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correctiv.org, am 14.4. 2019 um 00:23:28 Uhr
venezuela

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An den beiden Dokumenten stimmte etwas nicht. Das wurde Carlos Sousa klar, als die Manager aus Deutschland nach seiner Darstellung folgenden Satz zu ihm sagen: »Bewahren Sie die Verträge zu Hause auf, nicht im BüroUnd weiter: »So machen wir das in Deutschland auch. Falls mal eine Prüfung kommt

Zehn Jahre, nachdem Sousa zufolge dieser Satz fällt, liegen die Verträge auf einem Beistelltisch in einem Cafe im Berliner Nobelhotel Adlon. Er hat sich entschieden, sie ans Tageslicht zu befördern.

Sousa redet schnell, er ist nur kurz in der Stadt. Der deutsch-spanische Geschäftsmann ist groß gewachsen und schlank, fast hager. Sousa erhebt den Vorwurf, dass die Verträge nur eine Fassade gewesen seien. Sie sollten Schmiergeldzahlungen in Höhe von drei Millionen US-Dollar durch seinen damaligen Arbeitgebers an Entscheidungsträger im Energiesektor Venezuelas verschleiern.

Die jeweils nur wenigen Seiten umfassenden Verträge haben nicht nur das Leben von Carlos Sousa aus den Angeln gehoben, wie er sagt. Ihr Inhalt steht auch für die Gründe, aus denen die Bevölkerung Venezuelas wegen ständiger Stromausfälle im Dunkeln sitzt.

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