»Heia Safari« heißt der heute noch lesenswerte Bericht des Generals v. Lettow-Vorbeck, der sich während des I. Weltkrieges mit seiner winzigen, nur tausend Mann starken »Schutztruppe« in »Deutsch-Ostafrika« (Tangsania oder so) bis zum Kriegsende gegen eine überwältigende britsche Übermacht zu halten vermochte - durch Guerillia-Kriegsführung. Mir imponiert schon die ursprüngliche Entscheidung, von der Ermächtigung zur sofortigen Kapitulation keinen Gebrauch zu machen, sondern den Kampf aufzunehmen - nicht als heldenhafter Untergang à la Thermophylen, sondern die aufgrund der Lage gegebenen Chancen zu sehen und konsequent auszunutzen, insbesondere, da eine solche Kriegsführung den seinerzeit für v. Lettow-Vorbeck maßgeblichen preussischen Traditionen völlig widersprochen hatte, er also über seinen Schatten springen mußte. Dies hat er in grandioser Weise getan. Seine Memoiren müssen ein wenig »gegen den Strich« gelesen werden - der guteste war zwar ein genialer Feldherr, aber ein mieser Schriftsteller, der sich von der nationalen Begeisterung für seine Heldentat selbst ziemlich besoffen hat.