Gegen Ende der Republik und mit Augustus und der Kaiserzeit begannen die Spiele immer pompöser und aufwendiger zu werden. Die „ursprünglich zur Verherrlichung von Götterfesten eingeführten Schauspiele hatten nach und nach ihre religiöse Bedeutung verloren und waren reine Unterhaltungs- oder Amüsiergelegenheiten geworden“ . Ein Römer konnte sich monatelang auf ein außergewöhnliches großes kommendes Fest freuen. Dies ist die Römischen Spiele: vergleichbar etwa einer potenzierten modernen heutigen Vorfreude auf eine Fußballweltmeisterschaft unter Fußballbegeisterten. Es wurde in vielen Straßen und Tavernen, in den Familien und Haushalten zuweilen von kaum anderem gesprochen. Das Angebot an Abwechslung und Verstreuung war damals nicht so weit gespannt wie etwa in heutiger Fernsehzeit der ununterbrochenen Sensationen. Es gab für diese Menschen einfach gesagt einen Dreiklang des Lebensalltages: den normalen Alltag, die Kriegszeiten und eben die Schauspiele.