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ungerichteter Graf schrieb am 12.7. 2026 um 13:24:52 Uhr über

Intelligenz

Das sich-einbilden auf die eigene Intelligenz lässt die intellektuelle Bescheidenheit vermissen.
Es führt im Endeffekt dazu, dass man weniger kritisch, weniger gebildet etc. wird als möglich.
Besonders schön lässt sich das bei den halbgebildeten Universitätsabsolventen sehen. Keine oder nur begrenzt Ahnung, aber eine Arroganz. Wie? Es ist die alte Formel, der Glaube.
Die Menschen sind der Auffassung, dass sie eine bessere Ansicht vertreten als der Prolet, weil sie durch die Universität zum Beispiel zu Gender-Sprech usw. geführt wurden. Das Gendern ist linguitisch und psychisch eine große Dummheit. Das erkennen sie nicht. Durch ihre Überzeugung gehören sie der kognitiven Elite an, wissen es vermeidlich besser.

Es ist sich durchgesetzt, was Feyerabend in einem Brief an Hans Albert einmal »Universität als Kathedrale« bezeichnet hat. Ein bestimmter, orthodoxer Glaube hat sich durchgesetzt und wird vermittelt.
Das Gegenmodel wäre die Universität als Supermarkt, wo sich jeder die Häppchen von Wissen mitnimmt, die er für wünschenswert hält.


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