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mcnep, am 3.2. 2003 um 23:27:45 Uhr
Schönberg

Ich muß mich bei allem Respekt für die Pionierleistungen der zweiten Wiener Schule trotzdem immer mächtig anstrengen, um deren Werken etwas abgewinnen zu können. Am ehesten gelingt mir das noch mit Stücken wie Schönbergs kammermusikalischer Fassung von Johann Strauß' Kaiserwalzer. Nicht daß ich bildungsbürgerliche Vorurteile gegen die Moderne jenseits von Mahler hätte: Xenakis in der richtigen Stimmung ist einfach nur Yeah, Nancarrow und Ligeti sind Klavier auf Ecstasy, Holliger und Morton Feldman haben wunderschöne Schwebungen usw., will hier keinen Kanon durchhecheln, aber Schönberg, Berg und Webern bleiben immer irgendwo in der Großhirnrinde hängen, ohne Chance, mal so richtig das Herz zu durchglühen. Bei mir. Es wird Leute geben, bei denen das gelingt. Aber da bin ich mir nie sicher, ob die nicht quasi gekoppelt mit diesem Vermögen unter Fickangst leiden.


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