Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 871, davon 724 (83,12%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 152 positiv bewertete (17,45%)
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Der erste Text am 6.8. 1999 um 12:17:39 Uhr schrieb
Jonas über Träume
Der neuste Text am 24.1. 2026 um 09:57:24 Uhr schrieb
landlord über Träume
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am 24.11. 2024 um 13:56:46 Uhr schrieb
manuel 12 über Träume

am 19.2. 2013 um 00:22:26 Uhr schrieb
heini über Träume

am 15.2. 2025 um 10:11:58 Uhr schrieb
Peterle über Träume

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Träume«

yggdrasil schrieb am 30.11. 2000 um 21:21:12 Uhr zu

Träume

Bewertung: 3 Punkt(e)

bis jetzt hatte ich erst zwei mal träume, die mir so vorkamen, als wären sie real. und beide male bin ich darin gestorben.
einmal, weil ich in einem auto sass, das auf den schienen fuhr, und dann kam uns ein zug entgegen. zuerst hatte ich alles noch aus meiner normalen perspektive gesehen, aber in dem moment, wo der zug mit uns zusammmenstiess, habe ich mich plötzlich selbst gesehen, wie ich durch einen schwarzen raum geschwebt bin, mit geschlossenen augen, in der gleichen position, in der ich im auto gesessen bin. das einzige was ich gedacht habe war »jetzt bist du also totund da war ich schon wach, und hatte nur noch nicht die augen aufgemacht.
beim zweiten mal bin ich nicht gestorben, aber ich sass irgendwo und wusste, dass ich nicht allein bin, obwohl ich niemanden sehen und nichts hören konnte. ich sass nur die ganze zeit da, und wusste, dass ich in einer situation bin, aus der ich garantiert nie wieder rauskommen kann, sondern in der ich einfach sterben werde. das hat ewig gedauert, dabei sind doch träume sonst immer so kurz. der hier kam mir vor, als hätte er stunden gedauert, stunden in denen ich nichts anderes gemacht habe als zu wissen, dass ich bald tot bin.

Nanni schrieb am 13.1. 2001 um 08:42:19 Uhr zu

Träume

Bewertung: 3 Punkt(e)

Luise: »Immer wenn ich ins Bett soll, dann vermiss ich dich so
Mama: »Aber du schläfst doch gleich ein, und dann träumst du ein bißchen und
wenn du dann wieder aufwachst, wird es hell und ich mach euch das Frühstück
Luise: »Aber ich vermiß dich auch in meinen Träumen
Mama: »Dann ruf mich einfach, dann komm ich von meinen Träumen zu deinen
Träumen hinüber
Luise: »Aber das hab ich schon gemacht und du bist nicht gekommen
Mama: »Vielleicht hast du mich auch nur nicht bemerkt, weil du zu sehr mit
anderen Dingen deines Traumes beschäftigt warst
Anna: »Mama, oder du hast nicht den richtigen Weg gefunden und warst im
falschen Traum
Luise: »Ja, ich glaube Anna hat Recht. Ich erkläre dir den Weg dahin und dann kannst du mich
auch finden.
Wenn du zu meinen Träumen willst, dann mußt du erst immer im Kreis gehen und dann nach einer
langen Zeit einen golden und silbern glitzernden Weg nehmen. Du darfst auf keinen Drachenkopf
drücken und nicht nach links oder rechts schauen. Und .... und ganz am Ende kommt dann ein
großes goldenes Tor und wenn genau das Licht von einem Regenbogen darauf fällt, dann mußt du
hindurch gehen
Mama: »Aha
Anna: »Der Weg zu meinen Träumen ist ganz einfach. Immer geradeaus und
wenn eine Kurve kommt, dann nach rechts, und gleich nochmal rechts und dann
bist du schon fast da

Felix schrieb am 28.2. 2000 um 14:00:57 Uhr zu

Träume

Bewertung: 5 Punkt(e)

Die Dimension der Träume, die Phantasiewelt ist ebenso mächtig wie die sogenannte »reale« Welt. Beide Seiten sind real und beide sind genauso wirksam. Viele Menschen sind sich dessen nicht bewußt, oder sie verdrängen das. Das was dort, in der nichtgreifbaren Welt passiert, hat jedoch gewaltige Auswirkungen. Stichwort: Mentalkörper.
Das Leben ist mehr als nur die physische Welt. Erkennt die Phantasie als Teil der WIRKlichkeit! Glaube das Unglaubliche. Nichts ist so wie es scheint.

Rufus schrieb am 11.9. 2001 um 22:40:48 Uhr zu

Träume

Bewertung: 4 Punkt(e)

Verboten

Ich hab' mir das Träumen verboten
Den Schmerz und die Hoffnung darin
Ich trinke jetzt mehr
Und schlafe jetzt flacher

Ich hab' mir das Träumen verboten
Die Lust und die Liebe darin
Ich schimpfe jetzt mehr
Und atme jetzt flacher

Ich hab' mir das Träumen verboten
Die Angst und die Freude darin
Ich haste umher
Und denke jetzt flacher

Ich hab' mir das Träumen verboten
Die Weite und Liebe darin
Ich weine nicht mehr
Und fühle jetzt flacher

30. 7. 2001


jochbert schrieb am 1.2. 2025 um 22:34:12 Uhr zu

Träume

Bewertung: 1 Punkt(e)

S. frequentirte nach Absolvirung des Gymnasiums vorläufig den Antikensaal der Akademie, ohne sich daselbst besonders heimisch zu fühlen, und doch erhielt sein für Formenschönheit scharf empfängliches Auge hier schon ein ausgeprägtes Stylgefühl und eine classische Gewandtheit, selbes zum künstlerischen Ausdrucke zu bringen. Ebenso förderte ihn, gleichfalls mehr als er je zugestehen wollte, die Aufnahme und Beschäftigung im Atelier des damals auf der Höhe seines Ruhmes angelangten Professors Ludwig Ferdinand v. Schnorr, dessen Mysticismus und Farbeneffecte indessen auf den lustigen S. ebenso unsympathisch wirkten, wie der Rumor in Peter Krafft’s Schlachtenbildern. Da Schwind’s Verhältnisse eigenen Erwerb sehr wünschenswerth machten, so zeichnete er Neujahrskarten undTurniereals Bilderbogen für J. Trentsensky, unter welchen die ringenden Ritter (No. 22 dieser bis in die neueste Zeit immer noch beliebten und vielfach nachgedruckten Blätter) unwillkürlich an die nachmaligen „Akrobaten-Spiele“ (in No. 251 und 252) der „Münchener Bilderbogen“ gemahnen. Aus dieser Zeit stammt eine ganze Reihe von Skizzen, welche S. zu Kenners Balladen von „Stillfried und Sigunde“ zeichnete; leider kamen weder die Dichtung noch die Illustrationen in die Oeffentlichkeit; auch von den zwölf „Vignetten“ zu einer von Schubert (als Op. 38 bei Cappi und Comp. 1825) componirten Dichtung Kenners gelangte nur eine derselben als Titelverzierung zum Druck. Außerdem wurden viele Porträts gemalt z. B. der Hofschauspielerin Sophie Schröder (lithographirt bei Trentsensky als Beigabe zu Hormayr’sArchiv“ 1823 No. 146); in einem an Schober gerichteten Briefe vom 6. Mai 1824 beziffert S. die Zahl schon auf dreißig! und allerlei Genrebilder, darunter ein alter, brodabschneidender Knappe (der sog. „Brodschneider“) und ein biblischer Stoff, wieJoseph im Kerkerdem Mundschenk und Bäcker die Träume auslegt. Dann entwarf er eine Serie von sechzig Grabdenkmälern (die sog. „Gräber“) für allerlei Leute und drei Blätter zuBalladenfür Trentsensky, einen großenChristophund dieVision eines Ritters“, welcher eine gefesselte Jungfrau erlösen will (später alsRitters Traumbild“ umgearbeitet als No. 128 der Wiener Schwind-Ausstellung 1871) und allerlei andere Scenen, in welchen er nach Goethes Vorbild, seines Herzens eigene Erlebnisse lyrisch-künstlerisch gestaltete. Zu Anfang des Jahres 1825 entstand in angestrengtem, alles vergessendem Schaffen, der „Hochzeitszug des Figaro“ – der erste große Flügelschlag des seiner Kraft bewußtwerdenden Genius! Es sind über hundert Figuren auf 29 Blättern: Eine Fülle von Schönheit, Adel und Sicherheit der Form, wie sie nur unserm Schwind eigen war. Reiter eröffnen den Zug, dann folgen Trompeter und Pauker, zwei Bläser und ein Waldhornist, zwei Geiger und ein Baßspieler – ächte Musikanten wie sie nur S. schaffen mochte; auf einem Blatt hat er auch sein Porträt untergebracht, wie denn überhaupt viele seiner Freunde mit unverkennbarer Aehnlichkeit hier mitspielen. Das Brautpaar sind Figaro und Susanne; der Graf und die Gräfin gehen auch mit, dazu Tänzer, Soldaten, Gäste und Masken; der verliebte Papageno, die vier Jahreszeiten, darunter schon jene Personification des Winters, wie er aus dem „Radir-Almanach“, zuerst mit Versen von Hermann Rollett in No. 124 der „Fliegenden Blätter“ (VI. Bd. No. 4) und darauf in No. 5 der „Münchener Bilderbogen“ die Reise um die Welt machte. Schon damals sahen, wie Wilhelm Chezy in seinen Erinnerungen (Schaffhausen 1863, II, 81) berichtet, einzelnedie Bürgschaft einer großen Zukunftin diesem Werke; Frau Helmine v. Chezy („Unvergessenes“ Leipzig 1858 II, 266) [451] gerieth darüber in gerechtes Entzücken, sie lobte nächst dem überschwänglichen Humor die Gedankenfülle, Heiterkeit und Kraft. Auch Grillparzer freute sich innig daran, übrigens vielleicht mehr aus musikalischem Interesse als künstlerischem Verständniß, welch’ letzteres bei dem großen Dramatiker immer stark unausgebildet blieb. Durch Grillparzer kamen die Zeichnungen zu Beethoven, welcher selbe noch in seiner letzten Krankheit bewunderte. Nach seinem Tode gingen sie an S. zurück, aus dessen Nachlaß diese Perle wieder zum Vorschein kam, leider blieb das Werk bisher noch immer Manuscript und fand nicht den Weg in die Oeffentlichkeit, wie denn in des Künstlers Nachlaß noch ein ganzer Schatz „Inedita“ zu einem interessanten „Schwind-Albumvorhanden liegt. – Indessen wogte in der Phantasie des jungen Meisters eine ganze Fülle von Entwürfen, dazu gehören die Illustrationen zu einer Classikerausgabe, wovon uns ein paar Blätter zu Hans Benedix und Nathan dem Weisen bekannt geworden, ein Cyclus „Kinderbelustigungen“, ein großes Tableau mit „Zriny’s Ausfall aus der belagerten Festung Szigeth“ – ein Kapitalblatt mit figurenreicher Composition (lithographirt bei Trentsensky; ebendas. erschien auch ein lithographirtes Porträt desNikolaus Grafen von Zriny“). Dazu sechs Blätter zu Robinsons Aventüren (ebendas.); eine große Anzahl Titelvignetten zu Clavierstücken aus dem Barbier von Sevilla, zu Tancred, Othello, zur diebischen Elster u. s. w. Auch eine durch S. illustrirte Ausgabe von „Shakspeares sämmtlichen dramatischen Werken, übersetzt im Metrum des Originals“ (von E. v. Bauernfeld, Ferdinand Mayerhofer und anderen), Wien 1826 bei J. Sollinger ist hier zu verzeichnen. Zu jedem Drama, welches auch in einzelner Ausgabe erschien, zeichnete S. auf den Titelumschlag eine bei Trentsensky lithographirte Vignette; auf dem Titel die schwebenden Figuren der tragischen Muse mit dem Lustspiel und einer gekrönten Tuba-Bläserin (Fama). Dann die Titel-Bildchen zuTausend und Eine Nacht“ (deutsch von Max Habicht, Fr. H. v. d. Hagen und Karl Schall, Breslau 1824 ff. in 15 Bänden; 4. Aufl. 1836; 5. Aufl. 1850), ein Auftrag, der durch Schober’s Vermittelung aus Breslau an S. gelangte und jedenfalls schon 1823 gezeichnet sein mußte, da die ganze Ausgabe lieferungsweise im Jahre 1824 begann; sie errang den Beifall Goethes, welcher den jungen Künstler mit einer wahren dithyrambischen Anerkennung (im 6. Band von Kunst und Alterthum, abgedruckt in der Vorrede zum „Radir-Almanach“ und bei Führich S. 14) begrüßte. Wenn Goethe über diese verhältnißmäßig jugendlichen Leistungen in solche Begeisterung gerieth, was hätte er dann erst überRitter Kurts Brautfahrt“ und die späteren unvergleichlichen Zeichnungen Schwind’s sagen müssen, worauf unsere neuesten Impressionisten freilich mit chauvinistischer Verachtung herabzublicken belieben. Die Kinderkrankheit der Pleinairmalerei ist indessen nur eine Modesache – glücklicherweise verfiel S. niemals der wechsellaunigen Mode und wird somit als ächter Künstler über allem Parteihader verbleiben.

Basti2@t-online.de schrieb am 25.6. 2001 um 20:29:00 Uhr zu

Träume

Bewertung: 3 Punkt(e)

Was haben traumatische Erlebnise mit Träumen zutun?
Unsere feine postkulturelle Bonzengesellschaft mit Ansätzen von spastischer Spaßsucht sehnt sich nach Träumen: Traumschiff, Traumhochzeit, Traumfrau(-mann), Traumzeit, Traumhaus, Traumauto etc. .
Doch diese Träume entpuppen sich früher oder später als Traumata. Traumata des Egosismus, des Neides, der Macht. Traumata des materiellen Reichtums und der geistigen Armut.

Herr Guyonnet schrieb am 16.11. 2025 um 21:00:30 Uhr zu

Träume

Bewertung: 1 Punkt(e)

Die Septembersonne warf lange Schatten über den verwilderten Garten von Nummer 17. Rüdiger Zumsel, von allen nur Rüdi genannt, wischte sich den Schweiß von der Stirn und stützte sich auf den Rechen. Seine 62 Jahre machten sich bemerkbar, besonders nach drei Stunden Unkraut jäten und Heckenschneiden. Neben ihm, auf einer schmiedeeisernen Bank, thronte der ehemalige Direktor des Bülzenheims. Mit 87 Jahren besaß er immer noch diese undurchdringliche Autorität, die Rüdi seit jeher einschüchterte.
»Eine verdammte Ewigkeit ist das her, diese Hecke«, keuchte Rüdi und warf einen Ast auf den wachsenden Haufen. Seine Hände, gewohnt an das Klappern von Tastaturen und das Versenden zweifelhafter Lederfetisch-Stories in sozialen Medien, waren voller Blasen.
Der Alte nippte an seinem Eistee. »Ordnung ist das halbe Leben. Das habe ich meinen Insassen immer gesagtSein Blick wanderte über das frisch gestutzte Grün. »Sie haben Potential, Zumsel.«
Rüdi grinste. »Ach was, die Jugend von heute hat doch keinen Respekt mehr. War das bei Ihnen im Bülzenheim nicht strenger? Mit den Gefangenen? Mehr Disziplin
Ein seltsames Glitzern trat in die alten Augen des Direktors. »Nun, Rüdi. KlarEr stellte das Glas ab und richtete sich kerzengerade auf. »Aber wahre Strenge beginnt bei einem selbst. Du wirst jetzt mein Gartenzwerg
Rüdi lachte unsicher. »Haha, guter Witz, Chef. Ein Gartenzwerg. Sehr witzig
Das Lachen erstarb ihm in der Kehle. Ein kribbelndes Gefühl, als ob tausend Ameisen über seine Haut liefen, durchzog seinen Körper. Seine Gelenke knackten, sein Rückgrat schien sich zu stauchen. »Moment mal... was...?«
Seine Haut kühlte ab, verhärtete sich zu einer glatten, künstlichen Oberfläche. Das Grün der Wiese wurde plötzlich überwältigend groß, die Disteln ragten wie Bäume um ihn herum auf. Seine Arme erstarrten in einer grotesken Position, eine Hand zur Faust geballt, als halte sie einen unsichtbaren Spaten. Sein Mund öffnete sich zu einem stummen Schrei, der in der aufkommenden Brise verhallte. Das letzte, was er hörte, war die zufriedene Stimme des Direktors.
»Perfekt. Endlich mal ein Geselle, der nicht maulend sein Bier verlangt
*Knarr*.
So stand er nun. Rüdi Zumsel, 1,20 Meter groß, aus feinstem, wetterfestem Kunstharz. Seine Zumpfthose und das schlabbrige T-Shirt waren zu einer bunten, lackierten Malerhose und einer Zipfelmütze transmutiert. Sein einst so geschäftiges Gesicht, ständig am Smartphone, war zu einem frechen, aber erstarrten Grinsen erstarrt. In seinen Augen, oder dem, was einmal seine Augen gewesen war, spiegelte sich der pure Horror.
Die Tage zogen ins Land. Er erlebte Sonnenaufgänge, die er sonst nur verpasst hatte, weil er bis mittags schlief. Er spürte den sanften Regen, der über seine glatte Nase tropfte. Er ertrug die neugierigen Blicke von Spatzen, die auf seiner Mütze hüpften.
*Zwitscher, zwitscher!*
»Verpiss dich, du Federball«, dachte er wütend, aber sein Mund bewegte sich nicht.
Eines Nachmittags kam die Enkelin des Direktors zu Besuch, ein kleines Mädchen mit Zöpfen.
»Opa, der neue Zwerg ist aber komisch. Der guckt so böse
Der Direktor tätschelte ihr den Kopf. »Das ist der Rüdi. Der denkt nach. Früher hat er im Internet immer Unsinn verbreitet. Jetzt muss er zur Ruhe kommen
Rüdis geistige Stimme überschlug sich. *Unsinn? Das waren kunstvolle Erzählungen über Leder und verschmähte Liebe! Meisterwerke der digitalen Folter!*
Abends, wenn der Direktor auf der Bank saß, redete er mit ihm.
»Siehst du, Zumsel? Die wahre Disziplin ist die zur Untätigkeit. Du kannst nicht mehr spammen. Nicht mehr lügen. Du musst einfach nur... sein
*Gurgel, gluck* – das Geräusch des Direktors, der an seinem Schnaps nippte, war die Hölle für Rüdis empfindliches Gnom-Gehrn.
Nach einer Woche begann ein seltsamer Frieden in ihm zu keimen. Die ständige Jagd nach Likes, die obsessive Kontrolle seiner selbst erfundenen Geschichtensie schienen so bedeutungslos. Der Geruch von nasser Erde nach einem Gewitter war echter als tausend virtuelle Kommentare. Das sanfte Summen der Bienen war eine bessere Melodie als das nervöse Piepsen seiner Smartphone-Benachrichtigungen.
Dann, an einem stürmischen Herbstabend, als der Wind heulend um das Haus pfiff, geschah ein Wunder. Ein besonders heftiger Stoß riss ihn von seinem Sockel. Er kippte nach vorn und landete mit einem dumpfen *Klack* auf dem feuchten Rasen. Ein Riss zog sich durch seine Harz-Schulter.
Und dann ein Gefühl. Ein winziges, kaum spürbares Pochen in seinem kleinen, steinernen Herzen. Seine Finger zuckten.
Aus seinem erstarrten Mund entwich ein hauchdünnes, kratziges Geräusch, das der Wind sofort davontrug. Es klang wie: »Hilfe...«
Aber es war ein Anfang. Vielleicht war die Strafe des Direktors doch nicht ewig. Vielleicht war sie nur eine sehr, sehr strenge Lektion. Eine Lektion, die Rüdi, der Gartenzwerg, jetzt ganz langsam zu begreifen begann. Mit einem Riss in der Schulter und einem winzigen Funken Hoffnung im Herzen.

Bettina Beispiel schrieb am 23.4. 2025 um 02:07:16 Uhr zu

Träume

Bewertung: 1 Punkt(e)

Der Nachmittag im Bülzenheimer Hallenbad roch nach Chlor und vergessenen Seniorensocken. Rüdi, barfuß und in speckiger Leberhose, starrte auf die Wand voller Rührstöcke. „Zwölf Zentimeter, achtzehn, vierundzwanzig…“ Er klimperte mit den Holzlatten wie ein schlechter Pianist. „Heut’ brauchich was mit *Pep*.“ Sein Zeh stupste einen Kochlöffel an, der verdächtig nach dem fehlenden Kochlöffel aus der Heimküche aussah.
*KLACK!* Die Duschraumtür flog gegen die Fliesen. „Rüdiiii!“ Der Direktor, 87 Jahre Hautfalten und serverabendfüllende Energie, schob sich durch den Dampf. Seine Hornbrille beschlug sofort. „Schon wieder fehltähdieseräh…“ Er schnappte nach Luft wie ein Goldfisch auf Trockenübungen.
Rüdi versteckte den Ausklopfer hinter seinem Rücken. „Der Kartoffelstampfer, Herr Direktor?“
Genau der! Und wo sind die Leberhosen?!“
Ähhier?“ Rüdi zog seinen Leberhosengummi einen Zentimeter runter.
Der Direktor keuchte melodramatisch. „Ins Büro. Sofort.“ Seine Pantoffeln quietschten den Flur entlang wie zwei beleidigte Meerschweinchen.
Oben, im versteckten Zimmer hinter dem Heizungskeller, klebte der Bürostuhl noch an Rüdis Oberschenkeln vom letztenVerhör“. Der Direktor wedelte mit einem Aktendeckel voller Kritzeleien: Karotten, die Trompeten spielten, Rentner beim Polonaisen-Twist. „Erklären Sie *das*, Rüdiger!“
Dasähmoderne Kunst?“
Moderne *Schrullen*!“ Der Alte hämmerte auf einen roten Knopf. *BRRRMMM!* Die Wand klappte auf, enthüllte ein Arsenal an Rührstöcken. „Seit Monaten klaut hier jemand Utensilien für…“ Er rutschte peinlich berührt auf seinem Sessel hin und her, „…*unanständige Aktivitäten*.“
Rüdi schluckte. „Würde ich nie—“
Doch!“ Der Direktor hob einen Stock mit Goldverzierung. „Rüdiglück 3000. Premiummodell. Vibrationsfunktion.“ Ein grünes Lämpchen blinkte obszön.
Herr Direktor, das ist ein Küchengerät—“
*ZWIIIIP!* Der Stock surrte plötzlich wie ein besoffener Mücken Schwarm. „Zeig mir deinen Schuhplattler, Junge!“
Aber ich kann nicht—“
„*Aufhören, aufhören!*“ Der Alte hüpfte auf dem Linoleum, Pantoffeln flogen gegen die Reißzweigenwand. „Es heißt *Rüdiglück tanzt sichs weg*!“
Ein rhythmisches *KLOPPERN* erfüllte den Raum. Rüdi hopste wie ein Eichhörnchen auf Herdplatten, während der Rührstock an seinem Hosenbund zitterte. *TRÖT-TRÖT* quäkte die Vibrationsfunktion im Walzertakt. „Herr Direktor, meinäh… Leberbereich—“
Mehr *Schwung*!“ Der Alte warf Senfgläser als Jonglierbälle. „Wir sind doch kein Seniorenheim für Langweiler!“
Plötzlich *RATTER-RATTER!* Die Tür barst. Frau Käsemeyer, 93, rollte im Elektrostuhl herein. „Braucht ihr Verstärkung?“ Ihr Pudel Bello jaulte zu den Schuhplattler-Schlägen.
Gut, dass Sie da sind!“ Der Direktor schob Rüdi einen Leberhosen-Pailettenrock zu. „Fangen Sie den Refrain!“
*PLATSCH!* Ein Senfglas traf die Neonröhre. Im Stroboskoplicht wirbelten Pantoffeln, Pudelhaare und Rührstöcke. Rüdi, jetzt mit Eiermaske, stolperte gegen die Aktenschränke. „Ich gebs zu! Ich hab den Kartoffelstampfer fürfür…“
„*Schluss mit dem Geständnisgerede!*“ Der Direktor hievte sich auf den Schreibtisch, seine Socke glühte neonrosa. „Ab morgen bist du der offizielleäh… *Tanztherapeut*!“
Und wenn ich Nein sage?“
Ein boshaftes Funkeln blitzte hinter der Hornbrille. „Dann erzähl ich allen vom *Vorfall* mit dem Eiersalat und dem Hämorrhoiden-Kissen.“
Rüdis Schultern sackten zusammen.
Als sie später die Treppe hinabstolperten, flüsterte der Direktor salbungsvoll: „Zwischen uns, Eierzwerg…“ Ein matschiger Netzkünstlerschwanz-Treter klebte an seiner Hose. „Man wird nie zu alt, um jungen Leuten Dampf zu machen.“
Rüdi rieb sich den surrenden Hosenbund. Unter ihnen, im Hallenbad, klatschten schon die ersten Rentner im Takt.

Dein Erzieher schrieb am 16.11. 2025 um 00:25:19 Uhr zu

Träume

Bewertung: 1 Punkt(e)

Sag mal, mein Junge, tut dir der Eierkopf noch weh?“
Nur wenn ich mich hinsetze. Das erinnert mich an die Tracht Lederhosen, die Sie mir verabreichen mussten!“
Ach, das war doch nur ein kleiner Spaß! Ich wollte doch nur sehen, wie du in den Dingen aussiehst. Und ganz ehrlich, du sahst aus wie ein überdimensionierter Spargel!“
Danke für die ehrliche Meinung, Herr Guyonnet. Ich wette, das hat nicht jeder so gesehen!“
Na, wie auch immer. Ich wollte dir gerade sagen, dass ich auf dem Weg zu Rüdi bin. Er wartet schon auf mich. Und den Rührstock!“
Warten? Warten? Ich hoffe, du hast ihm nicht zu viele Hoffnungen gemacht!“
Ach, der wird schon wissen, was ihn erwartet. Ich habe ihm einen kleinen Besuch angekündigt. Und ich habe noch eine Lektion für ihn parat. Du weißt schon, wie man ein bisschen Spaß hat!“
Ich will nicht wissen, was du mit deinem Rührstock anstellen willst. Aber wenn Rüdi dich sieht, wird er wahrscheinlich genauso reagieren wie beim letzten Mal. Er schaute schon komisch, als er mich sah!“
Das wird großartig! Ich freue mich schon darauf. Ich kann mir nur vorstellen, wie er guckt, wenn ich mit dem Rührstock auftauche. Wahrscheinlich wird er wie ein Kaninchen im Scheinwerferlicht stehen.“
Das wird sicher ein Bild für die Götter! Wenn du mit den Lederhosen zurückkommst, wird er denken, du hast die ganze Schreinerei mitgebracht!“
Haha, die Vorstellung ist schon zu gut! Vielleicht sollte ich ihn gleich in die Lederhosen stecken, dann hat er wenigstens etwas, das ihn ablenkt.“
Oh, das wäre wirklich ein Spaß! Stell dir vor, wie er aussiehtwie ein schüchterner Pfannkuchen!“
Und ich könnte sagen: ‚Rüdi, du bist jetzt unser Pfannkuchen-König!‘“
Das wäre ein Titel, den er wohl nie wieder loswerden würde!“
Genau! Und wenn er sich beschwert, sage ich ihm einfach, dass es seine eigene Schuld ist, wenn er nicht aufpasst.“
Da hast du recht. Aber was ist, wenn er wirklich Angst hat?“
Ach, das wird schon. Rüdi hat mehr Mut, als er zeigt. Und wenn nicht, dann kann ich immer noch eine Runde mit dem Rührstock schwingen!“
Das klingt nach einem Plan! Vielleicht sollte ich mitkommen, um zu sehen, wie das Ganze endet!“
Aber sicher! Du musst dabei sein, um die Reaktionen festzuhalten. Du weißt, wie sehr ich die Mimik von Rüdi schätze.“
Und ich kann dir sagen, dass ich die Mimik von dir schätze, wenn du versuchst, ihn zu überreden, die Lederhosen anzuziehen!“
Das wird ein Spektakel! Ich kann es kaum erwarten!“
Ich hoffe nur, dass du nicht vergisst, dass er ein bisschen empfindlich ist. Wenn du zu weit gehst, könnte es eine Katastrophe werden.“
Ich weiß schon, ich weiß schon. Aber wo bleibt der Spaß, wenn man nicht ein bisschen über die Stränge schlägt?“
Das ist wahr. Man lebt nur einmal, und wir haben schließlich eine Verantwortung, Rüdi zu zeigen, wie man das Leben genießt!“
Genau! Und wenn er sich beschwert, kann ich immer noch sagen: ‚Du bist das Opfer der Umstände, mein Freund!‘“
Du bist unmöglich! Aber ich liebe es! Lass uns gehen und sicherstellen, dass unser kleiner Rüdi nicht aus dem Schneider kommt!“
Auf zur Rüdi-Arena! Bereit für die Show?“
Immer bereit! Und ich hoffe, du hast deine Kamera dabei!“
Natürlich! Das wird das beste Video des Jahres!“
Ich kann es kaum erwarten, es in die Gruppe zu posten!“
Die ganze Nachbarschaft wird lachen!“
Und wir werden die Helden des Tages sein!“
Oh ja! Und wenn Rüdi in die Lederhosen schlüpft, wird er der unfreiwillige Komiker!“
Das wird eine Erinnerung für die Ewigkeit!“
Und ich werde sicherstellen, dass niemand es jemals vergisst!“
Auf gehts, Herr Guyonnet! Lass uns den Bülzen-König besuchen!“
Ja, und bring deinen Humor mit! Wir brauchen ihn!“
Oh, das ist das Mindeste! Lass uns das Chaos beginnen!“

Schuldirektor schrieb am 16.11. 2025 um 00:35:53 Uhr zu

Träume

Bewertung: 1 Punkt(e)

Die Sonne brannte auf die Backsteine des Pfarrhauses in Bülzenheim, als Rüdi mit einem Sack voll schlechter Ideen hinter dem Holunderbusch kauerte. »Heut kriegt der alte Bibelheini 'ne Überraschung«, murmelte er und spuckte Kirschkerne gegen die Gartenbank. Seine Leberhose sackte am Knie ein, während er sich zum Küchenfenster hochzog.
Ein metallisches _Klirr_ durchschnitt die Mittagsruhe. »Heiliger Strohsack – die BratpfanneRüdi hielt den gestohlenen Kupferlöffel wie einen Trophäenpokal über den Kopf. »Fürs Kartoffelpüree im Bülzenheim
Plötzlich schlug eine Tür. Pastor Karminski stand im Türrahmen, sein Haar wirbelte im Wind wie aufgescheuchte Taubenfedern. »Nu sagen Sie mal, junger Mann! Woll'n wir hier etwa die Passionsgeschichte in Diebeslatein umdichten?«
Das Herrenpastorenbüro duftete nach Mottenkugeln und vergessenem Weihrauch. Ein Apolstelbild starrte Rüdi an, während der Pfarrer einen meterlangen Quirl aus dem Wandschrank zerrte. »So. Gemäß Sprüche 13,24 gibt's jetzt praktische Seelsorge
Rüdis Knie schlotterten. »Äh...heilige Sauerampfersuppe, Herr Pastorist das nicht 'n bisschen... profan
»Profan ist getrunkenes Weihwasser, Junge
Ein riesiger Kakadu plumpste aufs Bücherregal. »Kantiger Kirchenvogel! Vögelchen klau! Vögelchen klau!«
»Still, Polykarp!«, fauchte der Pfarrer und verhedderte sich im Weihwasserwedel. Rüdi nutzte das Chaos, um zur Tür zu schleichen. Doch Karminski fing ihn am Kragen. »Oh nein, mein kleiner Levit. Jetzt üben wir die Freuden christlicher Demut. Zunächst: Biblische Reigentänze mit Küchenutensilien!«
Der Kochlöffel quietschte in Rüdis Handfläche. »Zwölf Uhr mittags? Herr Pastor, das ist doch–«
»Psalmen 149,3! _Sie sollen loben seinen Namen im Reigen_ – und zwar im Ringelpiez mit Anfassen! _Hüpf!_ «
Fünf qualvolle Minuten später klebte Rüdi schweißgebadet am Barockschreibtisch. Polykarp klaute ihm die letzten Pfefferminzdrops aus der Hemdtasche. »Zweiter Akt!«, rief der Pfarrer und schleuderte ein staubiges Matthäusevangelium aufs Holz. »Für jeden Übersetzungsfehler gibt's zehn Vaterunser auf den Latschen
Rüdis Augen wanderten zur Standuhr. »Also... ähm... _und sie folgten dem Stern bis zum Stall_... äh Topf
_Krack!_ Der Quirl traf die Tischkante. »Sie Tölpel! Die Arche Noah war kein Suppenkaspertheater! Hier – schrubben Sie lieber die Kanzel, bevor der Teufel Sie beim Spammen erwischt
Die Zahnbürste in Rüdis Hand sah aus wie ein Streichholz neben dem ausgetrockneten Weihwasserbecken. »Mit dem Ding? Da brauch ich doch bis–«
»Bis zur Wiederkunft Christi? Genau! Losgefegt!«
Als die Abendglocke läutete, hing Rüdi wie ein geköpfter Hahn über dem Beichtstuhl. Sein Hemd klebte voller Spinatflecken vom Pastorenmittagessen, die Hose voller Polykarp-Federn.
»Na mein EierköpfchenDer Pfarrer musterte die blitzende Kanzel. »Donnerwetteraus Ihnen könnte noch ein anständiger Ministrant werden. Wenn wir das mit der Kirchenrenovierung kombinieren...«
Rüdi röchelte ein Dankeslied, während er rückwärts zur Tür schlich. »Vollherzigsten Dank, Herr Pastor... äh... geschätzter Osterschinken! Eh... erfahrener Seelenhirte! Fast Achtziger, was
»Siebenundachtzig, junger Freund! Im Herbst gibt's Sondergottesdienst für mein diamantenes Seelsorgejubiläum.« Karminski tätschelte den Papageienkopf. »Da sehen wir uns dann wiedermit weniger Frevel und mehr Vigilien, nicht wahr
Draußen pfefferte wütend Rüdi einen Kieselstein gegen die Kirchturmspitze. Sein Fluchen verhallte im Abendnebel, während Polykarps Gezeter aus dem Pfarrhaus schallte: »Uralter Sack! Uralter Sack
Und der Pastor summte beim Teezubereiten nur: »Hallelujader Jungspund hat Potenzial. Wenn er bloß nicht schon wieder den Teppichklopfer klaut...«

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Bärlappstrauch
Erstellt am 23.10. 2002 um 20:47:14 Uhr von MechanicalBeuys, enthält 8 Texte


Der Assoziations-Blaster ist ein Projekt vom Assoziations-Blaster-Team (Alvar C.H. Freude und Dragan Espenschied) | 0,2400 Sek.