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So habe ich meinen Donnerstagsbuben Adrian pünktlich wie vereinbart um 15:20 Uhr abgeholt, und konnte ihn sogleich überraschen, indem ich mitteilte, ich habe mit seiner Tante Bianca ein Mittagsmahl eingenommen bereits, habe zudem mit ihr mich vorzüglich unterhalten sogar, und sie lasse ihn herzlich grüßen. Adrian, der mit dem Schlimmsten schon gerechnet hatte, dass diese seine Tante nämlich ihn wieder mitnehmen hat wollen in sein ungeliebtes Zuhause - Adrian also war so glücklich, dass er mich umarmt hat, indem er mich bat, meinen Ledermantel zu öffnen, um in diesen geradeswegs hineinzuschlüpfen.
Mit grimmiger Miene war die Bianca aufgetaucht, zur gewöhnlichen Montags-Schulschlusszeit, indem sie von der heutigen Verschiebung nichts wissen hat können. Dies ahnend traf ich sie also tatsächlich an, und es gelang mir, sie zu einer Jause zu bewegen, wo doch so vieles zu bereden sei, und sie doch auch viel Unglück erleiden habe müssen in letzter Zeit. Davon, von einem Verlassenwerden durch einen ganz nichtsnutzigen Burschen, was sie nicht hat ahnen können anfangs, musste ich mir auch tatsächlich einiges anhören, ohne viel zu verstanden zu haben am Ende. Auch wurden mir Adrians familiäre Verhältnisse keineswegs klarer (wie ich erhofft hatte), eher im Gegenteil.
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