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Die Kirche ist groß und sehr schön, wie man selten eine in Städten findet. Sie hat 5 Altäre und wurde, hauptsächlich durch Freygebigkeit zweyer (Stifts-) Fräulein von Ulm-Erbach, welche dazu 28.000 fl. gaben, i. J. 1763 neu gebaut, und 1769 eingeweiht. Es fehlt ihr nichts als ein Blitzableiter; denn in der letzten Zeit wurde sie zweymal, 1811 und 1818, vom Blitz getroffen. Sowohl von dem Schlosse, als von dem Pfarrhaus hat man eine unübertreffliche Aussicht, die einer Seits über Ulm und Elchingen und tief nach Baiern hinab, anderer Seits bis an die Schneegebirge der Alpen geht, und die Flußgebiete der Donau und der unter den Augen darein sich ergießenden Riß, Roth und Westernach mit einem großen Theil von Oberschwaben und einer Menge von Ortschaften, die wie in einer unermeßlichen Ebene ausgesäet da liegen, beherrscht. Das Donaubecken selbst hat hier eine seiner größten Ausdehnungen. Bey dem Ort führt eine hölzerne Brücke über die Donau.
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