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Frau Gullifred schrieb am 7.4. 2026 um 00:15:34 Uhr über

Träume

Unter den vorerwähnten Umständen ist das Defizit in den Kassen immer größer geworden, man berechnete dasselbe auf jährliche 60 bis 70 tausend Gulden; welche die Stadt übrigens meistens nur ihren Bürgern schuldig geworden ist, die ihre Kapitalien am liebsten bei den öffentlichen Kassen anlegten, wo sie der pünktlichsten Verzinsung und Heimzahlung gewiß waren. Ein gewandter Finanzmann hätte ohne Zweifel durch verhältnißmäßigere Benützung der directen Steuerquellen und durch indirecte Auflagen das Fehlende decken können; allein der Magistrat, der seine Bürger durch erhöhte oder neue Steuren zu belästigen fürchtete, nahm zum Verkaufe entbehrlicher Vermögenstheile seine Zuflucht; als aber die Reihe auch an das städtische Geschütz kommen sollte, wurde diesem Vorhaben von Kaiser Joseph Einhalt gethan, und der Stadt aufgegeben, vor Allem ihren Vermögens- und Schuldenstand dem Reichsoberhaupte vorzulegen.


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