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Chet hatte die Evolution mit einer Lawine verglichen, die er bzw. Gott losgetreten habe.
So ist es doch, fragte er Cato, oder steuert er etwa die Lawine mit seiner erhabenen Intelligenz?
Auf direkte Fragen antwortet Cato in der Regel nicht oder nicht sogleich. Hier aber schlug sie zu - als ob sie darüber lange schon nachgedacht und eben jetzt zu einem Schluß gekommen sei.
Nämlich, Intelligenz sei keine Eigenschaft Gottes, sondern allein des Menschen.
Und so habe Gott mitten durch seine Schöpfung dem intelligenten Menschen einen Lehrpfad angelegt.
Einen unbequemen, steilen, aber durchaus begehbaren Pfad - mit eingehauenen Stufen, Geländern auf der Talseite und Brücken, sehr schmal, aber mit Halteseilen links und rechts. Und ganz zurecht habe der intelligente Mensch ungeheure Angst, seinen Pfad zu verlassen, sogar Angst, auch nur den Blick vom Lehrpfad abzuwenden.
In diesem Sinn hatte Cato gesprochen, wenn auch mit anderen Worten und in diesem eintönigen Singsang, der eher hypnotisiert als belehrt.
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