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Ich warte noch auf ersten Schlauköpfe, die klassischeMusik als Zeichen weißer, kolonialer oder kapitalistischer Unterdrückung entdecken und gegen diese einen Kreuzzug veranstalten.
Währenddessen wird die Anzahl an Asiaten, die geniale Interpretationen von Mozart liefern, zunehmen.
Ich meine das übrigens durchaus ernst, lesen Sie, lieber Leser, mal »die Mütter des Erfolges« und danach eine beliebige Publikation unserer postkolonialistischen Geisteswissenschaften.
Und ja, ich bin mir vollumfänglich dessen bewusst, dass die klassischeMusik die Ausgeburt einer Feudalgesellschaft ist und insofern klebt an dieser durchaus das symbolische Blut der Unterdrückung von tausenden Leibeigenen. Nur ging die Klassische Phase der Musik danach ja noch weiter. Im 19. Jahrhundert, vielleicht das bürgerlichste Jahrhundert überhaupt, gab es wieder klassische Musik der Romantik. Dort entstanden Werke, die praktisch bis heute gehört und geschätzt werden.
Bis ins 20. Jahrhundert gab es so etwas wie Klassik, bis sie dann von der NeuenMusik abgelöst wurde.
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