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Das Kaiserreich -- es wirkt wie ein Teil der Natur. Gewachsen, natürlich. Einer Rechtfertigung genauso bedürftig wie der Rhein, wenn er in die Nordsee fließt.
Alle späteren Regierungsformen -- gleichgültig ob Republik, neues Kaiserreich etc -- sind das Ergebnis einer planerischen Absicht, von Revolutionären oder Reaktionären erdacht. Das Heilige Römische Reich dagegen hat den Freifahrtschein des Wildwuches, von niemand so gewollt und deshalb irgendwie »ein fauler Kompromis«.
Natürlich könnte man so ein Reich nicht willentlich neu erschaffen. Das wäre wieder Intention. In dem Fall würde die Last der Argumente scharf ausschlagen für Republik, Gewaltenteilung, Menschenrechte. Nur wenn es keine Absicht ist, so wie es ist, kann es als wirkliche »Natur« vorgefunden werden.
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Übrigens: Die USA sind heute auch wieder soweit. Die Mischung aus Common-Law, 200 Jahre alter Verfassung und Wildwuchs aus drei Epochen -- unmittelbar der Wechsel zwischen Konförderationsartikeln zur heutigen Verfassung, Lincoln und die Reconstruction und am Ende dann FDR -- , im Zusammenhang mit Amerikas einmaliger Lage als Welthegemon und Weltwährung in der Tasche. All das hat ein System geschaffen, das man genauso »vorfindet« wie ein Rechtsprofessor 1699 das Heilige Römische Reich!
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