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hide, am 13.6. 2007 um 12:53:37 Uhr
Rhizom

Bezug zum WWW

Der Bezug zu den hypertextuellen Strukturen, die wir aus dem World Wide Web kennen ist offensichtlich.

Im Hyperspace, wo die Grenzen zwischen Schrift, Sprache und Bild entfliehen, wo Linearität nicht mehr existent ist, muß Rhizom gemacht werden.

Lesen und schreiben erhalten im WWW eine völlig andere Bedeutung. Der Autor eines (echten) Hypertextes- im Gegensatz zum herkömmlichen Buchautor- überläßt dem Leser (USER) ein Gespinst, ein komplexes Bild seiner Gedanken, verbunden durch die LINKS. Er gibt nicht vor wie der Text zu lesen ist, der Leser komponiert seinen eigenen Weg durch dieses Netz der Gedanken.

Lesen ist nicht länger ein passiver Rezeptionsvorgang. Es findet kreative Interaktion zwischen Autor, Leser und Text statt.

Die offene Struktur des Textes und die persönlichen Interessen des Lesenden erschaffen ein neues Gedankenkonstrukt. Durch das »hangeln von Link zu Link« mit Hilfe der Buttons macht der Leser Rhizom.

Das gesamte WWW ist also ein sich ständig veränderndes und expandierendes Netz von Schnittstellen, in dem es keinen Ursprung gibt. Es gibt keine »richtigen« oder »falschen«, sondern nur individuell verschiedene Wege.




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