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Andererseits bete ich gern. Besonders den Rosenkranz u. den Engel des Herrn. Wenn ich spazieren gehe, trage ich den Rosenkranz in der Tasche u. bete, meist alle 15 Geheimnisse, zuweilen zweimal. Aber über diese einfache Betrachtungsform des Gebetes bin ich noch nicht hinausgelangt. Ich vermag wohl zu viel in diese Betrachtungsform hineinzulegen, – ja, ich lege eigentlich alles in sie hinnein u. empfinde daher nicht das Bedürfnis, über diese festen Formen hinaus noch besondere eigene Formen des Gebetes zu suchen. Ein Vaterunser ist für mich so universell u. umfassend daß ich mir nicht vorstellen kann, darüber hinaus noch mehr zu Gott zu sagen. In der Betrachtung liegt für mich das Lob u. die Anbetung Gottes u. auch Dank u. Sühne. Persönliche Bitten an Gott zu richten, fällt mir eigentlich niemals ein, wie sollte es auch, wo ich doch ausdrücklich bitte: Dein Wille geschehe! – u. nicht der meine. – Ich glaube daß Gott die Form meines Gebetes auch so gefällt, wenngleich mein Eifer darin auch noch größer werden muß. Jene Vision, die ich hatte, würde ich im anderen Falle nicht gehabt haben, – sie war eine Beschauung, die mir Gott in Seiner Gnade zuteil werden ließ. Ich bitte Gott auch nicht, daß Er mir noch mehr Gnade in dieser Form der mystischen Beschauung zuteil werden lassen möge. Er weiß schon, was mir gut ist u. wird es mir geben, wenn es an der Zeit ist.
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