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Das Gift, am 14.8. 2004 um 01:34:30 Uhr
Platz-des-himmlischen-Friedens

Genau, man will ja nicht immer nur an irgendwelche Toten denken, an eine Panzerkette, die über einen Oberschenkel fährt oder merkwürdige Fahnenkommandos, die der arme Bastard vor dem T-74 gibt, bevor ihn die Volksbefreiungsarmee niederschießt, sondern hier an einen mitteldeutschen Birkenhain erinnern, rauschend entfaltet sich ein Bach und mühsam kämpft sich der Straße Rauschen den Abhang empor. Auf diesem Hügel sitzen wir, spielen eine Bongo, während uns ein hohler Bambus in vom Wind gemachten Oktaven begleitet. Hier sitzen wir wie gesagt und und denken nach: über uns, über Dich, über die Welt ... Marco haut mit einer Schaufel die Erde über Deinem Grab platt. Ich stehe auf, das Bambusrohr pfeift. Marco und ich gehen, ich ziehe mir den Hut schräg ins Gesicht. Wortlos. Es nähert sich der Herbst im Anhaltinischen. Ja, der Herbst ... der verdammte Herbst.


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