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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 25.8. 2026 um 15:09:08 Uhr schrieb
seniler Senator über Lautmalerei
Der neuste Text am 27.8. 2026 um 13:49:01 Uhr schrieb
Christine über Lautmalerei
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(insgesamt: 2)

am 27.8. 2026 um 06:58:11 Uhr schrieb
Frauenverdreher über Lautmalerei

am 27.8. 2026 um 12:40:48 Uhr schrieb
Sadosusi über Lautmalerei

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Assoziationen zu »Lautmalerei«

seniler Senator schrieb am 25.8. 2026 um 15:09:08 Uhr zu

Lautmalerei

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Lautmalerei, fachterminologisch auch als Onomatopoesie bezeichnet, konstituiert ein sprachästhetisches Phänomen, bei dem die phonetische Materialität eines sprachlichen Signifikanten in einem ikonischen oder zumindest quasi-ikonischen Korrespondenzverhältnis zu dem von ihm bezeichneten akustischen Phänomen steht. Die Sprache versucht nicht lediglich, einen Klang semantisch zu repräsentieren, sondern imitiert beziehungsweise simuliert ihn auf der Ebene ihrer eigenen lautlichen Organisation.

Während das Verhältnis zwischen Lautgestalt und Bedeutung im Regelfall konventionell und kontingent ist, entsteht bei lautmalerischen Lexemen eine motivierte Verbindung zwischen Signifikant und Signifikat. Ein »Kuckuck« klingt nach demjenigen Vogel, den es bezeichnet; »klirren«, »knarren«, »zischen« oder »plätschern« evozieren durch ihre Phonemstruktur akustische Qualitäten der außersprachlichen Wirklichkeit.

Dabei handelt es sich keineswegs um eine simple akustische Kopie. Lautmalerei ist vielmehr eine sprachsystematisch domestizierte Klangimitation: Ein außersprachliches Geräusch wird durch die phonologischen und morphologischen Restriktionen einer konkreten Sprache transformiert und in ein lexikalisch beziehungsweise syntaktisch integrierbares Zeichen überführt. Dass beispielsweise der Hahn im Deutschen »kikeriki«, im Englischen »cock-a-doodle-doo« und im Französischen »cocorico« macht, demonstriert vortrefflich, dass selbst vermeintlich naturgetreue Lautnachahmung einer erheblichen kulturell-linguistischen Kontingenz unterliegt.

In der Literatur und Rhetorik besitzt die Lautmalerei darüber hinaus eine ausgeprägte ästhetische und semantische Funktion. Durch die gezielte phonische Strukturierung eines Ausdrucks kann eine Atmosphäre akustisch evoziert, eine Bewegungsqualität suggeriert oder die ikonische Dimension sprachlicher Gestaltung intensiviert werden.

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