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Die Jahde (Jadua, Jada, in alten Urkunden auch Eddenriad, Riede, Ried genannt), welche jetzt, so weit sie den Meerbusen bildet, von den größten Kauffarthei- und Kriegsschiffen befahren werden kann, in alten Zeiten aber bis fast an ihre Mündung so schmal gewesen sein soll, daß sie nur für kleinere Schiffe fahrbar war, entspringt aus dem Zusammenfluß mehrerer Bäche (Bäken genannt) in den Kirchspielen Rastede und Jahde, und bekommt ihren Namen Jahde erst, nachdem sie die Hahner Bäke noch aufgenommen hat; sie geht dann weiter durch das Kirchspiel Jahde, nimmt daselbst das aus dem Moore hinter Bollenhagen kommende Flüßchen, die Dornebbe auf, und vereinigt sich dann hinter Jahder-Altendeich mit der Wapel. Von dieser trennt sie sich nahe vor dem jahder oder wapeler Siele, fließt aber außerhalb Deiches bei dem ruter Sieltief, wo sie die Grenze des Amtes oder der Herrschaft Varel gegen das Amt Rastede macht, wieder zusammen und fällt dann als ein beträchtlicher Meerbusen in die Nordsee.
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