Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 1148, davon 850 (74,04%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 155 positiv bewertete (13,50%)
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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 6.8. 1999 um 12:17:39 Uhr schrieb
Jonas über Träume
Der neuste Text am 8.9. 2026 um 11:56:52 Uhr schrieb
Ildegarde über Träume
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 349)

am 30.9. 2002 um 15:39:35 Uhr schrieb
mondkalb über Träume

am 29.6. 2025 um 14:10:05 Uhr schrieb
manuel über Träume

am 22.2. 2026 um 02:15:48 Uhr schrieb
Beamter.H. über Träume

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Träume«

Felix schrieb am 28.2. 2000 um 14:00:57 Uhr zu

Träume

Bewertung: 5 Punkt(e)

Die Dimension der Träume, die Phantasiewelt ist ebenso mächtig wie die sogenannte »reale« Welt. Beide Seiten sind real und beide sind genauso wirksam. Viele Menschen sind sich dessen nicht bewußt, oder sie verdrängen das. Das was dort, in der nichtgreifbaren Welt passiert, hat jedoch gewaltige Auswirkungen. Stichwort: Mentalkörper.
Das Leben ist mehr als nur die physische Welt. Erkennt die Phantasie als Teil der WIRKlichkeit! Glaube das Unglaubliche. Nichts ist so wie es scheint.

mak schrieb am 8.1. 2000 um 21:14:08 Uhr zu

Träume

Bewertung: 3 Punkt(e)

Eine zeitlang habe ich dauernd von Särgen geträumt. Komischerweise waren das aber nie schlimme Träume. Sie waren meistens sogar ganz friedlich und fröhlich. Zum Beispiel war unter dem Esstisch im Wohnzimmer ein Sarg vergraben und mein Bruder grub ihn aus, um ihn zu reparieren, während alle anderen am Tisch saßen und aßen oder Karten spielten. In einem Traum bin ich per Anhalter in einem Auto voller Japaner zu einer Beerdigung gefahren.
Irgendwann fand ich diese Träume dann doch merkwürdig und habe in einem Traumdeutungsbuch geschaut, was sie eigentlich bedeuten könnten. Todesträume haben ( laut Buch ) eine eher positive Bedeutung. Neuer Anfang und so was. Interessanter Weise habe ich seit dem nur noch ganz normale Träume gehabt, manche davon sind jedoch beängstigender als alle Sargträume!

Herr Guyonnet schrieb am 16.11. 2025 um 21:00:30 Uhr zu

Träume

Bewertung: 1 Punkt(e)

Die Septembersonne warf lange Schatten über den verwilderten Garten von Nummer 17. Rüdiger Zumsel, von allen nur Rüdi genannt, wischte sich den Schweiß von der Stirn und stützte sich auf den Rechen. Seine 62 Jahre machten sich bemerkbar, besonders nach drei Stunden Unkraut jäten und Heckenschneiden. Neben ihm, auf einer schmiedeeisernen Bank, thronte der ehemalige Direktor des Bülzenheims. Mit 87 Jahren besaß er immer noch diese undurchdringliche Autorität, die Rüdi seit jeher einschüchterte.
»Eine verdammte Ewigkeit ist das her, diese Hecke«, keuchte Rüdi und warf einen Ast auf den wachsenden Haufen. Seine Hände, gewohnt an das Klappern von Tastaturen und das Versenden zweifelhafter Lederfetisch-Stories in sozialen Medien, waren voller Blasen.
Der Alte nippte an seinem Eistee. »Ordnung ist das halbe Leben. Das habe ich meinen Insassen immer gesagtSein Blick wanderte über das frisch gestutzte Grün. »Sie haben Potential, Zumsel.«
Rüdi grinste. »Ach was, die Jugend von heute hat doch keinen Respekt mehr. War das bei Ihnen im Bülzenheim nicht strenger? Mit den Gefangenen? Mehr Disziplin
Ein seltsames Glitzern trat in die alten Augen des Direktors. »Nun, Rüdi. KlarEr stellte das Glas ab und richtete sich kerzengerade auf. »Aber wahre Strenge beginnt bei einem selbst. Du wirst jetzt mein Gartenzwerg
Rüdi lachte unsicher. »Haha, guter Witz, Chef. Ein Gartenzwerg. Sehr witzig
Das Lachen erstarb ihm in der Kehle. Ein kribbelndes Gefühl, als ob tausend Ameisen über seine Haut liefen, durchzog seinen Körper. Seine Gelenke knackten, sein Rückgrat schien sich zu stauchen. »Moment mal... was...?«
Seine Haut kühlte ab, verhärtete sich zu einer glatten, künstlichen Oberfläche. Das Grün der Wiese wurde plötzlich überwältigend groß, die Disteln ragten wie Bäume um ihn herum auf. Seine Arme erstarrten in einer grotesken Position, eine Hand zur Faust geballt, als halte sie einen unsichtbaren Spaten. Sein Mund öffnete sich zu einem stummen Schrei, der in der aufkommenden Brise verhallte. Das letzte, was er hörte, war die zufriedene Stimme des Direktors.
»Perfekt. Endlich mal ein Geselle, der nicht maulend sein Bier verlangt
*Knarr*.
So stand er nun. Rüdi Zumsel, 1,20 Meter groß, aus feinstem, wetterfestem Kunstharz. Seine Zumpfthose und das schlabbrige T-Shirt waren zu einer bunten, lackierten Malerhose und einer Zipfelmütze transmutiert. Sein einst so geschäftiges Gesicht, ständig am Smartphone, war zu einem frechen, aber erstarrten Grinsen erstarrt. In seinen Augen, oder dem, was einmal seine Augen gewesen war, spiegelte sich der pure Horror.
Die Tage zogen ins Land. Er erlebte Sonnenaufgänge, die er sonst nur verpasst hatte, weil er bis mittags schlief. Er spürte den sanften Regen, der über seine glatte Nase tropfte. Er ertrug die neugierigen Blicke von Spatzen, die auf seiner Mütze hüpften.
*Zwitscher, zwitscher!*
»Verpiss dich, du Federball«, dachte er wütend, aber sein Mund bewegte sich nicht.
Eines Nachmittags kam die Enkelin des Direktors zu Besuch, ein kleines Mädchen mit Zöpfen.
»Opa, der neue Zwerg ist aber komisch. Der guckt so böse
Der Direktor tätschelte ihr den Kopf. »Das ist der Rüdi. Der denkt nach. Früher hat er im Internet immer Unsinn verbreitet. Jetzt muss er zur Ruhe kommen
Rüdis geistige Stimme überschlug sich. *Unsinn? Das waren kunstvolle Erzählungen über Leder und verschmähte Liebe! Meisterwerke der digitalen Folter!*
Abends, wenn der Direktor auf der Bank saß, redete er mit ihm.
»Siehst du, Zumsel? Die wahre Disziplin ist die zur Untätigkeit. Du kannst nicht mehr spammen. Nicht mehr lügen. Du musst einfach nur... sein
*Gurgel, gluck* – das Geräusch des Direktors, der an seinem Schnaps nippte, war die Hölle für Rüdis empfindliches Gnom-Gehrn.
Nach einer Woche begann ein seltsamer Frieden in ihm zu keimen. Die ständige Jagd nach Likes, die obsessive Kontrolle seiner selbst erfundenen Geschichtensie schienen so bedeutungslos. Der Geruch von nasser Erde nach einem Gewitter war echter als tausend virtuelle Kommentare. Das sanfte Summen der Bienen war eine bessere Melodie als das nervöse Piepsen seiner Smartphone-Benachrichtigungen.
Dann, an einem stürmischen Herbstabend, als der Wind heulend um das Haus pfiff, geschah ein Wunder. Ein besonders heftiger Stoß riss ihn von seinem Sockel. Er kippte nach vorn und landete mit einem dumpfen *Klack* auf dem feuchten Rasen. Ein Riss zog sich durch seine Harz-Schulter.
Und dann ein Gefühl. Ein winziges, kaum spürbares Pochen in seinem kleinen, steinernen Herzen. Seine Finger zuckten.
Aus seinem erstarrten Mund entwich ein hauchdünnes, kratziges Geräusch, das der Wind sofort davontrug. Es klang wie: »Hilfe...«
Aber es war ein Anfang. Vielleicht war die Strafe des Direktors doch nicht ewig. Vielleicht war sie nur eine sehr, sehr strenge Lektion. Eine Lektion, die Rüdi, der Gartenzwerg, jetzt ganz langsam zu begreifen begann. Mit einem Riss in der Schulter und einem winzigen Funken Hoffnung im Herzen.

Nanni schrieb am 13.1. 2001 um 08:42:19 Uhr zu

Träume

Bewertung: 4 Punkt(e)

Luise: »Immer wenn ich ins Bett soll, dann vermiss ich dich so
Mama: »Aber du schläfst doch gleich ein, und dann träumst du ein bißchen und
wenn du dann wieder aufwachst, wird es hell und ich mach euch das Frühstück
Luise: »Aber ich vermiß dich auch in meinen Träumen
Mama: »Dann ruf mich einfach, dann komm ich von meinen Träumen zu deinen
Träumen hinüber
Luise: »Aber das hab ich schon gemacht und du bist nicht gekommen
Mama: »Vielleicht hast du mich auch nur nicht bemerkt, weil du zu sehr mit
anderen Dingen deines Traumes beschäftigt warst
Anna: »Mama, oder du hast nicht den richtigen Weg gefunden und warst im
falschen Traum
Luise: »Ja, ich glaube Anna hat Recht. Ich erkläre dir den Weg dahin und dann kannst du mich
auch finden.
Wenn du zu meinen Träumen willst, dann mußt du erst immer im Kreis gehen und dann nach einer
langen Zeit einen golden und silbern glitzernden Weg nehmen. Du darfst auf keinen Drachenkopf
drücken und nicht nach links oder rechts schauen. Und .... und ganz am Ende kommt dann ein
großes goldenes Tor und wenn genau das Licht von einem Regenbogen darauf fällt, dann mußt du
hindurch gehen
Mama: »Aha
Anna: »Der Weg zu meinen Träumen ist ganz einfach. Immer geradeaus und
wenn eine Kurve kommt, dann nach rechts, und gleich nochmal rechts und dann
bist du schon fast da

Gullifred schrieb am 31.1. 2025 um 21:03:47 Uhr zu

Träume

Bewertung: 1 Punkt(e)

Sag mal, mein Junge, tut dir der Eierkopf noch weh?“
Nur wenn ich mich hinsetze. Das erinnert mich an die Tracht Lederhosen, die Sie mir verabreichen mussten!“
Ach, das war doch nur ein kleiner Spaß! Ich wollte doch nur sehen, wie du in den Dingen aussiehst. Und ganz ehrlich, du sahst aus wie ein überdimensionierter Spargel!“
Danke für die ehrliche Meinung, Herr Guyonnet. Ich wette, das hat nicht jeder so gesehen!“
Na, wie auch immer. Ich wollte dir gerade sagen, dass ich auf dem Weg zu Rüdi bin. Er wartet schon auf mich. Und den Rührstock!“
Warten? Warten? Ich hoffe, du hast ihm nicht zu viele Hoffnungen gemacht!“
Ach, der wird schon wissen, was ihn erwartet. Ich habe ihm einen kleinen Besuch angekündigt. Und ich habe noch eine Lektion für ihn parat. Du weißt schon, wie man ein bisschen Spaß hat!“
Ich will nicht wissen, was du mit deinem Rührstock anstellen willst. Aber wenn Rüdi dich sieht, wird er wahrscheinlich genauso reagieren wie beim letzten Mal. Er schaute schon komisch, als er mich sah!“
Das wird großartig! Ich freue mich schon darauf. Ich kann mir nur vorstellen, wie er guckt, wenn ich mit dem Rührstock auftauche. Wahrscheinlich wird er wie ein Kaninchen im Scheinwerferlicht stehen.“
Das wird sicher ein Bild für die Götter! Wenn du mit den Lederhosen zurückkommst, wird er denken, du hast die ganze Schreinerei mitgebracht!“
Haha, die Vorstellung ist schon zu gut! Vielleicht sollte ich ihn gleich in die Lederhosen stecken, dann hat er wenigstens etwas, das ihn ablenkt.“
Oh, das wäre wirklich ein Spaß! Stell dir vor, wie er aussiehtwie ein schüchterner Pfannkuchen!“
Und ich könnte sagen: ‚Rüdi, du bist jetzt unser Pfannkuchen-König!‘“
Das wäre ein Titel, den er wohl nie wieder loswerden würde!“
Genau! Und wenn er sich beschwert, sage ich ihm einfach, dass es seine eigene Schuld ist, wenn er nicht aufpasst.“
Da hast du recht. Aber was ist, wenn er wirklich Angst hat?“
Ach, das wird schon. Rüdi hat mehr Mut, als er zeigt. Und wenn nicht, dann kann ich immer noch eine Runde mit dem Rührstock schwingen!“
Das klingt nach einem Plan! Vielleicht sollte ich mitkommen, um zu sehen, wie das Ganze endet!“
Aber sicher! Du musst dabei sein, um die Reaktionen festzuhalten. Du weißt, wie sehr ich die Mimik von Rüdi schätze.“
Und ich kann dir sagen, dass ich die Mimik von dir schätze, wenn du versuchst, ihn zu überreden, die Lederhosen anzuziehen!“
Das wird ein Spektakel! Ich kann es kaum erwarten!“
Ich hoffe nur, dass du nicht vergisst, dass er ein bisschen empfindlich ist. Wenn du zu weit gehst, könnte es eine Katastrophe werden.“
Ich weiß schon, ich weiß schon. Aber wo bleibt der Spaß, wenn man nicht ein bisschen über die Stränge schlägt?“
Das ist wahr. Man lebt nur einmal, und wir haben schließlich eine Verantwortung, Rüdi zu zeigen, wie man das Leben genießt!“
Genau! Und wenn er sich beschwert, kann ich immer noch sagen: ‚Du bist das Opfer der Umstände, mein Freund!‘“
Du bist unmöglich! Aber ich liebe es! Lass uns gehen und sicherstellen, dass unser kleiner Rüdi nicht aus dem Schneider kommt!“
Auf zur Rüdi-Arena! Bereit für die Show?“
Immer bereit! Und ich hoffe, du hast deine Kamera dabei!“
Natürlich! Das wird das beste Video des Jahres!“
Ich kann es kaum erwarten, es in die Gruppe zu posten!“
Die ganze Nachbarschaft wird lachen!“
Und wir werden die Helden des Tages sein!“
Oh ja! Und wenn Rüdi in die Lederhosen schlüpft, wird er der unfreiwillige Komiker!“
Das wird eine Erinnerung für die Ewigkeit!“
Und ich werde sicherstellen, dass niemand es jemals vergisst!“
Auf gehts, Herr Guyonnet! Lass uns den Bülzen-König besuchen!“
Ja, und bring deinen Humor mit! Wir brauchen ihn!“
Oh, das ist das Mindeste! Lass uns das Chaos beginnen!“

Bettina Beispiel schrieb am 23.4. 2025 um 02:07:16 Uhr zu

Träume

Bewertung: 1 Punkt(e)

Der Nachmittag im Bülzenheimer Hallenbad roch nach Chlor und vergessenen Seniorensocken. Rüdi, barfuß und in speckiger Leberhose, starrte auf die Wand voller Rührstöcke. „Zwölf Zentimeter, achtzehn, vierundzwanzig…“ Er klimperte mit den Holzlatten wie ein schlechter Pianist. „Heut’ brauchich was mit *Pep*.“ Sein Zeh stupste einen Kochlöffel an, der verdächtig nach dem fehlenden Kochlöffel aus der Heimküche aussah.
*KLACK!* Die Duschraumtür flog gegen die Fliesen. „Rüdiiii!“ Der Direktor, 87 Jahre Hautfalten und serverabendfüllende Energie, schob sich durch den Dampf. Seine Hornbrille beschlug sofort. „Schon wieder fehltähdieseräh…“ Er schnappte nach Luft wie ein Goldfisch auf Trockenübungen.
Rüdi versteckte den Ausklopfer hinter seinem Rücken. „Der Kartoffelstampfer, Herr Direktor?“
Genau der! Und wo sind die Leberhosen?!“
Ähhier?“ Rüdi zog seinen Leberhosengummi einen Zentimeter runter.
Der Direktor keuchte melodramatisch. „Ins Büro. Sofort.“ Seine Pantoffeln quietschten den Flur entlang wie zwei beleidigte Meerschweinchen.
Oben, im versteckten Zimmer hinter dem Heizungskeller, klebte der Bürostuhl noch an Rüdis Oberschenkeln vom letztenVerhör“. Der Direktor wedelte mit einem Aktendeckel voller Kritzeleien: Karotten, die Trompeten spielten, Rentner beim Polonaisen-Twist. „Erklären Sie *das*, Rüdiger!“
Dasähmoderne Kunst?“
Moderne *Schrullen*!“ Der Alte hämmerte auf einen roten Knopf. *BRRRMMM!* Die Wand klappte auf, enthüllte ein Arsenal an Rührstöcken. „Seit Monaten klaut hier jemand Utensilien für…“ Er rutschte peinlich berührt auf seinem Sessel hin und her, „…*unanständige Aktivitäten*.“
Rüdi schluckte. „Würde ich nie—“
Doch!“ Der Direktor hob einen Stock mit Goldverzierung. „Rüdiglück 3000. Premiummodell. Vibrationsfunktion.“ Ein grünes Lämpchen blinkte obszön.
Herr Direktor, das ist ein Küchengerät—“
*ZWIIIIP!* Der Stock surrte plötzlich wie ein besoffener Mücken Schwarm. „Zeig mir deinen Schuhplattler, Junge!“
Aber ich kann nicht—“
„*Aufhören, aufhören!*“ Der Alte hüpfte auf dem Linoleum, Pantoffeln flogen gegen die Reißzweigenwand. „Es heißt *Rüdiglück tanzt sichs weg*!“
Ein rhythmisches *KLOPPERN* erfüllte den Raum. Rüdi hopste wie ein Eichhörnchen auf Herdplatten, während der Rührstock an seinem Hosenbund zitterte. *TRÖT-TRÖT* quäkte die Vibrationsfunktion im Walzertakt. „Herr Direktor, meinäh… Leberbereich—“
Mehr *Schwung*!“ Der Alte warf Senfgläser als Jonglierbälle. „Wir sind doch kein Seniorenheim für Langweiler!“
Plötzlich *RATTER-RATTER!* Die Tür barst. Frau Käsemeyer, 93, rollte im Elektrostuhl herein. „Braucht ihr Verstärkung?“ Ihr Pudel Bello jaulte zu den Schuhplattler-Schlägen.
Gut, dass Sie da sind!“ Der Direktor schob Rüdi einen Leberhosen-Pailettenrock zu. „Fangen Sie den Refrain!“
*PLATSCH!* Ein Senfglas traf die Neonröhre. Im Stroboskoplicht wirbelten Pantoffeln, Pudelhaare und Rührstöcke. Rüdi, jetzt mit Eiermaske, stolperte gegen die Aktenschränke. „Ich gebs zu! Ich hab den Kartoffelstampfer fürfür…“
„*Schluss mit dem Geständnisgerede!*“ Der Direktor hievte sich auf den Schreibtisch, seine Socke glühte neonrosa. „Ab morgen bist du der offizielleäh… *Tanztherapeut*!“
Und wenn ich Nein sage?“
Ein boshaftes Funkeln blitzte hinter der Hornbrille. „Dann erzähl ich allen vom *Vorfall* mit dem Eiersalat und dem Hämorrhoiden-Kissen.“
Rüdis Schultern sackten zusammen.
Als sie später die Treppe hinabstolperten, flüsterte der Direktor salbungsvoll: „Zwischen uns, Eierzwerg…“ Ein matschiger Netzkünstlerschwanz-Treter klebte an seiner Hose. „Man wird nie zu alt, um jungen Leuten Dampf zu machen.“
Rüdi rieb sich den surrenden Hosenbund. Unter ihnen, im Hallenbad, klatschten schon die ersten Rentner im Takt.

Herr Guyonnet schrieb am 18.11. 2025 um 02:48:19 Uhr zu

Träume

Bewertung: 2 Punkt(e)

Die verschneiten Gassen von Bülzenheim lagen in adventlicher Stille, als Rüdiger Zumsel das Pfarrhaus betrat. Seine schmutzigen Hände, die normalerweise eher unanständigen Spam in Pornoforen posteten als Tannenzweige zu binden, zitterten leicht. Pastor Gullifred stand bereits neben dem prachtvollen Tannenbaum, dessen Zweige noch kahl und erwartungsvoll in den Raum ragten. »Na endlich, Rüdi. Ich dachte schon, du versteckst dich wieder hinter deinen... digitalen Aktivitäten.« Der Pastor hielt eine Christbaumkugel gegen das Licht, sein Blick blieb kalt wie der Dezemberwind.
»Ach was, Herr Pastor. Bin doch pünktlich wie immerRüdis Grinsen zeigte eine Lücke zwischen den Vorderzähnen. Er griff nach einer Lichterkette, doch der Pastor legte ihm eine Hand auf den Arm.
»Interessant. Gerade als du hereinkamst, vibrierte mein Telefon. Eine Benachrichtigung von 'LederLust77' – deinem Account, wenn ich mich nicht irre?« Gullifreds Stimme war leise wie fallender Schnee.
Rüdis Lächeln gefror. »Das muss ein Hacker gewesen sein, ehrlich
»Komm mal mitDie Worte ließen keinen Widerspruch zu.
Sie betraten das dunkle Arbeitszimmer des Pastors. Der Mann schloss methodisch jedes Fenster, drehte den Schlüssel im Schloss zweimal um. Nur die grüne Tischlampe erhellte den Raum, warf lange Schatten über die mit theologischen Werken gefüllten Regale. Das Licht fiel auf Gullifreds Hände, die jetzt seltsam alt aussahen, fast durchscheinend.
»Zur Strafe werde ich dich an den Nordpol verbannen
Rüdi lachte auf. »Haha, guter Witz! Soll ich etwa dem Weihnachtsmann helfen
Genau das meinte ich. Der Pastor beugte sich zum Kamin, obwohl kein Feuer brannte. Seine Worte waren kein Ruf, sondern ein gesungener Befehl in einer Sprache, die nach Eis und uralten Sternen klang.
Aus der kalten Asche stieg ein Wirbel aus Schnee und Zimtduft. Die Luft knisterte wie gefrierendes Wasser. Dann stand er da: breitbeinig, in einen Pelzmantel gehüllt, mit Augen so blau wie Gletschereis. Der Weihnachtsmannund er sah alles andere als fröhlich aus.
»Wieder so ein Taugenichts, Gullifred? Letztes Jahr dieser Bursche, der die Rentiere mit Energy-Drinks fütterte!«
»Diesmal ist es besonders schlimm, alter Freund. Internetspam. Pornografischer Natur
Der Weihnachtsmann musterte Rüdi vom Kopf bis zu den Füßen. »Der sieht aus, als könnte er nicht mal einen Schneeball gerade werfen. Was soll ich mit dem
»Als Wichtel. Zur Umerziehung
»Zum Kloputzen und Schneefegen«, brummte der Weihnachtsmann widerwillig. »Mehr ist der nicht wert
Rüdi stammelte: »Aber... das ist doch nicht euer Ernst
Doch es war ernst. Eine Hand aus Pelz und Muskeln packte ihn am Kragen. Der Raum begann zu wirbeln, die Wände lösten sich in Nordlichter auf. Letztes, was Rüdi hörte, war Gullifreds trockene Bemerkung: »Vergiss nicht, die Elfen-Toiletten auch unter den Schüsseln zu putzen
Plötzlich stand er knietief in Polarschnee. Die Luft brannte in seiner Lunge. Vor ihm erhob sich eine Werkstatt von schwindelerregenden Ausmaßen, umgeben von Bergen unverpackter Geschenke. Der Weihnachtsmann drückte ihm einen Eimer und einen Schrubber in die Hand.
»Die dritte Toilette links hat letzte Woche ein Elfen-Kind verstopft. Viel Glück
Stunden später, mit eingefrorenen Fingern und einer Nase so rot wie seine zukünftige Zumpfthose, hatte Rüdi die schlimmste Drecksarbeit seines Lebens hinter sich. Er stapfte nach draußen, wo ihm der Weihnachtsmann einen Schneeschieber hinschmiss.
»Der Hof. Bis zum Polarkreis. Und beeil dich, der Wind kommt auf
Rüdi schob und schob. Der Schnee türmte sich zu weißen Wällen auf. Seine Hände bildeten Blasen unter den Handschuhen. Endlich, nach gefühlten Ewigkeiten, lag der Hof blank und sauber da.
»Fertig!«, keuchte er stolz.
Der Weihnachtsmann, der mit einem Tabletcomputer in der Hand vorbeiging, warf nur einen Blick hinaus. »Wir sehen uns in zehn Minuten wieder
Rüdi lehnte sich erschöpft an die Wandgenau als eine Böe vom Gipfel des Eisberges herabstürzte. Ein weißer Wirbelsturm fegte über den Hof, warf Schneemassen vor sich her, die sich genau so wieder absetzten, wie Rüdi sie weggeschoben hatte. Jede einzelne Flocke.
»Das... das ist ja unmöglich
Aus einem Fenster im ersten Stock lehnte sich ein Elfenmädchen. »Willkommen am Nordpol, Rüdi. Der Wind hier hat's persönlich auf dich abgesehen. Hihihi«
Rüdi starrte auf den völlig zugeschneiten Hof, auf die perfekte weiße Decke, die sein gesamtes Werk zunichtegemacht hatte. Langsam, sehr langsam, begann er zu begreifen, dass dies kein Traum war. Und dass der Weihnachtsmann keinen Spaß verstand.
Er seufzte und griff nach dem Schneeschieber. »Verdammte Scheiße
Irgendwo in der Ferne hörte man den Weihnachtsmann brummen: »Und wehe, du denkst hier an deine blöden Pornoseiten

jochbert schrieb am 1.2. 2025 um 22:16:58 Uhr zu

Träume

Bewertung: 1 Punkt(e)

Vorgestern nacht habe ich von zwei Mädchen geträumt,
die waren furchtbar kregel und aufgeräumt.
Die eine hatte einen schwarzen Bubikopf und die andre einen braunen,
und sie hatten einander so lieb, das war einfach zum Staunen.
Sie waren leicht gekleidetglatt zum Erkälten,
und sie taten einander immer Gleiches mit Gleichem vergelten.
Ich erwachte. Was war das gewesen?
In meinem großen ägyptischen Traumbuch steht zu lesen:
„Glückliches Familienleben.“

Gestern habe ich von lauter Umhängebärten geträumt.
Die hatten alle ein Glas, mit etwas, das schäumt.
Darauf stand: „Kochende Volksseele“ – aber sie machten niemand naß,
und der Sturm blieb im Wasserglas.
Darauf kam ein Reichswehrgeneral mit einem Wehrpflichtprogramm;
da rissen sie alle die Knochen vor ihm zusamm’.
Ich erwachte. Was war das gewesen?
In meinem großen ägyptischen Traumbuch ist zu lesen:
Ihnen steht eine Republik ins Haus.“

Heute Nacht habe ich von einem Mann geträumt,
der hatte sich seinen Talar schwarzweißrot umsäumt.
Er rollte seine kleinen Kalmückenaugen und hackte auf mir herum
ich stand hinter einer Schranke, und er redete laut und dumm.
Er sagte: „Was? Sie wollen über einen Generalfeldmarschall etwas dichten?
Über diesen großen Mann hat nur die Geschichte zu richten!
Ich lasse den Saal räumen! Ruhe! Sind Sie Kommunist? Jetzt rede ich!
Ich nehme Sie in eine Ordnungsstrafe! Was denken Sie sich eigentlich –?“

Und da wollte ich meine Meinung nicht länger verstecken.
Ich sage:
Herr“, sage ich „... ...... .... .. ...... ......!“Aber wie das so ist in der Welten Lauf –:
grade, wenns am schönsten wird, dann wacht man auf.

Basti2@t-online.de schrieb am 25.6. 2001 um 20:29:00 Uhr zu

Träume

Bewertung: 3 Punkt(e)

Was haben traumatische Erlebnise mit Träumen zutun?
Unsere feine postkulturelle Bonzengesellschaft mit Ansätzen von spastischer Spaßsucht sehnt sich nach Träumen: Traumschiff, Traumhochzeit, Traumfrau(-mann), Traumzeit, Traumhaus, Traumauto etc. .
Doch diese Träume entpuppen sich früher oder später als Traumata. Traumata des Egosismus, des Neides, der Macht. Traumata des materiellen Reichtums und der geistigen Armut.

biggi schrieb am 29.1. 2001 um 21:46:03 Uhr zu

Träume

Bewertung: 1 Punkt(e)

die diven kommen. zu tisch. jede zerbrechlich. bis in die fingerspitzen. tauchen ein in die stille. und die nase kitzelt. den hintern haben die sich auch seit zwei stunden nich kratzen können. gelobet sei die sterilität. ein königreich für einen stieltupfer. nie würde ich operateur werden. schon weil man anderswo gemütlicher sitzt. und kaffee trinkt sichs ohne mundschutz auch einfacher.


außerdem geht wohl nix über einen hölzernen schreibtisch am weit geöffneten fenster. ja, es gibt tatsächlich leute, die behaupten, dass es ein leben jenseits des OP gibt. andererseits haben diese 24 m2 einen gewissen reiz, besonders, wenn grad wetter ist. und das soll ja angeblich fast immer sein. also dieses wetter.

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