötchen und zeichnete sich durch die nahezu magische Fähigkeit aus, überall dort zu erscheinen, wo er Geld verdienen konnte.
»Suche nach einem Wort...« sagte der Alchemist verträumt. »Liegt mir auf der Zunge.«
»Brandblase?« vermutete Schnapper.
(...)
»Neinneinnein«, erwiderte die qualmende Gestalt. »Nicht >Brandblase<, nein. Man sagt so etwas nach einer wichtigen Entdeckung. Man läuft auf die Straße und ruft... ein spezielles Wort.«
Unter dem Ruß bildeten sich Falten auf der Stirn. Die Zuschauer fanden sich enttäuscht damit ab, daß es bei der einen Explosion bleiben würde. Sie näherten sich dem Alchemisten; diese Sache versprach, ebenso interessant zu werden.
»Ja, das stimmt«, meinte ein älterer Mann und stopfte seine Pfeife. »Man läuft auf die Straße und ruft: >Feuer! Feuer!<«. Er sah sich triumphierend um.
»Es heißt anders...« ächzte die Gestalt.
»Oder >Hilfe!< oder...«
»Nein, er hat recht«, sagte eine Frau. Sie trug einen Korb mit Fischen auf dem Kopf. »Ein spezielles Wort. Ausländisch.«
»Ja, genau«, bestätigte der Mann neben ihr. »Ein spezielles ausländisches Wort für Leute, die etwas entdeckt haben. Es wurde von einem Ausländer erfunden, während er in der Badewanne lag...«
(...)
»Heureka«, sagte der rußbedeckte Alchemist. Er schwankte vor und zurück.
»Was ist damit?« fragte Schnapper.
»So heißt das Wort - heureka.« Das schwarze Gesicht zeigte ein besorgtes Grinsen. »Es bedeutet: Ich hab's gefunden.«
Rufus schrieb am 11.9. 2001 um 23:01:19 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Worte 29. 8. 2001
Die Worte die ich spreche, drücken meine Gedanken aus. Aber sie limitieren diese Gedanken auch, und das ganz unbemerkt. Du hörst meine Worte und sie werden zu Gedanken; selten genug zu den gleichen Gedanken die ich in Worte zu fassen suchte.
Sprache ist wie ein Netz in dem sich Bedeutung, will sagen »Sinn«, verfängt. Sehr vieles schlüpft durch die Maschen und wird dann vom Empfänger, meist mehr schlecht als recht, Rekonstruiert.
Je grober das Netz der Sprache geknüpft wird, desto flacher, plakativer und formelhafter wird sie. Darin fangen sich nur Allgemeinplätze wie: »Gerechtigkeit für alle« »Es lebe die Freiheit« oder »All you need is Love«. Je dichter bedeutungsvoller und sinnhafter Sprache allerdings wird, desto schwieriger ist sie zu verstehen, ist ihr Sinngehalt zu entschlüsseln.
Die Parallele zwischen Sprache und Netz kann man noch weiter spinnen denn was beiden Gemeinsam ist, ist die Abfolge von sein und nicht sein. Wort/Phrase/Satz-Pause. Schnur-Masche.
Verlieren sie diese Struktur, so werden sie in ihrem Kontext sinnlos. Das Netz existiert eben mehr im Raum, während Sprache sich mehr in der Abstraktion und in der Zeit ereignet.
richtiges-Stichwort-finder schrieb am 2.8. 2001 um 12:19:27 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Der Zauberlehrling
Hat der alte Hexenmeister
sich doch einmal wegbegeben!
Und nun sollen seine Geister
Auch nach meinem Willen leben.
Seine Wort und Werke
merkt ich, und den Brauch,
Und mit Geistesstärke
Tu ich Wunder auch.
Walle! walle
Manche Strecke,
Daß, zum Zwecke,
Wasser fließe,
Und mit reichem, vollem Schwalle
Zu dem Bade sich ergieße.
Und nun komm du alter Besen,
Nimm die schlechten Lumpenhüllen!
Bist schon lange Knecht gewesen;
Nun erfülle meinen Willen.
Auf zwei Beinen stehe,
Oben sei ein Kopf,
Eile nun, und gehe
Mit dem Wassertopf!
Walle! walle
Manche Strecke,
Daß, zum Zwecke,
Wasser fließe,
Und mit reichem, vollem Schwalle
Zu dem Bade sich ergieße.
Seht, er läuft zum Ufer nieder;
Wahrlich! ist schon an dem Flusse
Und mit Blitzesschnelle wieder
Ist er hier mit raschem Gusse.
Schon zum zweitenmale!
Wie das Becken schwillt!
Wie sich jede Schale
Voll mit Wasser füllt!
Stehe! stehe!
Denn wir haben
Deiner Gaben
Vollgemessen! -
Ach, ich merk es! Wehe! wehe!
Hab ich doch das Wort vergessen!
Ach das Wort, worauf am Ende
Er das wird, was er gewesen.
Ach, er läuft und bringt behende!
Wärst du doch der alte Besen!
Immer neue Güsse
Bringt er schnelle herein,
Ach! und hundert Flüsse
Stürzen auf mich ein.
Nein, nicht länger
Kann ichs lassen;
Will ihn fassen.
Das ist Tücke!
Ach! nun wird mir immer bänger!
Welche Miene! welche Blicke!
O, du Ausgeburt der Hölle!
Soll das ganze Haus ersaufen?
Seh ich über jede Schwelle
Doch schon Wasserströme laufen.
Ein verruchter Besen,
Der nicht hören will!
Stock, der du gewesen,
Steh doch wieder still!
Willsts am Ende
Gar nicht lassen?
Will dich fassen,
Will dich halten,
Und das alte Holz behende
Mit dem scharfen Beile spalten.
Seht, da kommt er schleppend wieder!
Wie ich mich nur auf dich werfe,
Gleich, o Kobold, liegst du nieder;
Krachend trifft die glatte Schärfe.
Seht er ist entzwei!
Und nun kann ich hoffen,
Und ich atme frei!
Wehe! Wehe!
Beide Teile
Stehn in Eile
Schon als Knechte
Völlig fertig in die Höhe!
Helft mir, ach! ihr hohen Mächte!
Und sie laufen! Naß und nässer
Wird's im Saal und auf den Stufen.
Welch entsetzliches Gewässer!
Herr und Meister! hör mich rufen! -
Ach da kommt der Meister!
Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister,
Wird ich nun nicht los.
"In die Ecke,
Besen! Besen!
Seids gewesen.
Denn als Geister
Ruft euch nur zu seinem Zwecke,
Erst hervor der alte Meister."
Johann Wolfgang von Goethe
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