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Ösürüs schrieb am 4.4. 2005 um 13:48:07 Uhr über

kirche

Ein aufgeklärter Mensch sollte denken, jedes System müsse notwendig an solch extremen inneren Widersprüchen, wie die Kirche sie aufweist, zugrunde gehen.

Die Kirche dagegen konnte nur durch diese Widersprüche überhaupt 2000 Jahre alt werden:

- Am Anfang steht die Geschichte, wie ein allmächtiger liebender Vater seinen Sohn auf extrem brutale Weise hinrichten lässt.

- Dann erscheint ein »Apostel« Paulus, früher als Saulus und Römer eifrigster Verfolger dieses Opfers und seiner Anhänger, und erzählt, dieser geopferte Sohn habe mit seinem Blut die Sünden all derer abgewaschen, die eben daran glauben, dieses Menschenopfer habe sie erlöst.

- Dieser »Glauben« breitet sich zunächst unter den Plebejern und zahlreichen Angehörigen von den Römern eroberter Völker aus, da dieser Gott und sein Sohn den Armen und Entrechteten Hilfe und Freiheit versprechen. Keine 300 Jahre später erkennt der römische Kaiser Konstantin an, dass das Christentum sehr systemstabilisierend wirkt:»Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist«. Kurz darauf zerfällt das Römische Reich.

- Die geschriebenen »Zeugnisse« von vier »Aposteln« wurden »kanonisiert«, x andere, genau so eindrucksvolle aber weggelassen. Von den vier Autoren hat keiner Jesus auch nur mal von ferne gesehen; nicht einmal zu Paulus hatten sie Kontakt. Ihre Texte entstanden nachweislich 30 bis 70 Jahre nach Jesu Hinrichtung. Das Neue Testament behauptet von sich, es sei vollständig wahr; in den Evangelien finden sich jedoch zahlreiche Widersprüche, und dass es vier sind statt einem, ist bei einem wortwörtlich wahr vom Himmel auf das Papyrus gefallenen Text recht auffällig.

- Das Neue Testament schliesst mit der Drohung, des Teufels sei, wer etwas davon fort- oder hinzutue. Offenbar glaubten noch nicht einmal die Kirchenväter daran; sie haben nachweislich munter hineingefälscht und herausgestrichen. Offensichtlich war das, was wahr für die Kirchenväter war, noch lange nicht wahr für das Volk.

- Die Bibel wurde gemäß ihres Missionsbefehls weit verbreitet, und zwar in Latein, das kein normaler Gläubiger mehr sprach. Wie sollten sie also die Botschaft hören??

- Gepredigt wurden zu allen Zeiten Demut, Liebe, Bescheidenheit und Frieden. Deshalb zogen ständig stolze Haßprediger durch die Lande, protzten mit ihren Juwelen und riefen zum Krieg gegen die »Ungläubigen« auf.

Der Sozialdarwinist darf nach diesen Daten folgern, dass Lüge, Bigotterie, Menschenrechtsverletzungen und Verbreitung von Unlogik und Dummheit konstituierend für den Erfolg in der kulturellen Evolution sind.

Dies haben die Strategen des »Project for the New American Century« ganz richtig erkannt und beginnen es in die Tat umzusetzen.


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