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eine Sammlung von Schnitten: von Fotos, Texten und Collagen. Alles ist literaturfähig. Dem Autor geht es um »Beobachten, auseinander nehmen, neu zusammensetzen«. Er träumt von einem »Wörtersüden«. Er schreibt: »Vielleicht ist es mir gelungen, die Gedichte einfach zu machen, wie Songs, wie eine Tür aufzumachen, aus der Sprache und den Festlegungen raus.« Einfach sind diese Gedichte allerdings nur, wenn man sich ihrem Sog überlässt, wenn man sie nicht im herkömmlichen Sinne »liest« und zu entschlüsseln versucht. Es ist ein Rausch der Bilder, es kommen Obsessionen der Wahrnehmung zum Ausdruck, ein Blick von unten. »Sprache, du tust mir weh!«. Und in seinem »unkontrollierten Nachwort« geht es um den »Schmand der Wörter« und die »Begriffe, diese Bewusstseinsparasiten«. So schreibt er über Telefonbücher, Kinderurin, die Orangensaftmaschine, Reisebüros oder kurze signalhafte Momente wie »einen jener klassischen schwarzen Tangos in Köln«.
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